{"id":21690,"date":"2017-10-23T22:00:00","date_gmt":"2017-10-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/10\/23\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-tortilla-madrilena-oder-crema-catalana\/"},"modified":"2017-10-23T22:00:00","modified_gmt":"2017-10-23T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-tortilla-madrilena-oder-crema-catalana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-tortilla-madrilena-oder-crema-catalana\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Tortilla Madrile\u00f1a oder Crema Catalana ?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tortilla Madrile\u00f1a oder Crema Catalana? <\/strong>In den n\u00e4chsten Tagen und Wochen d\u00fcrfte sich entscheiden, wie es in Spanien weitergeht, eher herb oder eher s\u00fc\u00df&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn die Auseinandersetzung zwischen der katalanischen Regionalregierung unter Carles Puigdemont und der Zentrale in Madrid, in welcher Premier Mariano Rajoy eine harte Gangart vorgibt, hat sich zuletzt deutlich versch\u00e4rft. Am Freitag wird vermutlich der Senat, in dem Rajoys Partido Popular (PP) eine Mehrheit hat, die am vergangenen Samstag von der Zentralregierung beschlossene Entmachtung der katalanischen Exekutive formell absegnen. Damit \u00fcbernimmt Madrid die Kontrolle in der wohlhabenden Region im Nordosten der iberischen Halbinsel. Demonstrationen in Barcelona am letzten Wochenende, an denen fast eine halbe Million Menschen teilnahmen, lassen aber vermuten, dass sich die katalanischen Autonomiebef\u00fcrworter nicht widerstandslos in diese neue Realit\u00e4t f\u00fcgen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzm\u00e4rkte haben zwar bisher relativ mild auf die Verh\u00e4rtung der Fronten reagiert, aber das k\u00f6nnte sich bald \u00e4ndern, zumindest tempor\u00e4r. Bis dato gab es keinen offensichtlichen Einbruch spanischer Risikoaktiva, aber bei genauerem Hinsehen zeigen sich erste kleine Risse. So hat der spanische Aktienmarkt \u00fcber das letzte halbe Jahr den gesamteurop\u00e4ischen Markt um rund 5% underperformt, was angesichts des robusten Wachstums der spanischen Volkswirtschaft daf\u00fcrspricht, dass Anleger das zunehmende politische Risiko mehr und mehr eingepreist haben. Auch bei den Zinsabst\u00e4nden hat sich bisher nicht so viel getan wie man angesichts der Bedrohung f\u00fcr die Einheit Spaniens h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen. Um ganze sechs Basispunkte hat sich \u00fcber die letzte Woche der Zehnjahres-Spread gegen\u00fcber der Benchmark ausgeweitet, das liegt im Bereich wei\u00dfen Rauschens. Sollte sich jetzt aber die Situation weiter versch\u00e4rfen, beispielsweise indem Madrid seine harte Linie auch gewaltsam durchsetzt, spricht einiges daf\u00fcr, dass auch die Preise spanischer Finanzaktiva nicht unbeeinflusst bleiben. Dabei rechnen wir mittelfristig mit einer L\u00f6sung, die eher auf Linie von Madrid liegt, schon deshalb, weil die anderen EU-L\u00e4nder kein Interesse daran haben k\u00f6nnen, Puigdemont und Kollegen auch nur den kleinen Finger zu reichen. Und ohne jede Unterst\u00fctzung aus Europa wird auf Sicht auch jedem noch so eingefleischten Verfechter katalanischer Autonomie klarwerden, dass dies ein Kampf auf verlorenem Posten ist. Unterm Strich d\u00fcrfte es also schlechter werden, bevor Besserung ansteht. Grund genug, auf Sicht der n\u00e4chsten Tage und vielleicht Wochen eher einen kleinen Bogen um spanische Finanzanlagen zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Anleger? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil feilt die EZB am Einstieg in den Ausstieg. Im ersten Schritt geht es darum, den Fu\u00df etwas vom Gaspedal zu nehmen, die Summe der monatlich zu kaufenden Anleihen also zu reduzieren. Sollte es zu der momentan vom Markt erwarteten Variante kommen, dann w\u00fcrde die EZB ab Januar die monatlichen K\u00e4ufe halbieren (also von zurzeit 60 auf dann 30 Mrd. reduzieren) und diese halbierten K\u00e4ufe dann noch neun Monate weiterlaufen lassen. Denkbar ist auch eine mehrstufige R\u00fcckf\u00fchrung, etwa zun\u00e4chst auf 40 Mrd. und nach einigen weiteren Monaten dann auf 20 Mrd. etc. Gemeinsam haben aber alle diese Gedankenspiele, dass die EZB keineswegs \u2013 um im Bild zu bleiben &#8211; sofort auf die Bremse steigt, sondern auch in Zukunft die Geldpolitik weiter gelockert wird, wenn auch nicht mehr im gleichen Tempo wie zuvor. In der vom Markt pr\u00e4ferierten Variante \u2013 ab Januar 30 Mrd. \u00fcber weitere neun Monate \u2013 w\u00fcrde die EZB-Bilanz also bis September 2018 um weitere 270 Mrd. Euro wachsen. Echtes Einbremsen sieht anders aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Anleger \u00e4ndert sich also wenig, denn die Zinsen d\u00fcrften in Relation zur guten Makro-Verfassung sehr niedrig, die Gewinne robust bleiben. Und damit spricht auch weiter alles f\u00fcr Aktien. Dass im Vorfeld der anstehenden EZB-Sitzung die \u00fcblichen Warnungen vor Blasenbildung und \u00dcberhitzung durch die Gazetten geisterten, d\u00fcrfte auch inzwischen zum Bild geh\u00f6ren und niemanden mehr um den Schlaf bringen.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tortilla Madrile\u00f1a oder Crema Catalana? 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