{"id":21685,"date":"2017-06-26T22:00:00","date_gmt":"2017-06-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/06\/26\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-ist-die-luft-raus\/"},"modified":"2017-06-26T22:00:00","modified_gmt":"2017-06-26T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-ist-die-luft-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-ist-die-luft-raus\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Ist die Luft raus?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wir n\u00e4hern uns der Mitte des Jahres, und den M\u00e4rkten scheint ein bisschen die Puste auszugehen. In der letzten Woche schlossen die Aktienm\u00e4rkte erneut nahezu unver\u00e4ndert, bei sehr niedriger Volatilit\u00e4t&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa&nbsp;<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gute Nachrichten, vor allem der Ausblick weiter solider Unternehmensgewinne, scheinen ebenso eingepreist wie die Erleichterung dar\u00fcber, dass bei den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich das Gespenst rechtspopulistischer Wahlsiege abgewendet wurde. Im gleichen Zuge ist die Trump-Rally, also der Optimismus bez\u00fcglich konjunkturstimulierender Ma\u00dfnahmen seitens der neuen US-Regierung, fast unbemerkt wieder aus den Kursen verschwunden. Die M\u00e4rkte bleiben risikofreudig, dennoch k\u00f6nnen wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass wir wahrscheinlich den st\u00e4rksten Teil der Kursentwicklung dieses Jahres in den B\u00fcchern haben. Zwar sehen wir andererseits auch kaum Grund f\u00fcr eine Kehrtwende in der zweiten Jahresh\u00e4lfte. Es kann aber gut sein, dass es neuer positiver Nachrichten bedarf, um \u00fcber den Sommer und danach die Kurse weiter steigen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiges Element bei der Bewertung der Aussichten ist die Entwicklung der Inflationsraten. Hier haben wir \u00fcber das Fr\u00fchjahr hinweg einiges an Verzerrungen erlebt, angefangen von pl\u00f6tzlicher Normalisierung der Verbraucherpreise in Richtung ihres Zielwerts von 2%, bis hin zu pl\u00f6tzlichen Abbr\u00fcchen um einen halben Prozentpunkt in der Jahresrate innerhalb eines Monats. Bedingt wurde all dies durch die Fluktuationen des \u00d6lpreises, welche wir seit etwas mehr als einem Jahr beobachten und die sich nun in den Jahresver\u00e4nderungsraten niederschlagen. W\u00e4hrend Volkswirte sich r\u00fchmen, vor \u00dcberinterpretation dieser \u201eBasiseffekte\u201c seit langem gewarnt zu haben, bleibt die entscheidende Frage bestehen, wie nachhaltig n\u00e4mlich die R\u00fcckkehr zu Raten um 2% in den Industriel\u00e4ndern wirklich ist. Immerhin ist letztere ein wichtiger Bestandteil der \u201eReflation Story\u201c, also des Narrativs, demzufolge die Normalisierung des Inflations- und Zinsgef\u00fcges nur eine Frage der Zeit ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erwartungen bez\u00fcglich der f\u00fcr diese Woche anstehenden Inflationsdaten sind in diesem Kontext eher ern\u00fcchternd. Im Euroraum d\u00fcrfte sich im Juni die Jahresver\u00e4nderungsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex weiter erm\u00e4\u00dfigt haben, von 1,4% auf 1,3%. Deutschlands Inflation liegt mit einem R\u00fcckgang von 1,5% auf 1,4% nur marginal h\u00f6her, und selbst in den USA, wo die Wirtschaft schon l\u00e4nger solide l\u00e4uft und der Arbeitsmarkt eigentlich st\u00e4rkeren Lohndruck produzieren sollte, wird der Kernindex der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben f\u00fcr diesen Monat bei nur 1,5% veranschlagt. All das signalisiert verd\u00e4chtig schwachen Preisdruck. War am Ende der \u201eReflation-Call\u201c doch zu optimistisch? Wir glauben nein. Denn die entscheidende Ver\u00e4nderung, welche die Reflationsgeschichte 2017 von den sieben Jahren davor unterscheidet, ist und bleibt die Tatsache, dass zum ersten Mal seit der Finanzkrise die Angst vor Deflation gebannt ist. Und das ist allemal Grund genug, zumindest verhalten optimistisch zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorsichtiger Optimismus auch in Italien. Nach der vorl\u00e4ufigen Rekapitalisierung f\u00fcr Monte de Paschi wurde nun auch f\u00fcr die kleineren Institute Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza eine L\u00f6sung gefunden. Zwar verhindert die desastr\u00f6se Ertragslage der beiden Banken eine L\u00f6sung mittels vorsorglicher Rekapitalisierung, analog dem Monte dei Paschi-Bespiel. Aber stattdessen wird nun mit Zusch\u00fcssen des Finanzministeriums eine Bad Bank gegr\u00fcndet, die gesunden Assets werden von der Gro\u00dfbank Intesa \u00fcbernommen und Veneto Banca sowie Banca Popolare di Vicenza werden abgewickelt. Anleger haben dieses Ende mit Schrecken als bessere Variante gegen\u00fcber einem Schrecken ohne Ende interpretiert. Der italienische Zehnjahres-Spread gegen\u00fcber Deutschland ist letzte Woche weiter auf 165 Basispunkte zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Anleger?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00f6nnte die Bundestagswahl der Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine Kursrally in der zweiten Jahresh\u00e4lfte werden? Unwahrscheinlich. Gegen\u00fcber dem Schulz-Hype vom Februar, als phasenweise die SPD die Union in der Sonntagsfrage abh\u00e4ngen konnte, ist Normalit\u00e4t eingekehrt. Die CDU\/CSU hat mit Umfragewerten von 37-40% nun einen satten Vorsprung vor der SPD (23-25%). Zwar ist es nicht v\u00f6llig ausgeschlossen, dass die auf dem Parteitag demonstrierte Geschlossenheit die Sozialdemokraten noch einmal n\u00e4her an die Kanzlerinnenpartei heranbringt, ein Wahlsieg liegt aus unserer Sicht aber in weiter Ferne und d\u00fcrfte voraussetzen, dass Angela Merkel einen schweren Fehler begeht, in welchem Politikfeld auch immer. Wir halten die Wahrscheinlichkeit eines derartigen \u201eunforced error\u201c seitens Merkel f\u00fcr extrem gering. Und selbst f\u00fcr den unwahrscheinlichen Fall, dass der n\u00e4chste Kanzler doch Martin Schulz hei\u00dft, d\u00fcrften die Auswirkungen auf die Finanzm\u00e4rkte sehr \u00fcberschaubar ausfallen.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir n\u00e4hern uns der Mitte des Jahres, und den M\u00e4rkten scheint ein bisschen die Puste auszugehen. 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