{"id":21700,"date":"2018-02-13T08:00:00","date_gmt":"2018-02-13T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2018\/02\/13\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-wo-ist-das-neue-normale-risiko\/"},"modified":"2018-02-13T08:00:00","modified_gmt":"2018-02-13T08:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-wo-ist-das-neue-normale-risiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-wo-ist-das-neue-normale-risiko\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte : Wo ist das neue \u201enormale\u201c Risiko?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten zwei Wochen f\u00fchlten sich f\u00fcr viele Anleger an wie die Vertreibung aus dem Paradies&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst zeigten sich Marktteilnehmer nerv\u00f6s mit Blick auf schneller als erwartet steigende Zinsen, dann explodierte f\u00f6rmlich der Preis f\u00fcr Volatilit\u00e4t, letzteres vielfach verst\u00e4rkt durch den Kollaps von gehebelten Handelsstrategien, die auf ebendiesen Schwankungen basieren. Im Ergebnis schoss der VIX \u2013 und in der Folge auch andere Volatilit\u00e4tsma\u00dfe \u2013 exorbitant in die H\u00f6he, viel mehr als dies die Korrektur der entsprechenden Aktienpreise nahelegen w\u00fcrde. Die Konsequenz war, dass quantitativ gesteuerte Portfolien, welche nun optisch viel zu viel Risiko auswiesen, dieses Risiko automatisch abverkauften, mit dem Ergebnis eines weiteren Kursrutsches bei Aktien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnell waren beruhigende Kommentare zur Hand, die unisono auf das unver\u00e4ndert positive MakroUmfeld verwiesen. Auch wir vertreten die Ansicht, dass die Kombination aus weltweit starkem Wachstum, nur langsam zur\u00fcckkommender Inflation und soliden Unternehmensgewinnen weiterhin die Gr\u00fcnde f\u00fcr \u201erisk-on\u201c bei weitem \u00fcberwiegen l\u00e4sst. Dennoch d\u00fcrfte die Volatilit\u00e4t kaum auf das alte Ma\u00df \u2013 sowohl VIX als auch VSTOXX stehen am Anfang dieser Woche noch auf mehr als dem doppelten Niveau im Vergleich zum Jahresanfang \u2013 zur\u00fcckgehen. Der Markt ist auf der Suche nach dem neuen Gleichgewicht, dem neuen \u201enormalen\u201c Risiko. \u00dcblicherweise dauern derartige Prozesse l\u00e4nger als nur ein paar Tage. Es ist also durchaus m\u00f6glich, sogar wahrscheinlich, dass die Aktienkurse auf Sicht st\u00e4rker schwanken als vor dem 5. Februar. Und wo immer sich das neue, f\u00fcr normal befundene Risiko einpendelt, es d\u00fcrfte h\u00f6her sein als im Durchschnitt des letzten Jahres.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Suche nach einem Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Zins\u00e4ngste und den dramatischen Volatilit\u00e4tsausbruch sto\u00dfen wir schnell auf die Steuerreform in den USA. Einerseits k\u00f6nnten die stark gesenkten Unternehmenssteuern das Wachstum beschleunigen und damit die ohnehin oberhalb ihres Potentials wachsende US-Wirtschaft an den Rand der \u00dcberhitzung treiben. Damit einher geht die Bef\u00fcrchtung, die Inflation k\u00f6nne nun schneller steigen als bisher erwartet, was eventuell eine radikaler einbremsende Fed zur Folge h\u00e4tte. Die im Januar auf 2,9% Jahresrate gestiegenen L\u00f6hne waren eines der Warnzeichen, welche die M\u00e4rkte in der vorvergangenen Woche auf Korrekturkurs zwangen. Und schlie\u00dflich steht zu bef\u00fcrchten, dass die Steuersenkungen sich keineswegs, wie von der TrumpAdministration versprochen, durch st\u00e4rkeres Wachstum selbst finanzieren werden, sondern das Schatzamt vielmehr auf Sicht zu verst\u00e4rkter Emission von Schuldtiteln gezwungen wird, mit der Folge st\u00e4rkerer Zinssteigerungen als bisher angenommen. Der neuerliche Shut-down der letzten Woche sowie der am Ende beschlossene neue Haushalt, der eine umfangreiche Neuverschuldung vorsieht, deuten an, dass diese Sorgen nicht v\u00f6llig unbegr\u00fcndet sein d\u00fcrften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Anleger? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend also die M\u00e4rkte auf der Suche nach dem neuen normalen Risiko weiter schwanken und eine fragw\u00fcrdige US-Steuerreform daf\u00fcr gute Gr\u00fcnde liefert, tr\u00e4gt auch das politische Umfeld in Deutschland keineswegs zur Beruhigung der Gem\u00fcter bei. Dies ist vor allem bemerkenswert, gerade weil sich die Risikowahrnehmung ver\u00e4ndert hat. H\u00e4tte es vor wenigen Wochen die M\u00e4rkte noch unbeeindruckt gelassen, wenn Deutschland monatelang keine Regierung hat und sich die SPD auf dem Weg dorthin geradezu mit Wonne selbst zerlegt, so gilt dies nicht mehr zwingend f\u00fcr die neue Welt der Risikowahrnehmung, in der wir uns seit dem 5. Februar befinden. Und so d\u00fcrfte das Trauerspiel um die deutsche Politik die M\u00e4rkte st\u00e4rker beeinflussen als dies noch vor wenigen Tagen denkbar gewesen w\u00e4re. Am extremen Ende des Spektrums steht ein Nein der SPD-Mitglieder bei der Abstimmung \u00fcber den Koalitionsvertrag, ein Szenario, das vermutlich durch den unw\u00fcrdigen Abgang von Martin Schulz nicht unwahrscheinlicher geworden ist \u2013 obwohl genau dies erkl\u00e4rte Absicht des Ex-Hoffungstr\u00e4gers war. Mit einem Nein w\u00fcrden die SPD-Mitglieder aber nicht nur die GroKo verhindern, sondern vermutlich auch ihre komplette Parteif\u00fchrung \u2013 inklusive der designierten Vorsitzenden Andrea Nahles \u2013 abr\u00e4umen und dar\u00fcber hinaus das Land in das Wagnis von Neuwahlen st\u00fcrzen. Gut m\u00f6glich, dass dann auch die bei der CDU bisher gesetzte Kanzlerin ein Einsehen h\u00e4tte und nicht noch einmal antreten w\u00fcrde. Das h\u00e4tte dann Folgen f\u00fcr Europa, also weit \u00fcber die SPD und die Grenzen Deutschlands hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gute Nachricht ist, dass ein solches Nein eher unwahrscheinlich ist, Stand heute. Sollte aber die Entt\u00e4uschung vieler SPD-Mitglieder \u00fcber den Zustand ihrer Partei noch zunehmen, st\u00fcnde ein Ja zum Koalitionsvertrag immer mehr in Frage. F\u00fcr die um Stabilisierung bem\u00fchten Risikom\u00e4rkte \u2013 inklusive der s\u00fcdeurop\u00e4ischen Zinsaufschl\u00e4ge &#8211; w\u00e4ren das mit Blick auf den 4. M\u00e4rz (SPD-Votum und Wahl in Italien) beunruhigende Entwicklungen.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten zwei Wochen f\u00fchlten sich f\u00fcr viele Anleger an wie die Vertreibung aus dem Paradies&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5133,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-21700","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21700\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}