{"id":21714,"date":"2020-03-17T11:46:45","date_gmt":"2020-03-17T10:46:45","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6763"},"modified":"2020-03-17T11:46:45","modified_gmt":"2020-03-17T10:46:45","slug":"blackrock-zeichen-von-panik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-zeichen-von-panik\/","title":{"rendered":"BlackRock : Zeichen von Panik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Der Beginn dieser Woche f\u00fchlte sich an wie ein Dej\u00e0 Vu. Wieder war am Wochenende die Bedrohung durch das Coronavirus auf bisher unvorstellbare Weise n\u00e4hergekommen und hatte gef\u00fchlt unser aller Leben ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich  und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wieder senkten die Finanzm\u00e4rkte den Daumen \u00fcber die Reaktion der Wirtschaftspolitik. Zuerst hatte die EZB sich am vergangenen Donnerstag bem\u00fcht, die Wogen mit einem eigentlich durchaus sinnvollen Paket zu gl\u00e4tten, n\u00e4mlich weiteren Anleihek\u00e4ufen und vor allem gezielten Kreditlinien f\u00fcr Unternehmen, die infolge der Krise in Schwierigkeiten geraten. Dennoch reagierte der Markt entt\u00e4uscht, vor allem wohl, weil die EZB auf die weithin erwartete Zinssenkung verzichtet hatte. Ob letztere \u00fcberhaupt etwas bewirkt h\u00e4tte, ist dabei ernsthaft zu bezweifeln. \u00c4hnlich erging es jedenfalls der Fed, die Zinssenkungen im Eiltempo und in enormer Gr\u00f6\u00dfenordnung verk\u00fcndete, zun\u00e4chst 50 Basispunkte am 3. M\u00e4rz und dann am vergangenen Wochenende noch einmal 100 Basispunkte, in Kombination mit Anleihek\u00e4ufen im Volumen von 700 Mrd. U.S. Dollar. Auch angesichts dieses nun wirklich massiven Eingreifens blieben Finanzmarktteilnehmer unbeeindruckt. Allein dies spricht schon daf\u00fcr, dass die Coronavirus-Krise anders ist als bisherige tiefe Verwerfungen an den Finanzm\u00e4rkten wie etwa die Finanzkrise 2008\/09 oder der 11. September 2001.<\/p>\n<h6><strong>Was also ist es, das Marktteilnehmer so skeptisch macht?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gro\u00dfe Problem ist, dass weder Tiefe noch zeitliche Erstreckung der Rezession, deren Beginn wir gerade erleben, absehbar ist. China, das die Verbreitung des Coronavirus in der Provinz Hubei sechs Wochen lang vertuschte und erst eingriff, als dramatisch steigende Sterbef\u00e4lle zum PR-Desaster f\u00fcr die kommunistische Partei zu werden drohte, scheint inzwischen die Eskalation der Infektionsf\u00e4lle unter Kontrolle zu haben, meldet aber dramatisch schlechte Makrozahlen f\u00fcr die ersten Monate des Jahres. Die Stilllegung des gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Lebens \u00fcber Wochen schl\u00e4gt sich naturgem\u00e4\u00df in den Statistiken zu Industrieproduktion und Einzelhandel durch, und so lag am Jahresanfang der Output der chinesischen Industrie mehr als 13% unter Vorjahresniveau, die Einzelhandelsums\u00e4tze brachen sogar um \u00fcber 20% ein. Das k\u00f6nnte einen ersten Vorgeschmack geben auf das, was uns f\u00fcr die entsprechenden europ\u00e4ischen Daten ins Haus steht. Immerhin sind inzwischen die dritt- und viertgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Eurozone, Italien und Spanien, de facto stillgelegt, und in der gr\u00f6\u00dften und zweitgr\u00f6\u00dften, Deutschland und Frankreich, hat sich die Aktivit\u00e4t massiv verlangsamt. Man muss kein Schwarzmaler sein, um mit Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Folgen auf einiges gefasst zu sein. Und dabei ist noch nicht einmal von den USA die Rede gewesen, deren Gesundheitssystem auf die vermutlich bald stark steigende Zahl von Sars-CoV-2-Infektionen nicht vorbereitet sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch schwieriger ist die zeitliche Erstreckung zu sch\u00e4tzen. Denn selbst im Fall eines milden Eskalationsszenarios d\u00fcrften die Fallzahlen in den USA, Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien \u2013 um nur einige der gr\u00f6\u00dferen Volkswirtschaften zu nennen \u2013 noch eine ganze Weile steigen, bevor sie zur\u00fcckgehen. Und auch dieses Szenario bleibt nur dann ein mildes, wenn gleichzeitig die drakonischen Ma\u00dfnahmen, die inzwischen in Italien und Spanien ergriffen wurden, zu sinkenden Infektionszahlen f\u00fchren. Realistischerweise k\u00f6nnte dennoch auch in diesem milden Szenario kaum vor einer ernsthaften Besserung vor dem Fr\u00fchsommer gerechnet werden. Die Finanzm\u00e4rkte w\u00fcrden einen gn\u00e4digen Ausgang der Krise sp\u00e4testens dann einzupreisen beginnen, wenn r\u00fcckl\u00e4ufige Fallzahlen glaubhaft absehbar werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Der Beginn dieser Woche f\u00fchlte sich an wie ein Dej\u00e0 Vu. 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