{"id":21703,"date":"2020-01-21T15:43:09","date_gmt":"2020-01-21T14:43:09","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=5442"},"modified":"2020-01-21T15:43:09","modified_gmt":"2020-01-21T14:43:09","slug":"blackrock-europa-im-us-china-sandwich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-europa-im-us-china-sandwich\/","title":{"rendered":"BlackRock : Europa im US-China-Sandwich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das neue Jahrzehnt hat mit bemerkenswert entspannten Finanzm\u00e4rkten begonnen, und das in der vergangenen Woche unterzeichnete \u201ePhase 1\u201c-Abkommen zwischen den USA und China scheint den Optimismus zu rechtfertigen. &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allein \u00fcber den Verlauf der zweiten vollen Handelswoche legten amerikanische Aktien um rund 2% zu, europ\u00e4ische um 0,7%, die Volatilit\u00e4t ist auf beiden Seiten des Atlantik sehr niedrig, und auch andere Risikoma\u00dfe wie Goldpreis und Anleihe-Spreads suggerieren eine risikogeneigte Grundhaltung seitens der meisten Investoren. Auch wir sind grunds\u00e4tzlich positiv gestimmt. Dennoch erscheint es sinnvoll, vor zu viel Optimismus zu warnen. Gerade aus europ\u00e4ischer Sicht k\u00f6nnte 2020 wieder einmal ein herausforderndes Jahr werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Grund Nummer eins hierf\u00fcr ist der Welthandel. Zwar d\u00fcrfte das Abkommen zwischen den USA und China generell positiv wirken und mit dem Umweg \u00fcber verschiedenste Wertsch\u00f6pfungsketten auch europ\u00e4ischen Unternehmen guttun.<\/strong> An so mancher Stelle wird der Deal aber vermutlich auch f\u00fcr Stirnrunzeln bei europ\u00e4ischen CEOs f\u00fchren. Denn allein die chinesische Zusage, \u00fcber die n\u00e4chsten zwei Jahre amerikanische Industrieg\u00fcter im Wert von 80 Mrd. US-Dollar zu beziehen, wird vermutlich zu einer Verdr\u00e4ngung europ\u00e4ischer Produkte f\u00fchren. Insofern ist es zwar richtig, einen positiven Effekt des Handelsabkommens f\u00fcr Europa und seine Unternehmen zu unterstellen. Aber in solchen Industrien, in denen US-Hersteller wettbewerbsf\u00e4hig sind, k\u00f6nnten Verdr\u00e4ngungseffekte den positiven Volumeneffekt \u00fcber die Wertsch\u00f6pfungsketten konterkarieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dazu kommt, dass Europa weiterhin seine ganz eigenen Baustellen pflegt.<\/strong> Im Dezember waren der Wahlsieg Boris Johnsons und die Verabschiedung des Brexit-Deals durch das Unterhaus mit einer gewissen erm\u00fcdeten Erleichterung zur Kenntnis genommen worden. Dies keineswegs, weil nun pl\u00f6tzlich alle den britischen Premier f\u00fcr einen ehrenwerten Mann oder den Brexit f\u00fcr eine gute Idee halten, sondern schlicht der Tatsache geschuldet, dass man das Elend nicht mehr mit ansehen konnte. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Dass aber genau dieses abzusehende Ende sehr wohl noch eines mit Schrecken werden kann, scheinen viele Marktteilnehmer verdr\u00e4ngt zu haben. So wird sich n\u00e4mlich nach dem EU-Austritt Gro\u00dfbritanniens zum 31. Januar zun\u00e4chst gar nichts \u00e4ndern, weil das Land dann in eine noch bis Jahresende w\u00e4hrende \u00dcbergangsfrist eintreten wird. Diese Frist war im Austrittsvertrag einst als (damals schon viel zu kurzer) Zweijahreszeitraum f\u00fcr die Aushandlung eines Freihandelsabkommens geplant gewesen, ist seitdem durch den mehrmals verschobenen Austritt aber auf gerade mal elf Monate zusammengeschrumpft. Wenn es nun bis Ende dieses Jahres kein solches Abkommen gibt, kommt es doch noch zum harten Brexit. Die britische Regierung strotzt vor Optimismus und sieht sich in einer gro\u00dfartigen Verhandlungsposition, Boris Johnson hat deshalb eine Verl\u00e4ngerung des \u00dcbergangszeitraumes, die er bis zum 1. Juli beantragen m\u00fcsste, kategorisch ausgeschlossen. N\u00fcchtern betrachtet erscheinen aber bestenfalls Eckpunkte eines Freihandelsabkommens \u2013 alternativ dazu ein sehr rudiment\u00e4rer Deal \u2013 bis Jahresende realistisch. Folglich ist es aus unserer Sicht wahrscheinlich, dass Unsicherheiten um Sterling-Anlagen ab Mitte des Jahres wieder aufflammen.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet <\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Woche stehen vor allem die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr Europa auf der Liste der wichtigsten Makrozahlen. Der Konsensus der Marktteilnehmer erwartet eine leichte Verbesserung auf Werte um 51 f\u00fcr Deutschland und die Eurozone. Das deutet auf schwaches, aber positives Wachstum hin. Dar\u00fcber hinaus steht die EZB im Fokus, aber der Markt geht nicht davon aus, dass der Zentralbankrat um Christine Lagarde an der Zinsschraube dreht oder die Parameter des Anleihekaufprogrammes ver\u00e4ndert. Eher schon k\u00f6nnte es in der Pressekonferenz Hinweise darauf geben, in welche Richtung der von Lagarde angek\u00fcndigte \u201eStrategic Review\u201c geht, ob die EZB also auch umstrittene Gr\u00f6\u00dfen wie das Inflationsziel oder die Negativzinsen auf den Pr\u00fcfstand stellt. Alles, was der Zentralbank zus\u00e4tzliche Glaubw\u00fcrdigkeit, idealerweise sogar zus\u00e4tzliche Handlungsoptionen verschafft, d\u00fcrfte von Marktteilnehmern mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Jahrzehnt hat mit bemerkenswert entspannten Finanzm\u00e4rkten begonnen, und das in der vergangenen Woche unterzeichnete \u201ePhase 1\u201c-Abkommen zwischen den USA und China scheint den Optimismus zu rechtfertigen. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5444,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21703","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21703","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21703"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21703\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21703"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21703"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21703"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}