{"id":21713,"date":"2020-03-10T09:41:23","date_gmt":"2020-03-10T08:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6721"},"modified":"2020-03-10T09:41:23","modified_gmt":"2020-03-10T08:41:23","slug":"blackrock-stochern-im-corona-nebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-stochern-im-corona-nebel\/","title":{"rendered":"BlackRock : Stochern im Corona-Nebel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Nach einer weiteren Woche starker Risikoaversion er\u00f6ffneten die Aktienm\u00e4rkte auch am gestrigen Montag tief im Minus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich  und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausl\u00f6ser war nat\u00fcrlich die Angst vor den Folgen einer globalen CoronavirusPandemie, speziell aber wohl die massiven Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen in Italien in Kombination mit dem drastischen Verfall des \u00d6lpreises, der als m\u00f6gliches Signal f\u00fcr eine weltweite Rezession gelesen wird. In Italien mit seinen rund 7.400 Infizierten und 366 Verstorbenen zeigt sich, wie stark ein pl\u00f6tzlicher massiver Ausbruch die Gesundheitsbeh\u00f6rden unter Stress setzen und sehr drastische Gegenma\u00dfnahmen erfordern kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese haben dann schmerzliche wirtschaftliche Folgen, weswegen die italienische Regierung bereits rund 7,5 Mrd. Euro an Unterst\u00fctzung angek\u00fcndigt hat, vor allem um den vielen kleinen und mittleren Unternehmens Norditaliens das \u00dcberleben in Zeiten wirtschaftlichen Stillstands zu erleichtern. Die europ\u00e4ischen Fiskalregeln geben die ausnahmsweise Ausdehnung des Budgetdefizits auf 2,5% des BIP (eine Zahl, die sich als viel zu niedrig erweisen d\u00fcrfte) von den bisher geplanten 2,2% problemlos her, wie auch schon aus Br\u00fcssel verlautete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Treiber des Abverkaufs am Montagmorgen, der Einbruch des \u00d6lpreises, ist dagegen schon eher im Bereich hysterischer \u00dcbertreibung zu verorten. Zwar d\u00fcrfte die Ausbreitung des Coronavirus die Weltwirtschaft an den Rand einer Rezession bringen, immerhin hat die OECD ihre Prognose f\u00fcr das globale Wachstum 2020 bereits um einen halben Prozentpunkt auf 2,4% gesenkt, und das mindert die \u00d6lnachfrage, unbestritten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ausma\u00df des Preisschocks vom Wochenende und Montagmorgen wurde aber wieder einmal durch die politische Uneinigkeit unter den F\u00f6rderl\u00e4ndern getrieben. Denn nachdem sich die OPEC letzte Woche auf F\u00f6rderk\u00fcrzungen von rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag geeinigt hatte, Russland aber eine Mitarbeit verweigerte, beschloss Saudi-Arabien, seine Produktion sogar um \u00fcber eine Million Barrel hochzufahren und somit seinen Marktanteil auszubauen. Der resultierende Einbruch des \u00d6lpreises wurde also nicht durch eine Coronavirus-bedingte Nachfrageschw\u00e4che determiniert, sondern durch Uneinigkeit innerhalb des \u00d6lkartells.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt stochern Finanzmarktteilnehmer im Nebel, was die faire Bepreisung von Risiken betrifft, welche aus der Coronavirus-Krise resultieren. Denn entscheidend daf\u00fcr, wann ein Wiedereinstieg in Risikoanlagen empfehlenswert ist, h\u00e4ngt von Tiefe und Dauer der realen Krisenauswirkungen ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei halten manche die Berichterstattung der Medien f\u00fcr unverantwortlich, die Reaktion der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr hysterisch und die Ma\u00dfnahmen der Regierungen f\u00fcr \u00fcbertrieben. Sie verweisen auf den geringen Anteil schwerer Krankheitsverl\u00e4ufe der Lungenkrankheit Covid-19 und deutlich h\u00f6here Fallzahlen bei der allj\u00e4hrlich wiederkehrenden Influenza-Welle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die eine Abschottung ganzer Regionen analog zu den Beispielen in Norditalien bzw. fr\u00fcher in der chinesischen Provinz Hubei f\u00fcr unausweichlich halten und deshalb glauben, man m\u00fcsse schon heute vom Schlimmsten ausgehen. Was es f\u00fcr die M\u00e4rkte so schwierig zu greifen macht ist, dass vermutlich beide Seiten Recht haben. Diejenigen, die Angst vor dem Virus f\u00fcr eine Massenhysterie halten, \u00fcbersehen allerdings, dass bei der R\u00fcckverfolgung einzelner Ansteckungsf\u00e4lle der Faktor Zeit kritisch ist und Vorsicht allemal angebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen tragen diejenigen, die unter allen Umst\u00e4nden fl\u00e4chendeckende Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen empfehlen, zum Risiko von Panik bei. So ist keineswegs wahrscheinlich, dass \u2013 wie gern von Katastrophenpropheten behauptet \u2013 die Dunkelziffer der Infizierten viel h\u00f6her ist als offiziell angegeben. Zumindest die Zahlen aus China, wo die bisher zahlenst\u00e4rksten Untersuchungen vorliegen, deuten darauf hin, dass anders als bei Influenza-Wellen die Infektionswege meist erkl\u00e4rbar und damit nachverfolgbar sind. Leider gelingt das nur bis zu einem bestimmten Punkt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenig Vertrauen schafft in diesem Zusammenhang die Wirtschaftspolitik. Die Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte verpuffte, der Markt senkte angesichts der wenig \u00fcberzeugenden Kommunikation den Daumen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbermorgen ist die EZB dran und k\u00f6nnte den Fehler wiederholen, etwa durch eine Zinssenkung, die ebenfalls wohl wenig bewirken w\u00fcrde. Stellt die EZB dagegen etwa Kreditfazilit\u00e4ten f\u00fcr Unternehmen bereit, die unter Umsatzausf\u00e4llen leiden, w\u00e4ren derartige Ma\u00dfnahmen positiver zu bewerten, ebenso wie entsprechende Ma\u00dfnahmen auf der fiskalischen Seite. Je zielgerichteter diese wirken, desto besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der un\u00fcbersichtlichen Lage mit Blick auf die Assetklassen haben die Kollegen beim BlackRock Investment Institute (BII) die Gewichtung von Risikoanlagen von \u00dcbergewichten auf neutral heruntergestuft. Die generelle Empfehlung lautet, sich in diesen unsicheren Zeiten Benchmark-nah zu positionieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Nach einer weiteren Woche starker Risikoaversion er\u00f6ffneten die Aktienm\u00e4rkte auch am gestrigen Montag tief im Minus.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5444,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21713","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21713","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21713"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21713\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21713"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}