{"id":21687,"date":"2017-09-18T22:00:00","date_gmt":"2017-09-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/09\/18\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-tanzpartner-gesucht\/"},"modified":"2017-09-18T22:00:00","modified_gmt":"2017-09-18T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-tanzpartner-gesucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-tanzpartner-gesucht\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte : Tanzpartner gesucht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ein als langweilig abgestempelter Bundestagswahlkampf neigt sich dem Ende entgegen&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei BlackRoc<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend beiden gro\u00dfen Volksparteien zumindest in den Umfragen auf der Zielgeraden ein wenig die Luft auszugehen scheint, sehen die meisten Auguren die AfD aktuell als drittst\u00e4rkste Kraft \u2013 allerdings bleiben ihr die FDP, die Gr\u00fcnen und auch die Linke dicht auf den Fersen. Eine Mehrheit f\u00fcr die Union und die FDP erscheint immer noch m\u00f6glich, ist aber nach dem Stand aktueller Umfragen eher unwahrscheinlich. Vieles deutet somit darauf hin, dass Merkel f\u00fcr vier weitere Jahre mit ihrem h\u00f6chstpers\u00f6nlichen \u201eLieblingspartner\u201c, der SPD, die Geschicke in Deutschland lenken wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf welche Koalition wir uns zuk\u00fcnftig tats\u00e4chlich einstellen d\u00fcrfen, sollte bereits am Abend des 24. September recht klar erkennbar sein, da es aus unserer Sicht nur zwei realistische Varianten gibt. Entweder \u201eschwarz-gelb\u201c oder eine Fortsetzung der \u201eGroKo\u201c. Reicht es rechnerisch f\u00fcr schwarz-gelb, d\u00fcrfte kaum ein Weg an dieser Konstellation vorbeif\u00fchren. Reicht es nicht, erleben wir wohl vier weitere Jahre eine Gro\u00dfe Koalition. Andere bunte Varianten, wie etwa eine \u201eJamaika\u201c-Koalition, erscheinen uns aufgrund deutlicher zwischenparteilicher Differenzen kaum vorstellbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie schnell die Koalitionsverhandlungen verlaufen werden, d\u00fcrfte entscheidend von den Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen im neuen Bundestag abh\u00e4ngen. K\u00e4me die CDU\/CSU mit einem deutlichen Vorsprung von 15-20 Prozentpunkten vor der SPD ins Ziel, k\u00f6nnte eine geschw\u00e4chte SPD unter Umst\u00e4nden zu einigen raschen Zugest\u00e4ndnissen bereit sein, sodass eine Regierungsbildung letztlich etwas weniger Zeit in Anspruch nehmen k\u00f6nnte. Auch die Diskussion, ob die SPD das Finanzministerium besetzen darf, w\u00e4re in diesem Szenario wohl schnell zu Ungunsten der Sozialdemokraten beendet. Bei einer rechnerischen Mehrheit f\u00fcr schwarz-gelb ist hingegen vorstellbar, dass sich die FDP sehr teuer verkaufen wird. Je st\u00e4rker das Ergebnis der Liberalen ausf\u00e4llt, desto langwieriger k\u00f6nnten die Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen verlaufen. Eine derart schnelle Koalitionsverhandlung wie in 2013, als die Gespr\u00e4che nach 35 Tagen abgeschlossen waren, ist diesmal eher unwahrscheinlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bundestagswahl wird in diesen Tagen jedoch nicht das einzige politische Highlight sein, da die franz\u00f6sische Regierung am Freitag die Verordnungen zur Arbeitsmarktreform beschlie\u00dfen wird. Am darauffolgenden Montag k\u00f6nnen diese dann in Kraft treten. In der letzten Woche hat es bereits an vielen Orten in Frankreich Demonstrationen gegen dieses wichtige Projekt des neuen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Macron gegeben. Weitere Proteste sind bereits angek\u00fcndigt. Aufzuhalten ist die Reform wohl dennoch nicht mehr. Das Gesetz, welches neben einer Lockerung des K\u00fcndigungsschutzes auch eine Aufweichung der Tarifvertr\u00e4ge vorsieht, k\u00f6nnte in unserem Nachbarland dazu beitragen, den Gordischen Knoten der hohen Arbeitslosigkeit zu durchschlagen. Die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Landes d\u00fcrfte durch die Reform deutlich steigen. In Frankreich liegt die Arbeitslosenquote mit rund zehn Prozent auf einem doppelt so hohen Niveau wie bei uns hier in Deutschland. Sollte sich diese durch die Reform reduzieren und sollte sich das enorme wirtschaftliche Potenzial in Frankreich entfalten, k\u00f6nnte die europ\u00e4ische Wachstumsstory auch strukturell betrachtet neues Futter erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr die Anleger?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Politik als solche war es auch, welche die Finanzm\u00e4rkte in den letzten Tagen bewegt hat \u2013 auch wenn das, was rund um Nordkorea geschieht, h\u00e4ufig noch mit dem Zusatz \u201eGeo\u201c versehen wird. Nachdem es rund um Pj\u00f6ngjang kurzzeitig ruhiger geworden war, nahmen n\u00e4mlich \u201egeopolitische\u201c Spannungen nach einer erneuten unverbl\u00fcmten Provokation aus Nordkorea in Richtung Japan und USA in Form eines Raketentests abermals zu. Trotz des kurzfristigen Pawlowschen Fluchtreflexes in sichere H\u00e4fen wie US-Staatsanleihen, stellte sich an den M\u00e4rkten \u00e4u\u00dferst rasch so etwas wie ein Gew\u00f6hnungseffekt ein. US-Aktienm\u00e4rkte kletterten am Freitag sogar noch auf frische Allzeithochs. Scheinbar gilt das Motto: Solange es keine Anzeichen einer ernsthaften weiteren Eskalation gibt, gilt \u201ebusiness as usual\u201c. Ein Muster, das wir leider schon von Terroranschl\u00e4gen gewohnt sind. Bleibt nur zu hoffen, dass man au\u00dferhalb Nordkoreas weiter k\u00fchlen Kopf bewahrt und es weiter lediglich bei einem \u201eSchattenboxen\u201c bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Geldpolitik mischt diese Woche kr\u00e4ftig mit. In Washington D.C. wird die US-Notenbank wohl das letzte Kapitel zum Thema ultralockere Geldpolitik aufschlagen. Mit der voraussichtlichen Verk\u00fcndung des Beginns der Bilanzreduzierung steht auch den Rentenm\u00e4rkten jenseits des Atlantiks in diesem Herbst noch einmal ein Test bevor. Die gute Berechenbarkeit der Operation l\u00e4sst jedoch nicht nur vermuten, dass sich der Gegenwind f\u00fcr US-Treasuries &amp; Co in Grenzen halten wird, sondern auch, dass das Vorhaben bereits weitestgehend eingepreist ist. Marktteilnehmer werden daher eher gespannt Zwischent\u00f6nen Yellens zum geplanten Pfad der zuk\u00fcnftigen Zinspolitik lauschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis Ende 2018 stellt die US-Notenbank laut ihrer \u201eDot-Plots\u201c vier weitere Anhebungen in H\u00f6he von 25 Basispunkten in Aussicht. Der Markt rechnet eher nur mit einer. Diese Diskrepanz birgt einen gewissen Sprengstoff, da Investoren die Entschlossenheit der US-Notenbank trotz der verhaltenen Inflationsdynamik untersch\u00e4tzen k\u00f6nnten. R\u00fcckblickend hatten zu Jahresbeginn wohl auch nur wenige damit gerechnet, dass die Fed in 2017 zweimal (wom\u00f6glich sogar dreimal) die Zinsen anhebt und zudem auch noch die Bilanzreduzierung auf den Weg bringt. Sollte die Fed ihren Plan auch in 2018 derart stringent durchziehen, besteht f\u00fcr US-Renditen kaum noch Spielraum nach unten.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein als langweilig abgestempelter Bundestagswahlkampf neigt sich dem Ende entgegen&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-21687","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21687"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21687\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}