{"id":21683,"date":"2017-05-30T22:00:00","date_gmt":"2017-05-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/05\/30\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-warten-auf-die-zentralbanken\/"},"modified":"2017-05-30T22:00:00","modified_gmt":"2017-05-30T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-warten-auf-die-zentralbanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-warten-auf-die-zentralbanken\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Warten auf die Zentralbanken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der leicht br&ouml;ckelnden Kurse der vergangenen Woche lag der DAX zum Wochenstart noch immer knapp 10% h&ouml;her als Ende 2016&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L&uuml;ck, Leiter Kapitalmarktstrategie f&uuml;r Deutschland, die Schweiz, &Ouml;sterreich und Osteuropa<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anleihenm&auml;rkte verzeichneten &uuml;ber die Woche kaum Ver&auml;nderungen, der Euro-Dollar-Kurs hielt sich stabil bei knapp unter 1,12, und die Volatilit&auml;t europ&auml;ischer Aktien war sogar noch niedriger als in der Vorwoche. Dabei hatte es gen&uuml;gend Gr&uuml;nde f&uuml;r Nervosit&auml;t gegeben, angefangen beim immer offensichtlicheren Scheitern der US-Regierung, &uuml;ber Skandale in Brasilien und m&ouml;gliche Auswirkungen auf Schwellenlandanlagen bis hin zu hausgemachten Europa-Problemen wie der nach wie vor ungel&ouml;sten Griechenlandkrise. Grund f&uuml;r die Entspanntheit der M&auml;rkte scheint die Robustheit der wirtschaftlichen Verfassung Europas zu sein, die sich in zwischen auch in den harten Makrodaten niederschl&auml;gt. Auch die vor kurzem zu Ende gegangene Berichtssaison f&uuml;r die Unternehmensergebnisse im ersten Quartal hatte mit Gewinnzuw&auml;chsen von &uuml;ber 20% im Jahresvergleich alle Erwartungen geschlagen, Beleg daf&uuml;r, dass die Erholung bei den Unternehmen ankommt. Entsprechend deutlich l&auml;sst sich dies an den Kursen ablesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr&uuml;nden, die f&uuml;r Entspanntheit sorgen, geh&ouml;rt seit geraumer Zeit aber auch die Zentralbankpolitik. Bis zum heutigen Tag k&ouml;nnen Anleger sicher sein, dass die Zentralbanken im Zweifel die Kohlen aus dem Feuer holen, also etwa Europa retten &bdquo;whatever it takes&ldquo;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu geh&ouml;rt es, Anleihen aufzukaufen, als g&auml;be es kein Morgen und anzuk&uuml;ndigen, dass die Zinsen noch sehr, sehr lange sehr, sehr niedrig bleiben werden. Da gibt es kaum einen Grund, pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Genau diese Kombination k&ouml;nnte sich aber bald &auml;ndern, denn in Zeiten normalisierter Wachstumsraten und Inflation auf dem Weg Richtung 2% gehen den Zentralbanken die Gr&uuml;nde f&uuml;r ihre exorbitanten Stimulusma&szlig;nahmen aus. Die Fed hat bereits drei Mal die Zinsen erh&ouml;ht und bereitet sich darauf vor, die eigene Bilanzsumme bald schrumpfen zu lassen, mit anderen Worten R&uuml;ckfl&uuml;sse aus f&auml;llig werdenden Anleihen nicht mehr zu reinvestieren. Die EZB befindet sich zwar im Normalisierungszyklus gegen&uuml;ber den US-Kollegen mehrere Jahre im R&uuml;ckstand, k&ouml;nnte aber angesichts der starken europ&auml;ischen Makrodaten nun auch versucht sein, erstmals eine Andeutung Richtung Exit-Strategie zu machen. Entsprechend r&uuml;cken die beiden n&auml;chsten Zentralbanksitzungen, jene der EZB am 8. Juni und der Fed am 14. Juni, zunehmend in den Fokus. Es kann durchaus eine Herausforderung f&uuml;r die M&auml;rkte werden, sich auf eine Welt einzustellen, in der die Zentralbanken nicht mehr &ndash; um Mohamed El-Erian zu zitieren &ndash; &bdquo;the only game in town&ldquo; sind. Gut m&ouml;glich, dass Aktien- und Anleihem&auml;rkte im Beobachtungsmodus bleiben, bis es an dieser Front mehr Klarheit gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au&szlig;erdem gibt es f&uuml;r Anleger viel zu lernen aus der ersten Auslandsreise von Donald Trump, einschlie&szlig;lich des eher konflikt&auml;ren G7-Gipfels in Taormina. Die politische Botschaft d&uuml;rfte sein, dass Europa dichter zusammenr&uuml;cken muss, auch um sich vor Kollateralsch&auml;den einer implodierenden Pr&auml;sidentschaft Trumps in Sicherheit zu bringen. Angela Merkels ungew&ouml;hnlich offene Feststellung, man k&ouml;nne sich wohl nicht mehr so uneingeschr&auml;nkt auf alle B&uuml;ndnispartner verlassen wie fr&uuml;her, ist als Aufruf zur europ&auml;ischen Einigkeit zu verstehen, sollte aber auch in den Kontext des beginnenden Bundestagswahlkampfes einsortiert werden. Die eher &ouml;konomische Lesart der Trump&rsquo;schen Tiraden ist aber vermutlich von noch gr&ouml;&szlig;erer Relevanz f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte. Denn wenn der amtierende USPr&auml;sident es &ouml;ffentlich schrecklich findet, wie viele Autos deutsche Firmen in den USA verkaufen und ank&uuml;ndigt, man werde dies stoppen, dann ist es h&ouml;chste Zeit f&uuml;r den deutschen Au&szlig;enhandel, st&auml;rker in andere Richtungen zu schauen. Da bietet sich zum Beispiel der Osten an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f&uuml;r Anleger?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Sichtweite der oben angesprochenen Zentralbanktreffen im Juni stehen Inflationszahlen hoch auf der Agenda. In dieser Woche werden die harmonisierten Verbraucherpreisdaten f&uuml;r Europa ver&ouml;ffentlicht und vom Konsensus bei 1,7% erwartet, also etwas schw&auml;cher als im April (1,9%). Wichtiger d&uuml;rfte noch sein, ob die Kerninflationsrate ebenfalls mit 1,0% wie erwartet schw&auml;cher hereinkommt als im April (1,2%). Sollte diese Sch&auml;tzung richtig liegen, d&uuml;rfte der Druck auf die EZB etwas abnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutlicher ist bisher die Fed in ihren Andeutungen bez&uuml;glich einer weiteren Zinsanhebung im Juni gewesen, zuletzt in den &bdquo;Minutes&ldquo; der letzten Woche. Sicherlich wird aber auch die US-Notenbank noch auf die Daten dieser Woche schauen, vor allem auf den Deflator f&uuml;r die pers&ouml;nlichen Konsumausgaben (core PCE), der zuletzt leicht zur&uuml;ckgegangen war (von 1,7% auf 1,6%), sowie die Zahl neu geschaffener Jobs au&szlig;erhalb der Landwirtschaft. Sollte die PCE-Inflation stabil bleiben und sich die Markterwartung von 183.000 Stellen (Vormonat: 211.000) bewahrheiten, d&uuml;rfte dies die Fed auf Kurs f&uuml;r einen Zinsschritt am 14. Juni halten.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz der leicht br&ouml;ckelnden Kurse der vergangenen Woche lag der DAX zum Wochenstart noch immer knapp 10% h&ouml;her als Ende 2016&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-21683","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21683"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21683\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}