{"id":21725,"date":"2021-02-09T11:17:49","date_gmt":"2021-02-09T10:17:49","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9201"},"modified":"2021-02-09T11:17:49","modified_gmt":"2021-02-09T10:17:49","slug":"blackrock-die-rueckkehr-von-whatever-it-takes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-die-rueckkehr-von-whatever-it-takes\/","title":{"rendered":"BlackRock :  Die R\u00fcckkehr von \u201eWhatever it takes\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock:  Mario Draghi ist zur\u00fcck. Nicht einmal anderthalb Jahre wohlverdienter Ruhestand sind dem 73- J\u00e4hrigen seit seinem Ausscheiden als EZB-Pr\u00e4sident im November 2019 verg\u00f6nnt gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und seit bekannt wurde, dass der italienische Staatspr\u00e4sident Sergio Mattarella ihn mit der Bildung einer \u201eRegierung der nationalen Einheit\u201c beauftragt hat, reagieren die Finanzm\u00e4rkte euphorisch. Um 18 Basispunkte sank \u00fcber die vergangene Woche der Risikoaufschlag zehnj\u00e4hriger italienischer Staatsanleihen gegen\u00fcber Deutschland, um \u00fcber 8% legte der Leitindex der Mail\u00e4nder Aktienb\u00f6rse im gleichen Zeitraum zu. Wie keine andere Pers\u00f6nlichkeit des \u00f6ffentlichen Lebens in Italien geniesst Draghi Respekt und Vertrauen in nahezu allen politischen Lagern sowie der Bev\u00f6lkerung. Dies ist alles andere als selbstverst\u00e4ndlich in einem Land, in dem Umfragen den Politikern regelm\u00e4ssig Zustimmungswerte unterhalb der 20%-Marke attestieren. Ausnahmen sind allenfalls eher politikferne Experten (in Italien gern tecnici genannt, also Technokraten) wie der bisherige Regierungschef Giuseppe Conte, der im Zuge der Covid-Krise Zustimmungswerte von \u00fcber 60% in der Bev\u00f6lkerung erreichte, aber von den unvermeidlichen Machtspielchen der Parteien und der nur hauchd\u00fcnnen Mehrheit der Koalition, die ihn ins Amt geholt hatte, nun zu Fall gebracht wurde. Oder eben Mario Draghi, der im Sommer 2012 mit seiner legend\u00e4ren Zusicherung, er werde alles Notwendige tun, um den Euro zu retten (\u201eWhatever it takes\u201c) aus Sicht der Finanzm\u00e4rkte sein Meisterst\u00fcck ablieferte und seitdem geradezu kultische Verehrung geniesst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Draghi wird sein enormes Ansehen brauchen. Und er ist bereit, es einzusetzen, wie sich am Wochenende bei Gespr\u00e4chen mit den Parteispitzen zeigte. So signalisierten ihm Vertreter der F\u00fcnfsternepartei, die in Abgeordnetenhaus und Senat rund ein Drittel der Parlamentarier stellt, Unterst\u00fctzung auch ohne die bisher hochgehaltene Bedingung, auf eine reine Technokratenregierung zu verzichten. Ebenso handzahm gaben sich die ehemaligen Premiers Silvio Berlusconi, immer noch starker Mann der konservativen Forza Italia, und Matteo Renzi, der mit seiner von den Sozialisten abgespaltenen Minipartei Italia Viva die Regierungskrise erst ausgel\u00f6st hatte. Und da selbst der sonst so angriffslustige Lega-Chef Matteo Salvini weder Bedingungen stellte noch populistische Forderungen erhob, scheint f\u00fcr Draghi der Weg zu einer nationalen Einheitsregierung weitestgehend frei zu sein. F\u00fcr Marktteilnehmer w\u00e4re eine derartige Regierungsbildung eine gute Nachricht, vor allem weil sie das Risiko vorgezogener Neuwahlen vorerst vom Tisch nimmt. Dort h\u00e4tten n\u00e4mlich eventuell Salvinis Rechtspopulisten gute Chancen gehabt und m\u00f6glicherweise \u00c4ngste vor einem Ausscheiden Italiens aus der Eurozone wiederbelebt. Sollten Draghis weitere Sondierungsgespr\u00e4che \u00fcber den Verlauf dieser Woche also ebenfalls Unterst\u00fctzung signalisieren, st\u00fcnde einer fortgesetzten Einengung der Spreads nichts im Wege, auch und vor allem mit Blick auf die Verwendung der 209 Mrd. Euro, welche Italien aus dem EU-Corona-Hilfsfonds \u201eNext Generation EU\u201c zustehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei duldet die St\u00fctzung der Wirtschaft nicht nur in Italien keinen Aufschub. Denn nur z\u00f6gerlich sinken trotz Lockdowns die Neuansteckungen auch in Deutschland, was vermutlich eher auf Corona-M\u00fcdigkeit in der Bev\u00f6lkerung als auf die ansteckendere Virusmutation B.1.1.7 zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Letztere machen in Deutschland laut RKI bisher nur rund 6% der positiv getesten F\u00e4lle aus, mit vermutlich allerdings stark steigender Tendenz. Dagegen spricht vieles daf\u00fcr, dass die Mobilit\u00e4t, welche im zweiten Lockdown nur um 30-40% und damit viel weniger reduziert wurde als im ersten (rund 65%), ein schnelleres Absenken der Fallzahlen kaum zul\u00e4sst. Und so k\u00f6nnte der Wettlauf zwischen m\u00f6glichst schnellem Fortschritt beim Impfen und den nach wie vor zu hohen Inzidenzwerten, welche die Ausbreitung der mutierten Varianten beg\u00fcnstigen, f\u00fcr einen verl\u00e4ngerten Lockdown sorgen als wir wohl alle hoffen. Das bedeutet, dass noch mehr Unternehmen in Finanznot geraten werden, dass der ersehnte Aufschwung l\u00e4nger auf sich warten l\u00e4sst, dass der Gesamtschaden w\u00e4chst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in den USA wird mit Hochdruck an einer Ausweitung der St\u00fctzungsmassnahmen gearbeitet. Ein gigantisches, 1,9 Billionen US-Dollar umfassendes Programm m\u00f6chte Pr\u00e4sident Biden durch den Kongress bringen, was trotz durchwachsener Makro- und Arbeitsmarktdaten amerikanische Aktien letzte Woche um rund 5% anschob. Haushalte mit weniger als 60.000 US-Dollar Jahreseinkommen sollen wie im ersten Programm im M\u00e4rz 2020 Schecks zugesandt bekommen, die direkte Hilfe bringen und den Konsum st\u00fctzen. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrften viele US-Unternehmen, auch und vor allem kleinere, von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen profitieren. US Small Caps k\u00f6nnten daher f\u00fcr Anleger, die sich zus\u00e4tzlich zu den von uns bevorzugten Qualit\u00e4tsaktien (Technologie, Gesundheitswesen) auch f\u00fcr den wirtschaftlichen Neustart nach Corona positionieren m\u00f6chten, noch Potenzial bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Mario Draghi ist zur\u00fcck. 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