{"id":21674,"date":"2017-04-18T22:00:00","date_gmt":"2017-04-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/04\/18\/lgt-politischen-laerm-beiseitestellen-und-kurs-halten\/"},"modified":"2017-04-18T22:00:00","modified_gmt":"2017-04-18T22:00:00","slug":"lgt-politischen-laerm-beiseitestellen-und-kurs-halten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-politischen-laerm-beiseitestellen-und-kurs-halten\/","title":{"rendered":"LGT: Politischen L\u00e4rm beiseitestellen und Kurs halten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der j&uuml;ngste US-Raketenangriff auf Syrien hat viele Politikexperten &uuml;berrascht, ebenso wie die unmittelbar danach erfolgten Milit&auml;raktionen in Afghanistan und Nordkorea, w&auml;hrend sich in Frankreich doch ein unerwartet offenes Pr&auml;sidentschaftsrennen abzuzeichnen scheint&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Makro- und Markttrends sprechen jedoch grunds&auml;tzlich weiter f&uuml;r einen konstruktiven Ausblick.<\/p>\n<p> Nach monatelanger Gelassenheit sprang am 6. April die B&ouml;rsenvolatilit&auml;t weltweit wieder etwas deutlicher an. Kurz davor hatte US-Pr&auml;sident Donald Trump, unmittelbar nach Abschluss seines ersten Treffens mit Chinas Pr&auml;sident Xi Jinping, einen Raketenangriff auf einen syrischen Milit&auml;rflughafen angeordnet. Gleichzeitig nahm eine US-Tr&auml;gerkampfgruppe Kurs auf Korea, w&auml;hrend in Afghanistan die US-Streitkr&auml;fte eine neue Mega-Bombe einsetzten. Hinzu kamen Berichte, dass das Ergebnis der ersten Runde des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampfs doch noch v&ouml;llig offen sein k&ouml;nnte. Und gestern wurde &uuml;berraschend bekannt, dass es in Grossbritannien zu vorgezogenen Neuwahlen kommen d&uuml;rfte (am 8. Juni). Seit dem 6. April verbuchen die typischen sicheren H&auml;fen, d.h. japanischer Yen (JPY), Gold und Staatsanleihen grosser Industriel&auml;nder &ndash; in dieser Reihenfolge &ndash; jedenfalls wieder gr&ouml;ssere Gewinne.<\/p>\n<p> <strong>Ist die sogenannte Trump-Rallye nun vorbei?<\/strong> <br \/> Detaillierte geopolitische Analysen m&uuml;ssen wir anderen Publikationen &uuml;berlassen. Im Rahmen unseres Kompetenzbereichs k&ouml;nnen wir heute allerdings an unserer&nbsp;klaren Meinung festhalten: Politische B&ouml;rsen haben in der Regel kurze Beine, w&auml;hrend marktexterne Ereignisse nicht genau prognostiziert werden k&ouml;nnen. Wir bestimmen unsere taktische Anlageallokation (TAA) stattdessen prim&auml;r auf Basis einer strukturierten Beurteilung der Robustheit der fundamentalen und technischen Makro- und Markttrends &#8211; und diese haben sich bisher nicht ge&auml;ndert. Wir bleiben daher bei unserer konstruktiven Einsch&auml;tzung f&uuml;r die n&auml;chsten drei bis sechs Monate.<\/p>\n<p> <strong>Vorsicht vor politischen Schnellsch&uuml;ssen<\/strong> <br \/> An dieser Stelle sei auch daran erinnert, dass viele Strategen schon seit Monaten vor der drohenden Korrektur der f&uuml;r viele Baissiers prim&auml;r hoffnungsbasierten Trump-Rallye warnen. Nun hat jede Hausse ihre B&auml;ren und das ist auch gut so. Seit dem Brexit-Votum vom Juni 2016 scheinen sich jedoch viele Marktteilnehmer zu leicht von politischen Ger&auml;uschkulissen und Schnellanalysen verunsichern zu lassen. Bisher haben sich die Korrekturwarnungen nicht oder nur sehr eingeschr&auml;nkt bewahrheitet und auch die aktuelle, seit dem 6. April andauernde Volatilit&auml;tszunahme h&auml;lt sich in Grenzen &ndash; sie verl&auml;uft letztlich innerhalb eines l&auml;ngerfristigen Entspannungstrends.<\/p>\n<p> Das Grundproblem k&ouml;nnte sein, dass hier die falsche Frage gestellt wird. Wer ein, zwei Schritte zur&uuml;cktritt und das Gesamtbild betrachtet, wird n&auml;mlich schnell draufkommen: Eine Trump-Rallye hat es eigentlich nie gegeben. Die aktuellen, taktisch relevanten Trends sind fundamental begr&uuml;ndbar und setzten quer durch alle Regionen und Anlageklassen lange vor den US-Wahlen ein, n&auml;mlich als in Japan und China die Geldpolitik signifikant gelockert wurde . So mag Trump bisher tats&auml;chlich wenig &laquo;geliefert&raquo; haben &ndash; er hat allerdings auch keinen bereits vorexistierenden Trend abgew&uuml;rgt.<\/p>\n<p> <strong>Strategische Vorbereitungen erh&ouml;hen taktische Konfidenz<\/strong> <br \/> Abschliessend noch eine Anmerkung: Unsere TAA bezieht sich auf die langfristige Positionierung der von LGT Capital Partners verwalteten F&uuml;rstlichen Strategie &ndash; d.h. unsere eigene strategische Allokation (SAA) f&uuml;r die kommenden Jahre. Diese ber&uuml;cksichtigt bereits eine Reihe globaler Makroszenarien , wobei das grunds&auml;tzlich permanente Risiko tempor&auml;rer oder sogar l&auml;nger anhaltender Marktturbulenzen dabei mittels einer hohen Quote alternativer Anlagen ber&uuml;cksichtigt wird. Dieser spezielle Szenario-Ansatz erh&ouml;ht auch unsere Konfidenz bei taktischen Entscheidungen; er erlaubt uns, selbst auf &uuml;berraschende marktexterne Ereignisse besonnen und strukturiert zu reagieren, ohne die zugrundeliegenden Makrotrends aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p> Charts und Hintergrundinformationen:<\/p>\n<p> <strong>Moderater Volatilit&auml;tsausbruch und flaches Korrekturmuster<\/strong> <br \/> Der erste Chart links zeigt den Volatilit&auml;tsindex f&uuml;r den US-Aktienmarkt. Dieser nimmt seit August 2015&sup1; generell stetig ab &ndash; jeder Volatilit&auml;tsausbruch fiel weniger intensiv aus als der vorherige. Generell impliziert eine solche Entwicklung eine makro&ouml;konomische Aufhellung oder Stabilit&auml;t. Der Chart rechts&nbsp; zeigt, wie flach die bisherige &laquo;Korrektur&raquo; auf globaler Ebene ausgefallen ist. Es ist nicht m&ouml;glich den n&auml;chsten Volatilit&auml;tsausbruch genau vorherzusagen und ad-hoc Hedging-Strategien k&ouml;nnen teuer sein. Wir ziehen es daher vor, auf taktischer Ebene die zugrundeliegenden mittelfristigen Markt- und Makrotrends zu beurteilen und uns entsprechend zu positionieren. Kleinere und\/oder kontr&auml;re Bewegungen sowie hochfrequente Trendoszillationen k&ouml;nnen und werden von unseren Portfoliomanagern und Managerteams wie auch von den regelbasierten Cross-Asset-Strategien (im Rahmen unserer Allokation gegen&uuml;ber alternativen Anlagen) abgedeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4769\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/96b75ec5659c94eb4152f1a7458e0c35.png\" alt=\"19 04 17 1LGT\" width=\"600\" height=\"229\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&sup1; Im August 2015 gab China &uuml;berraschend bekannt, dass es zur Bestimmung seiner Wechselkurspolitik den Yuan bzw. Renminbi (RMB) zuk&uuml;nftig nicht mehr nur gegen&uuml;ber dem US-Dollar (USD) sondern gegen&uuml;ber einem breiten Korb von Handelspartnerw&auml;hrungen betrachten will. Damit signalisierte Peking indirekt, dass es eine Abwertung gegen&uuml;ber dem USD tolerieren w&uuml;rde, sofern der Gesamtwert des RMB stabil bleibt, was makro&ouml;konomisch sehr sinnvoll ist. Dennoch l&ouml;ste diese News damals noch eine internationale Marktpanik aus, die sich bald wieder legte.<br \/><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Marktreaktion der &laquo;sicheren H&auml;fen&raquo; ist bisher eher moderat ausgefallen<\/strong> <br \/> Die n&auml;chsten zwei Grafiken zeigen die Kursentwicklung von vier typischen &laquo;sicheren H&auml;fen&raquo; (Yen, Gold und Staatsanleihen Deutschlands und der USA). Sie alle haben von den Turbulenzen seit dem 6. April profitiert &ndash; besonders aber der japanische Yen, der auf breiter Basis zur St&auml;rke neigte, auch gegen&uuml;ber Gold. Gleichzeitig kann der j&uuml;ngste Risikoaversionsschub deutlich relativiert werden, wenn wir das gr&ouml;ssere Bild und die aktuelle Geschichte betrachten. Jeder dieser &laquo;sicheren H&auml;fen&raquo; hat in den letzten Jahren immer wieder heftigere Bewegungen nach oben erlebt &ndash; was jedoch in der Regel nicht von langer Dauer blieb.<\/p>\n<p> Die einzige Ausnahme betrifft den Yen, was aber nicht zwingend ein Signal von Risikoaversion sein muss: Der Yen ist schliesslich fundamental stark unterbewertet. In Zeiten, in denen die japanische Notenbank geldpolitisch passiv abwartet, neigt der Yen daher zur St&auml;rke &ndash; und wertet anschliessend in grossen, heftigen Bewegungen ab, sobald entweder die Notenbank handelt oder die Marktkr&auml;fte sich in diese geldpolitisch erw&uuml;nschte Richtung entladen (wie z.B. zuletzt im November). Unter dem Strich betrachten wir die aktuelle Unsicherheitsphase an den M&auml;rkten jedenfalls als eine wahrscheinlich vor&uuml;bergehende Angelegenheit.<br \/> &nbsp;<br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4770\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/90b06a97c0ae9b6507dc1faf4f478c16.png\" alt=\"19 04 17 2LGT\" width=\"600\" height=\"233\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der j&uuml;ngste US-Raketenangriff auf Syrien hat viele Politikexperten &uuml;berrascht, ebenso wie die unmittelbar danach erfolgten Milit&auml;raktionen in Afghanistan und Nordkorea, w&auml;hrend sich in Frankreich doch ein unerwartet offenes Pr&auml;sidentschaftsrennen abzuzeichnen scheint&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4330,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[644],"class_list":["post-21674","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21674"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21674\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}