{"id":21712,"date":"2020-03-03T12:41:23","date_gmt":"2020-03-03T11:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6658"},"modified":"2020-03-03T12:41:23","modified_gmt":"2020-03-03T11:41:23","slug":"blackrock-schwarze-schwaene-heisse-kartoffeln-und-fallende-messer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-schwarze-schwaene-heisse-kartoffeln-und-fallende-messer\/","title":{"rendered":"BlackRock : Schwarze Schw\u00e4ne, hei\u00dfe Kartoffeln und fallende Messer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Die nackte Angst geht um an den Finanzm\u00e4rkten! Globale Aktien verzeichneten mit einem Minus von 10,9 Prozent bis Freitag die schw\u00e4rzeste Woche seit der Finanzkrise im Jahr 2008.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erkenntnis, dass eine Corona-Pandemie h\u00f6chstwahrscheinlich nicht mehr aufzuhalten ist und einen aus heutiger Sicht v\u00f6llig unkalkulierbaren aber voraussichtlich hohen wirtschaftlichen Schaden anrichten wird, macht Aktien zurzeit zu hei\u00dfen Kartoffeln, die niemand festhalten m\u00f6chte. Insbesondere kurzfristig d\u00fcrfte die wirtschaftliche Aktivit\u00e4t rund um den Globus deutlich einbrechen, sodass zahlreiche L\u00e4nder und Regionen in eine technische Rezession abdriften werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aus heutiger Sicht wird dies wohl aber keine klassische Rezession sein, die das Ende des langen Aufschwungs, den wir in den letzten Jahren erlebt haben, markiert<\/strong>. Vielmehr ist ab dem Zeitpunkt, ab dem sich der Erreger auf dem R\u00fcckzug befindet, mit einem starken Aufholeffekt zu rechnen. Wenngleich die Corona-Krise letztlich also nicht der gef\u00fcrchtete schwarze Schwan sein sollte, d\u00fcrfte die Weltwirtschaft nach der Eind\u00e4mmung der Pandemie dennoch auf einem (noch) flacheren Wachstumspfad unterwegs sein als zuvor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftspolitische Interventionen, die eine harte Landung der Wirtschaft verhindern sollen, werden angesichts des Ernsts der Lage immer wahrscheinlicher.<\/strong> In Deutschland zeigt sich die Bundesregierung grunds\u00e4tzlich zu Hilfen bereit, etwa, um kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen, die aufgrund der aktuellen Lage in existenzbedrohende Liquidit\u00e4tsengp\u00e4sse geraten, gerade wenn die Krise l\u00e4nger andauern sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Da es sich bei dem Virus in erster Linie um einen Angebotsschock mit besch\u00e4digten Wertsch\u00f6pfungsketten und erst nachgelagert um einen Nachfrageschock handelt,<\/strong> ist das \u00f6konomische Krisenmanagement aus Sicht der Regierungen jedoch alles andere als trivial. Gleiches gilt f\u00fcr die Zentralbanken. Geldpolitik ist ein eher stumpfes Schwert, wenn es um die Bek\u00e4mpfung von Angebotsschw\u00e4chen geht, die etwa deshalb entstehen, weil sich Arbeitnehmer in Quarant\u00e4ne befinden. Unter anderem deshalb sieht EZB-Chefin Lagarde die EZB noch nicht unter Zugzwang. Je l\u00e4nger der Corona-Schock jedoch andauert und je schwieriger die Refinanzierungsbedingungen der Unternehmen werden, desto schlechter wird die Stimmung und desto nachhaltiger wird auch der Schaden auf der Nachfrageseite der Eurozone sein \u2013 und umso eher wird die EZB ernsthafter \u00fcber Lockerungsma\u00dfnahmen nachdenken. Die US-Notenbank sieht sich dieser Tage bereits mit Markterwartungen konfrontiert, die von drei weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr ausgehen. Mitte M\u00e4rz entscheiden beide Zentralbanken \u00fcber \u00c4nderungen des geldpolitischen Setups \u2013 unwahrscheinlich, dass sie das Virus g\u00e4nzlich kalt lassen wird. In den USA d\u00fcrfte sogar bereits eine Zinssenkung erfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sollten wir nochmal so eine Woche wie die vergangene erleben, sind sogar konzertierte Aktionen der gro\u00dfen Notenbanken und Regierungen denkbar.<\/strong> Wobei eines klar sein d\u00fcrfte: Da der Spielraum der Notenbanken letztlich beschr\u00e4nkt ist, wird dieses Mal die Fiskalpolitik die Schwerstarbeit bei der Bek\u00e4mpfung der Krise leisten m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In China, wo die Zahl der Neuinfektionen angeblich deutlich zur\u00fcckgeht, hat Pr\u00e4sident Xi derweil eine klare strategische Entscheidung zugunsten der Wirtschaft getroffen \u2013 eine Verz\u00f6gerung bei der weiteren Eind\u00e4mmung des und ein Leben mit dem Virus wird dadurch in Kauf genommen und ebenso die Gefahr einer zweiten Corona-Welle. Die Logik hinter diesem Schritt: Eine kollabierende Wirtschaft in China h\u00e4tte wohl weitaus verheerendere Folgen als der Virus. Peking weist unter anderem daher Banken an, Unternehmen unbegrenzt Liquidit\u00e4t zur Verf\u00fcgung zu stellen und incentiviert Arbeitnehmer, an ihren Arbeitsplatz zur\u00fcckzukehren. In der demokratischen westlichen Welt werden aller Voraussicht nach sowohl die wirtschaftspolitischen Feuerwehrma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Krise als auch die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Erregers weniger dynamisch, drastisch und drakonisch ausfallen als im autorit\u00e4r gelenkten China \u2013 und demnach werden sie wohl auch weniger effizient sein. Zumindest in Sachen Corona-Krise geht aus dem Kampf der Systeme China wahrscheinlich als Sieger hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wahrscheinlich ist auch, dass Bernie Sanders die Nominierung als demokratischer Pr\u00e4sidentschaftskandidat kaum noch zu nehmen ist, und das, obwohl er bei den Vorwahlen in South Carolina gegen\u00fcber Joe Biden das Nachsehen hatte.<\/strong> Das von Biden gewonnene Momentum und der R\u00fcckzug des Kandidaten Buttigieg werden am heutigen Super Tuesday, an dem 34 Prozent der Delegiertenstimmen vergeben werden, kaum ausreichen, um ein Davonziehen von Sanders zu verhindern. Die Vorwahlen in South Carolina haben einmal mehr best\u00e4tigt, dass es nur eine W\u00e4hlergruppe gibt, die Sanders noch zu Fall bringen k\u00f6nnte: die Afroamerikaner. Allerdings sind Sanders Zustimmungswerte auch innerhalb dieser Gruppe in den letzten Monaten gestiegen. Die gr\u00f6\u00dften Sorgen d\u00fcrfte Sanders ein Szenario bereiten, in dem er bis zum Nominierungsparteitag im Juli nicht auf eine absolute Mehrheit der Delegierten kommt und in dem es letztlich zur einer \u201ebrokered convention\u201c, also einer Verhandlung \u00fcber den demokratischen Kandidaten kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte Sanders heute dennoch einen gro\u00dfen Schritt in Richtung Normierung machen, wird dies sicher nicht zur Beruhigung in der US-Wirtschaft beitragen. Die Hoffnung, dass sich nach dem \u201ePhase One Deal\u201c zwischen den USA und China ein Fenster bis zur US-Wahl auftut, in dem die Unternehmen unter relativer Sicherheit investieren und f\u00fcr die Zukunft planen k\u00f6nnen, d\u00fcrfte durch das Virus und den Siegeszug von Sanders j\u00e4h zu Nichte gemacht worden sein.<\/p>\n<h6><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Navigieren von Portfolios ist an Tagen und Wochen wie diesen alles andere als leicht \u2013 nun, da die Wachstumsprognosen und Gewinnerwartungen der Unternehmen f\u00fcr das Jahr 2019 pulverisiert sind. Selbst, wenn es den von uns erwarteten Rebound bei der wirtschaftlichen Aktivit\u00e4t geben wird, ist jetzt wohl noch nicht der Zeitpunkt erreicht, wo die Schw\u00e4che des Marktes gekauft werden sollte. Erfahrungsgem\u00e4\u00df entwickeln sich heftige Ausverk\u00e4ufe an den M\u00e4rkten in Wellen. Und das Schlimmste scheint noch nicht \u00fcberstanden, da wir erst in den n\u00e4chsten Wochen eine erste Ahnung der Auswirkung der Krise in den Daten sehen werden. Der Absturz des chinesischen Einkaufsmanagerindex von 53 auf 28 Punkte gab bereits einen Vorgeschmack auf die Art Einbruch, die uns bei Wirtschaftsdaten auch hier in Europa bevorstehen k\u00f6nnte. Der Nachrichtenfluss rund um den Corona-Virus d\u00fcrfte entsprechend noch einige Zeit recht negativ bleiben, was wiederum f\u00fcr anhaltende Zur\u00fcckhaltung unter den Anlegern spricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dennoch zeigen Erfahrungen aus der Vergangenheit, das Schocks wie der, den wir gerade erleben, oft gute Gelegenheiten darstellten, um gezielt Positionen aufzustocken, da in panik\u00e4hnlichen Ausverk\u00e4ufen h\u00e4ufig Unternehmen zu Unrecht \u00fcber einen Kamm geschoren werden.<\/strong> Wir halten es nach wie vor f\u00fcr m\u00f6glich, dass das Kapitalmarktjahr 2020 noch ein vers\u00f6hnliches Ende nehmen kann und dass sich die Erholung nach dem Virus sowohl in der Realwirtschaft als auch an den M\u00e4rkten durchaus rasch vollziehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Die nackte Angst geht um an den Finanzm\u00e4rkten! 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