{"id":21715,"date":"2020-03-24T10:33:54","date_gmt":"2020-03-24T09:33:54","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6809"},"modified":"2020-03-24T10:33:54","modified_gmt":"2020-03-24T09:33:54","slug":"blackrock-die-antivirale-bazooka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-die-antivirale-bazooka\/","title":{"rendered":"BlackRock : Die antivirale Bazooka"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Die Coronavirus-Krise ist mit voller Wucht angekommen. In allen Bereichen beginnen Menschen, die neue Realit\u00e4t anzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich  und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Familien reorganisieren ihr Leben, viele Berufst\u00e4tigkeiten wurden ins Home Office verlagert, und mehr oder weniger alle arbeiten diszipliniert am \u201eAbflachen der Kurve\u201c mit. An den Finanzm\u00e4rkten \u00e4u\u00dfert sich das Ankommen in der neuen Wirklichkeit darin, dass der teils konfuse, erratische Handel der letzten Wochen zielgerichteter geworden zu sein scheint. Anleger versuchen, so rational wie m\u00f6glich die alles entscheidende Gleichung mit zwei Unbekannten zu l\u00f6sen, wobei X die Tiefe der Rezession darstellt, und Y die L\u00e4nge. Besonders problematisch dabei ist, dass X und Y eng zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Wirtschaftspolitik hat den Ernst der Lage erkannt. Nachdem schon in den vergangenen Wochen die Zentralbanken mit riesigen Ankaufprogrammen, Zinssenkungen und erleichtertem Zugang zu Liquidit\u00e4t versuchten, das ihre zu tun, hat nun auch die Fiskalpolitik nachgezogen. In den USA h\u00e4ngt ein von der Trump-Regierung geplantes St\u00fctzungsprogramm im Gesamtumfang von 1,2 Billionen US-Dollar derzeit im Kongress fest. Ganz so einfach wollen es die Demokraten dem Pr\u00e4sidenten, den sie am 3. November gern abl\u00f6sen m\u00f6chten, nat\u00fcrlich nicht machen und versuchen daher, dem Paket eine demokratische Handschrift zu geben. Bis es auf den Weg kommt, k\u00f6nnte also noch etwas Zeit vergehen. Zeit, die Donald Trump nicht hat, denn kaum etwas kann seine Wiederwahl so sehr gef\u00e4hrden wie die Corona-Krise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in Deutschland hat die Bundesregierung angesichts der Bedrohung durch die Pandemie das Prinzip \u201eThink Big\u201c entdeckt. 50 Mrd. Euro f\u00fcr direkte Unterst\u00fctzung von Firmen und Einzelunternehmern, 3 Mrd. Euro f\u00fcr Krankenh\u00e4user, ein 400 Mrd. gro\u00dfer Garantiefonds f\u00fcr Unternehmenskredite und viele weitere Ma\u00dfnahmen machen einen Nachtragshaushalt in H\u00f6he von rund 4% des BIP notwendig. Von der M\u00f6glichkeit, die Schuldenbremse auszusetzen, wird dabei ebenso selbstverst\u00e4ndlich Gebrauch gemacht wie davon, die \u201eSchwarze Null\u201c nicht l\u00e4nger als Leitlinie der Politik zu verfolgen. Dass letzteres schon jetzt zu erheblichen Problemen f\u00fchrt, macht sich gerade in der Krise schmerzhaft bemerkbar, denn nicht nur die kommunale Infrastruktur, die \u00fcber viele Jahre mit schrumpfenden Budgets auskommen musste, \u00e4chzt nun in allen Fugen, sondern auch die Unterinvestitionen in den Digitalausbau fallen der Regierung zu einer Zeit, in der menschliche Interaktion zu einem erheblichen Teil \u00fcber Datenleitungen stattfindet, mit Applomb auf die F\u00fc\u00dfe. Wenn also Merkel &amp; Co. jetzt sichtbar in den Krisenmodus geschaltet haben, dann d\u00fcrfte in Berlin ebenso deutlich geworden sein, wie sehr die Sparpolitik der letzten zehn Jahre das Land dem Risiko eines unerwarteten, tiefen Schocks ausgeliefert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Suche nach dem Boden der Rezession wird derweil zur K\u00f6nigsdisziplin der Volkswirte, aber was wie solide \u00f6konomische Datenanalyse aussieht, ist wohl eher ein Stochern im Nebel. Zahlen von den Mutigen, die sich mit Prognosen heraustrauen, sehen dramatisch aus. So hat die von uns sehr gesch\u00e4tzte UBS Investmentbank ihre BIP-Sch\u00e4tzung f\u00fcr China f\u00fcr das Jahr 2020 auf 1,5% revidiert. Wohlgemerkt: Bis dato waren wir f\u00fcr China, das die Epidemie ja weitestgehend hinter sich hat, Gr\u00f6\u00dfenordnungen von rund 6% gewohnt. F\u00fcr Singapur, das es ebenfalls geschafft hat, den Coronavirus-Ausbruch einzud\u00e4mmen, wird gar eine Kontraktion um 7% erwartet, f\u00fcr Europa um 4,5%. F\u00fcr die USA, wo die volle Wucht der Epidemie wohl erst in ein paar Wochen zu sehen sein wird, betrug die Sch\u00e4tzung f\u00fcr das zweite Quartal -10%. Das sind apokalyptische Zahlen, und dennoch sind sie vermutlich noch nicht ausreichend, um das wahre Ausma\u00df abzubilden, au\u00dferdem h\u00f6chstwahrscheinlich nach wenigen Tagen bereits wieder \u00fcberholt. Die Analysten der ebenfalls hochgesch\u00e4tzten Investmentbank Morgan Stanley haben Anfang dieser Woche das US-BIP in Q2 auf -30% veranschlagt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Entwarnung erscheint es vor allem angesichts des noch kaum absehbaren, vermutlich aber haarstr\u00e4ubenden \u00f6konomischen Schadens in den USA und anderswo noch zu fr\u00fch. Gerade die schnell steigenden US-Fallzahlen \u2013 am gestrigen Montag hatte sich die Zahl der Infizierten gegen\u00fcber dem Vormontag fast verzehnfacht \u2013 deuten auf einen Corona-Tsunami hin, der auf ein v\u00f6llig unzureichendes Gesundheitssystem trifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei d\u00fcrften die tats\u00e4chlichen Fallzahlen noch deutlich h\u00f6her sein, denn in den USA wurden bisher \u2013 Stand gestern &#8211; nur 254.000 Tests durchgef\u00fchrt \u2013 bei einer Bev\u00f6lkerung von \u00fcber 330 Millionen. Das Risiko also, dass die Zahlen bzgl. Epidemie-Verlauf und \u00f6konomischen Konsequenzen noch deutlich schlechter werden, d\u00fcrfte also gr\u00f6\u00dfer sein als die Hoffnung auf baldige Besserung. F\u00fcr Anleger, die auf Gelegenheit zum Einsteigen warten, vielleicht ein Grund, ihr Pulver eher noch trocken zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Die Coronavirus-Krise ist mit voller Wucht angekommen. 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