{"id":21663,"date":"2017-02-21T23:00:00","date_gmt":"2017-02-21T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/02\/21\/lgt-anzeichen-einer-selbsttreibenden-phase-der-hausse\/"},"modified":"2017-02-21T23:00:00","modified_gmt":"2017-02-21T23:00:00","slug":"lgt-anzeichen-einer-selbsttreibenden-phase-der-hausse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-anzeichen-einer-selbsttreibenden-phase-der-hausse\/","title":{"rendered":"LGT: Anzeichen einer selbsttreibenden Phase der Hausse"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Firmengewinne haben sich weltweit erholt und die Makrodaten hellen sich stetig auf. Das best&auml;rkt Erwartungen, dass Wirtschaftswachstum und Inflation weiter in Richtung einstiger historischer Normen ansteigen werden. Die Warnungen vor einer Korrektur haben sich zugleich nicht bewahrheitet &ndash; was Aktien, Industrie-Rohstoffen und Zinsen zus&auml;tzlich Auftrieb bescheren d&uuml;rfte&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfang Februar diskutierten wir intern das Risiko einer gr&ouml;sseren B&ouml;rsenkorrektur. Konventionelle technische und fundamentale sowie auch einige Behavioral-Finance-Aspekte schienen daf&uuml;r zu sprechen. Das Strategieteam kam allerdings zum Schluss, dass die zugrundeliegenden strukturellen Fundamente der Hausse stark bleiben und votierte f&uuml;r die Beibehaltung unserer taktischen &Uuml;bergewichtung von Aktien und des US-Dollars.<\/p>\n<p> Die Entscheidung war richtig: Die Turbulenzen erwiesen sich als harmlos, der US-Dollar erholte sich und die meisten B&ouml;rsen gewannen an Dynamik: Der S&amp;P 500 und der Stoxx 600 sind im Februar bisher um 3.8% bzw. 3.7% gestiegen, nach +1.8% resp. -0.5% im Januar. So kommt der MSCI World in diesem Jahr auf gut +5%, der MSCI Emerging Markets (EM) und der MSCI Asia Pacific Ex. Japan sogar auf jeweils knapp 10%, wovon unsere Strategien aufgrund unserer vergleichsweise hohen strategischen Neutralquote in den EM und der taktischen &Uuml;bergewichtung Asiens (vgl. Seite 4 im PDF) besonders profitieren sollten.<\/p>\n<p> Heute wollen wir unsere taktische Positionierung erneut bekr&auml;ftigen. Neben den sowohl vor als auch nach der US-Wahl in dieser Publikation erw&auml;hnten Faktoren untermauern zudem noch einige weitere Beobachtungen unsere positive Einsch&auml;tzung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Das Wirtschaftswachstum hat sowohl in den USA als auch in den EM gen&uuml;gend Spielraum, um positiv zu &uuml;berraschen. Zugleich sind die Inflationstrends noch nicht stark genug, was das Risiko von &uuml;berm&auml;ssigen geldpolitischen Straffungsaktionen reduziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Unser &Uuml;berraschungsindikator f&uuml;r das US-Wachstum steigt seit mehr als einem Jahr (Grafiken 1 und 2, Seite 2 im PDF) &ndash; und solche Trends k&ouml;nnen sogar mehrere Jahre anhalten, wie dies zuletzt von Oktober 2012 bis M&auml;rz 2015 der Fall war. Der S&amp;P 500 legte in dieser Zeit rund 43% zu. Die EM befinden sich grunds&auml;tzlich in einer &auml;hnlichen Situation wie die USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Der US-Inflations&uuml;berraschungsindikator markierte vor einem Jahr das Tief und hat sich seitdem etwas erholt. Grunds&auml;tzlich entt&auml;uschen die Inflationsdaten jedoch immer wieder. In den EM bleibt der relative Inflationstrend schwach (Grafiken 3 und 4, Seite 2 im PDF).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europa: Risiken und interessante Chancen am Horizont<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europas Situation unterscheidet sich allerdings und muss differenzierter betrachtet werden (Grafiken 5 und 6, Seite 2 im PDF): Hier &uuml;berrascht das Wachstum schon seit Herbst 2012 positiv. Der Eurozone-Indikator notiert nach mehreren H&ouml;henfl&uuml;gen aktuell auf einem Rekordhoch. Auch bei den j&uuml;ngeren Inflations&uuml;berraschungen ist der Trend in Europa klarer ausgepr&auml;gt. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) k&ouml;nnte daher fr&uuml;her als allgemein erwartet ihre Geldpolitik zu straffen beginnen, was die M&auml;rkte entsprechend belasten m&uuml;sste &ndash; wie es in den USA 2015 der Fall war, als dort die entsprechende geldpolitische Wende stattfand (der S&amp;P 500 verlor an Dynamik und stieg zwischen M&auml;rz 2015, als unser Indikator das Hoch markierte, und der US-Wahl im letzten November um nur 3%).<br \/> Allerdings k&ouml;nnten Europas B&ouml;rsen aufgrund der in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland anstehenden Wahlen in diesem Jahr wieder st&auml;rker von der Politik getrieben werden &ndash; was trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen nicht schlecht sein muss.&nbsp;Einerseits d&uuml;rfte die oft zitierte politische Unsicherheit die EZB vor m&ouml;glicherweise &uuml;bereilten Aktionen abhalten. Anderseits haben das Brexit-Referendum und die US-Wahlen einige interessante Tendenzen aufgezeigt: Erstens scheint die Hausse so fest im Sattel zu sitzen, dass sie externen Schocks widerstehen kann. Zweitens sehen die meisten Investoren in den &uuml;berraschenden politischen Entwicklungen der j&uuml;ngsten Zeit offensichtlich Katalysatoren f&uuml;r Ver&auml;nderungen, welche die Regierungen zu Kurskorrekturen veranlassen d&uuml;rften und damit letztlich die Konjunktur ankurbeln und den deflation&auml;ren Kr&auml;ften weltweit endlich den Garaus machen k&ouml;nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT &Uuml;berraschungsindikatoren f&uuml;r die wichtigsten Regionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden zeigen wir unsere &Uuml;berraschungsindikatoren (Surprise-Indikatoren, 30-t&auml;gige gleitende Durchschnittswerte) f&uuml;r die Wachstums- und die Inflationsentwicklungen in den grossen Volkswirtschaften. Die Indikatoren sind so ausgelegt, dass sie langfristige Datenstr&ouml;me in Bezug auf die Konsenserwartungen widerspiegeln. Ein steigender Index bedeutet, dass die Daten st&auml;rker als erwartet ausfallen und umgekehrt. Die relativen Inflationstrends sind in allen drei Regionen &auml;hnlich &#8211; seit letzten Sommer aber in Europa klarer ausgepr&auml;gt. Beim Wachstum gibt es hingegen in den USA und den Schwellenl&auml;ndern Parallelen, w&auml;hrend Europa bereits seit sechs Jahren stetig positiv &uuml;berrascht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4703\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ecc43eec6f6dbd027cab929f021a6fb0.png\" alt=\"22 02 17 lgt\" width=\"600\" height=\"720\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Firmengewinne haben sich weltweit erholt und die Makrodaten hellen sich stetig auf. 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