{"id":21694,"date":"2017-12-05T23:00:00","date_gmt":"2017-12-05T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/12\/05\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-checks-and-balances-im-stresstest\/"},"modified":"2017-12-05T23:00:00","modified_gmt":"2017-12-05T23:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-checks-and-balances-im-stresstest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-checks-and-balances-im-stresstest\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Checks and Balances im Stresstest"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Aktienanleger hoffen dieser Tage auf das gro\u00dfe Steuergeschenk f\u00fcr US-Unternehmen, gleichzeitig f\u00fcrchten sie politische Unsicherheit in Folge der Russland-Ermittlungen des Sonderermittlers Robert Mueller&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Ambivalenz des Kapitalmarktblicks auf diese beiden Ereignisse \u2013 Ende letzter Woche verlor der DAX 1,3% wegen der Russlandaff\u00e4re, zum Wochenstart holte er dies mit Blick auf die Steuerreform wieder auf \u2013 l\u00e4sst sich auch als Stresstest f\u00fcr die Grundfeste der amerikanischen Demokratie lesen, die sogenannten \u201aChecks and Balances\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Wahl Donald Trumps zum 45. Pr\u00e4sidenten der USA beruhigten sich viele, die es nicht glauben mochten, mit der vermeintlichen St\u00e4rke der amerikanischen Institutionen. Die Checks and Balances, so hie\u00df es, w\u00fcrden auch mit diesem ungew\u00f6hnlichen Pr\u00e4sidenten fertig werden. Nun aber scheint dieses Vertrauen einem harten Test unterzogen zu werden. Denn der Kongress, der als Legislative das nat\u00fcrliche Korrektiv des als Exekutive fungierenden Wei\u00dfen Hauses bildet, ist drauf und dran, aus reinem Opportunismus eine \u00f6konomisch unsinnige, gesellschaftlich sogar potentiell verheerende Steuerreform durchzuwinken. Statt dem irrlichternden Pr\u00e4sidenten Einhalt zu gebieten, scheinen sich die Republikaner in beiden Kammern, also Repr\u00e4sentantenhaus und Senat, stillschweigend darauf zu einigen, dass allein Unterst\u00fctzung f\u00fcr den ungeliebten Pr\u00e4sidenten ihnen die Chance erh\u00e4lt, nach den Mid-Term-Wahlen im November ihre Posten zu behalten. Daf\u00fcr nimmt man in Kauf, wider besseres Wissen die sozialen Abgr\u00fcnde im Land dramatisch zu vertiefen. Allein Trump und sein Clan d\u00fcrften durch die Reform rund eine Milliarde Dollar an Steuern sparen. Der ehrw\u00fcrdige Capitol Hill verkommt zum Selbstbedienungsladen, das Vertrauen in Amerikas Demokratie schwindet zusehends.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Wunder, dass sich deshalb viele Hoffnungen auf Robert Mueller richten, den ehemaligen FBI-Chef und Sonderermittler in der Russland-Aff\u00e4re. Die USA werden oft als von Juristen dominiertes Land gesehen, und in der Tat scheint die Judikative, die dritte Instanz in der demokratischen Gewaltenteilung, der einzig verbleibende Gegner zu sein, den Trump noch f\u00fcrchten muss. Sollte allerdings auch Mueller an der Trump\u2019schen Verwirrungsstrategie aus verbalen Nebelkerzen, L\u00fcgen und Verleumdungen abprallen, was m\u00f6glich, vielleicht sogar wahrscheinlich ist, d\u00fcrfte Trumps Wiederwahl im Jahr 2020 kaum noch aufzuhalten sein. Und selbst f\u00fcr den Fall, dass die Ermittlungen weitergehen und dem Pr\u00e4sidentenclan Verfehlungen nachweisen sollten, wird es wohl kaum zu einem Impeachment kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Deutschland mit dem Finger auf die Absurdit\u00e4ten der US-Politik zu zeigen verbietet sich allerdings, mit Blick auf das Possenspiel der gescheiterten Jamaika-Sondierungen inklusive entsprechender Folgen. Schlie\u00dflich scheint auch hierzulande die Regierungsbildung auf die Suche nach dem geringsten \u00dcbel hinauszulaufen. Zurzeit deutet, obwohl die Widerst\u00e4nde innerhalb der SPD nicht untersch\u00e4tzt werden sollten, wohl etwas mehr auf die Bildung einer erneuten Gro\u00dfen Koalition hin. Der SPDParteitag in dieser Woche d\u00fcrfte mehr Aufschluss bringen. Nimmt man die Jahre 2005-09 und 2013-17 als Blaupausen, l\u00e4sst sich vermuten, dass ein weiteres schwarz-rotes B\u00fcndnis auch in den kommenden vier Jahren wenig Gutes f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit Deutschlands verhei\u00dfen w\u00fcrde. Die Alternative allerdings, eine vielleicht sogar von der CDU\/CSU allein gef\u00fchrte Minderheitsregierung, in der sich Merkel &amp; Co. dann von Projekt zu Projekt die zur Mehrheit fehlenden 109 Stimmen im Bundestag bei wechselnden Partnern suchen, w\u00e4re eine in der Bundesrepublik nie praktizierte Variante. Entsprechend wird sie auch von kaum jemandem wirklich angestrebt und in Umfragen von den meisten W\u00e4hlern abgelehnt. Bleiben Neuwahlen als einziger Ausweg, eine demokratische Bankrotterkl\u00e4rung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Anleger? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gute Nachricht lautet, dass Finanzm\u00e4rkte sich \u00fcblicherweise von derlei politischen Wirren unbeeindruckt zeigen und sich auf das fundamental Messbare konzentrieren. Steuersenkung in den USA? Toll, gut f\u00fcr die Aktienkurse. Schwerf\u00e4llige Regierungsbildung in der viertgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt? Macht nichts, die M\u00e4rkte laufen auch so hervorragend. Bleibt nur zu hoffen, dass au\u00dfer den Unternehmensgewinnen auch die zweite Komponente steigender Aktienkurse, n\u00e4mlich die Zinsen, im Zaum gehalten werden. Hierf\u00fcr haben schwache Inflationsdaten letzte Woche einmal mehr die Basis bereitet. In Europa blieb im November die Kerninflationsrate mit 0,9% erschreckend schwach, und auch in den USA erholte sich die Kernrate des Konsumdeflators lediglich moderat auf 1,4%. Weder diesseits noch jenseits des Atlantiks besteht also Grund f\u00fcr die Zentralbanken, die Partylaune an den Aktienm\u00e4rkten zum Jahresende allzu sehr zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktienanleger hoffen dieser Tage auf das gro\u00dfe Steuergeschenk f\u00fcr US-Unternehmen, gleichzeitig f\u00fcrchten sie politische Unsicherheit in Folge der Russland-Ermittlungen des Sonderermittlers Robert Mueller&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-21694","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21694"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21694\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}