{"id":21693,"date":"2017-11-27T23:00:00","date_gmt":"2017-11-27T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/11\/27\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-berlins-bankrotterklaerung\/"},"modified":"2017-11-27T23:00:00","modified_gmt":"2017-11-27T23:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-berlins-bankrotterklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-berlins-bankrotterklaerung\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Berlins Bankrotterkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwie hatte sich uns w\u00e4hrend der Jamaika-Sondierungen ja schon \u00f6fter der Eindruck mangelnder Ernsthaftigkeit aufgedr\u00e4ngt&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie jahrmarktartig die politische Kultur aber inzwischen ist, wurde vollends deutlich angesichts des unw\u00fcrdigen Endes der Gespr\u00e4che. Nach der Vertreibung aus dem karibischen Paradies lecken Union und Gr\u00fcne ihre Wunden, w\u00e4hrend sich Lindners FDP im Shitstorm als standfeste deutsche Eiche verkauft. Es ist bezeichnend, dass das politische Berlin in seiner Verzweiflung alle Hoffnung einmal mehr auf das allerschw\u00e4chste Glied der Kette richtet: die am 24. September auf 20,5% gepr\u00fcgelte SPD. Und es spricht B\u00e4nde \u00fcber den Zustand dieser Partei, wenn ihr Vorsitzender Folgendes sagt: \u201eIch strebe keine Gro\u00dfe Koalition an, ich strebe auch keine Minderheitsregierung an. Ich strebe auch keine Neuwahlen an. Ich streb gar nix an. Was ich anstrebe: dass wir die Wege diskutieren, die die besten sind, um das Leben der Menschen jeden Tag ein St\u00fcck besser zu machen.\u201c Dieses Originalzitat aus Martin Schulz\u2018 Rede vor den Jusos am Freitagabend letzter Woche ist nicht nur ein Eingest\u00e4ndnis der eigenen \u00dcberforderung, sondern auch eine Bankrotterkl\u00e4rung f\u00fcr den politischen Betrieb in Berlin insgesamt. Gut, dass die Finanzm\u00e4rkte sich von derlei Theater nicht beeinflussen lassen. Der DAX legte \u00fcber den Verlauf der letzten Woche um einen halben Prozentpunkt zu, seit Jahresbeginn nun schon fast 14%. Weitere Kursgewinne bis Jahresende sind wahrscheinlich, denn Wirtschaft und Gewinne laufen solide, bei sehr niedrigen Zinsen. Deutschland und seinen Unternehmen geht es gut, nicht wegen, sondern trotz der Politik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Eindruck, im Mittleren Osten bahne sich ein Krieg an, t\u00e4uscht. Er ist n\u00e4mlich schon da. Im Jemen liefern sich die Regionalm\u00e4chte Saudi-Arabien und Iran einen blutigen Stellvertreterkrieg. Mit der Ernennung des 32-j\u00e4hrigen Mohamed bin Salman (\u201eMbS\u201c) zum saudischen Kronprinzen im Juli und dessen Palastrevolution kaum drei Monate sp\u00e4ter scheint sich die Konfrontation zu versch\u00e4rfen. Derweil nutzt der Iran unter dem umtriebigen geistigen F\u00fchrer Ali Khamenei die Schw\u00e4che der \u201efailed states\u201c Irak und Syrien aus, um seinen Einfluss auszuweiten. Vom Persischen Golf reicht dieser nun bis zum Mittelmeer, wobei die Landbr\u00fccke zur Hisbollah im Libanon besonders f\u00fcr Israel bedrohlich wirken d\u00fcrfte. Kein Wunder also, dass es zuletzt zu einer bemerkenswerten Ann\u00e4herung zwischen dem j\u00fcdischen Staat und dem konservativ-islamischen Regime in Riad gekommen ist. Der gemeinsame Erzfeind macht\u2019s m\u00f6glich. Allerdings sind die bisherigen Versuche des jungen Kronprinzen, die Expansion Irans einzud\u00e4mmen, eher durchwachsen gewesen, denn weder die geplante Isolierung Katars noch die angestrebte Entmachtung des hisbollahfreundlichen libanesischen Premiers Saad Hariri erwiesen sich als erfolgreich. Angesichts der Tatsache, dass mit Saudi-Arabien der weltweit gr\u00f6\u00dfte \u00d6lproduzent im Auge des Sturmes steht, ist es kein Wunder, dass der \u00d6lpreis sich beharrlich oberhalb von 60 Dollar pro Fass h\u00e4lt. Wir gehen nicht davon aus, dass sich dies kurzfristig \u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Anleger?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Woche stehen frische Inflationszahlen f\u00fcr den zu Ende gehenden November an. In Europa wird ein Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex von 1,6 auf 1,8% erwartet, die Kerninflationsrate sollte sich wieder von 0,9 auf 1,1% erholen. Besonders letzteres halten wir f\u00fcr wichtig, denn bekanntlich spielt die 1%-Schwelle bei der Kerninflationsrate f\u00fcr die EZB eine wichtige Rolle. Sollten die Daten wie erwartet hereinkommen, gehen wir davon aus, dass die EZB auf ihrer n\u00e4chsten Ratssitzung am 14. Dezember beim angek\u00fcndigten Kurs bleibt. Andernfalls k\u00f6nnte Mario Draghi die Rhetorik etwas softer gestalten, vor allem was den Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm betrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen ist ein Zinsschritt der Fed f\u00fcr den 13. Dezember zu 93% in den Fed Funds Futures eingepreist. Daran d\u00fcrfte auch ein weiterer entt\u00e4uschend niedriger Wert f\u00fcr den Kerndeflator der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben (\u201ecore PCE\u201c) wenig \u00e4ndern, dessen Novemberausgabe am Donnerstag herauskommt und der im Oktober mit nur 1,3% weiterhin erstaunlich niedrig war. Eine weiter vorsichtig die Zinsen normalisierende Fed und eine die Anleihek\u00e4ufe drosselnde EZB bilden also den Hintergrund f\u00fcr die Kapitalm\u00e4rkte um den Jahreswechsel herum. F\u00fcr Anleger bedeutet dies, dass die Kombination aus solidem Makrowachstum und sprudelnden Unternehmensgewinnen einerseits, bei niedrigen Zinsen andererseits, vorerst erhalten bleibt. Weiteren Kurszuw\u00e4chsen bei Aktien steht also mit Blick auf das Jahresende au\u00dfer der l\u00e4stigen Politik wenig entgegen.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwie hatte sich uns w\u00e4hrend der Jamaika-Sondierungen ja schon \u00f6fter der Eindruck mangelnder Ernsthaftigkeit aufgedr\u00e4ngt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-21693","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21693\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}