{"id":21726,"date":"2021-02-17T10:11:27","date_gmt":"2021-02-17T09:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9275"},"modified":"2021-02-17T10:11:27","modified_gmt":"2021-02-17T09:11:27","slug":"blackrock-angst-vor-der-dritten-welle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-angst-vor-der-dritten-welle\/","title":{"rendered":"BlackRock :  Angst vor der dritten Welle"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock:  Seit \u00fcber einem Jahr bestimmt Sars-CoV 2 das Wirtschaftsgeschehen und ist damit zur wichtigsten Vorgabe auch f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erschwert werden entsprechende R\u00fcckschl\u00fcsse von der st\u00e4ndigen Weiterentwicklung der virologischen und epidemiologischen Erkenntnisse. So kommen nun, gerade an einer Stelle, an der wir dachten, die Dynamik der Pandemie einigermassen einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, nahezu zeitgleich mit der Verf\u00fcgbarkeit von Impfstoffen mehrere Virusmutationen hinzu. Das Rennen ist damit er\u00f6ffnet. Bildlich gesprochen k\u00f6nnte, w\u00e4hrend die Impfstoffe endlich Licht ans Ende des Lockdown-Tunnels gezaubert haben, ebenjener Tunnel aufgrund der Gefahr der Virusmutanten um einiges l\u00e4nger ausfallen als bisher gedacht. Vor allem die schnelle Verbreitung der zuerst in Grossbritannien aufgetretenen Variante B.1.1.7 d\u00fcrfte die Wahrscheinlichkeit einer dritten Infektionswelle erheblich erh\u00f6hen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Daten sprechen f\u00fcr sich. W\u00e4hrend im zweiten Lockdown die Neuinfektionszahlen langsamer sanken als im ersten, gelang es dennoch, den R-Wert, also die Reproduktionszahl des Virus, unter eins zu dr\u00fccken. Bei R=0,9 halbiert sich die Zahl der Neuinfektionen etwa innerhalb eines Monats, was ungef\u00e4hr der zurzeit beobachtbaren Abnahme der Inzidenz entspricht. Nun deuten Studien aus L\u00e4ndern, in denen sich die \u201ebritische\u201c B.1.1.7-Variante stark verbreitet hat, darauf hin, dass deren \u00dcbertragbarkeit von Mensch zu Mensch um 30-70% h\u00f6her liegen k\u00f6nnte als beim Ursprungstyp von Sars-CoV 2. Selbst wenn man den unteren Rand dieser Sch\u00e4tzung annimmt, erh\u00e4lt man mithin einen R-Wert von deutlich \u00fcber eins und somit im exponentiellen Bereich. Je mehr Neuansteckungen also auf die B.1.1.7-Mutante zur\u00fcckgehen, desto schneller d\u00fcrften die Gesamtzahlen wieder zunehmen. In Deutschland deuten die Daten darauf hin, dass B.1.1.7 derzeit f\u00fcr doppelt so viele positive Testergebnisse verantwortlich ist wie noch vor einer Woche, n\u00e4mlich bundesweit inzwischen rund 11%. In Landkreisen, die im Grenzgebiet zu Nachbarl\u00e4ndern mit sehr hohen Fallzahlen liegen wie etwa an der bayerisch-tschechischen Grenze, d\u00fcrften es eher 40-50% sein. Mit anderen Worten, es ist nur eine Frage weniger Wochen, bis B.1.1.7 auch hierzulande die dominierende Virusvariante sein wird und bei unver\u00e4nderten Lockdown-Massnahmen der R-Wert wieder deutlich \u00fcber eins steigt. Das Absinken der bundesweiten Sieben-Tages-Inzidenz, welche am Wochenende knapp unter 60 lag, d\u00fcrfte bald zum Stillstand kommen. Ob dies oberhalb oder unterhalb der magischen Inzidenzmarke von 50 erfolgt, ist irrelevant. Entscheidend ist, dass die Zahlen just zu dem Zeitpunkt wieder zu steigen beginnen k\u00f6nnten, f\u00fcr den eine Lockerung der Shutdown-Massnahmen angedacht ist, n\u00e4mlich ab Anfang M\u00e4rz. Die wenig erfreuliche Konklusion lautet, dass l\u00e4ngere, vermutlich sogar sch\u00e4rfere Restriktionen wahrscheinlicher sind als Lockerungen und dass eine Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens noch weit \u00fcber Ostern hinaus nicht absehbar ist. Eine st\u00e4rkere Sch\u00e4digung der Wirtschaft, mit zumindest mittelfristig heftigeren Bremsspuren bei den Unternehmensergebnissen, d\u00fcrfte die Folge sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist also nachvollziehbar, dass sich weiter viel Hoffnung auf die Tr\u00e4ger der Wirtschaftspolitik richtet. In Italien, einem der am st\u00e4rksten von der ersten Infektionswelle getroffenen L\u00e4nder, hat nun der ehemalige EZB-Pr\u00e4sident Mario Draghi eine Regierung gebildet, deren wichtigste Aufgabe in den n\u00e4chsten Monaten darin bestehen wird, Italiens Anteil von 209 Mrd. Euro am Covid-Wiederaufbaufonds der EU sinnvoll zum Einsatz zu bringen. Im Jahr 2020 war das BIP mit -8,8% in Italien st\u00e4rker eingebrochen als im Durchschnitt der Eurozone (-6,8%), mit mehr als 1.500 Corona-Toten pro Million Einwohner liegt das Land nach wie vor unter den am st\u00e4rksten von der Pandemie betroffenen EU-Mitgliedern. Nun hat Draghis Regierung ein Mandat, das von seltener Einigkeit im Parlament getragen wird, allerdings vermutlich nur \u00fcber ein Zeitfenster von etwas mehr als einem Jahr verf\u00fcgt. Denn schon im Fr\u00fchjahr 2022 stehen in Italien Pr\u00e4sidentschaftswahlen an, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass Draghi dann Sergio Mattarella abl\u00f6st und somit nicht l\u00e4nger als Premierminister zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst wenn der \u00f6konomische Schaden infolge der Pandemie zun\u00e4chst noch st\u00e4rker ausfallen k\u00f6nnte als erwartet und die Erholung l\u00e4nger als erhofft auf sich warten l\u00e4sst, verspricht zumindest die zweite Jahresh\u00e4lfte 2021 nach wie vor eine Normalisierung. Konsum- und Investitionsnachfrage, die bis dahin aufgestaut blieb, d\u00fcrfte sich dann Bahn brechen und auf ein vermutlich verknapptes Angebot treffen. H\u00f6here Inflationszahlen k\u00f6nnten die Folge sein, vermutlich verst\u00e4rkt durch steigende Energiepreise und den Mehrwertsteuereffekt in Deutschland. Wird die EZB versuchen, diesen Inflationsanstieg zu bremsen? Wir glauben nein, zumindest nicht sofort. Und so k\u00f6nnte ab Sommer ein starker Wirtschafts- Neustart, in Kombination mit steigender Inflation und weiterhin atypisch niedrigen Zinsen f\u00fcr eine g\u00fcnstige Konstellation an den Aktienm\u00e4rkten sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Seit \u00fcber einem Jahr bestimmt Sars-CoV 2 das Wirtschaftsgeschehen und ist damit zur wichtigsten Vorgabe auch f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte geworden.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21726","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}