{"id":21730,"date":"2021-03-16T10:13:14","date_gmt":"2021-03-16T09:13:14","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9488"},"modified":"2021-03-16T10:13:14","modified_gmt":"2021-03-16T09:13:14","slug":"blackrock-wie-viel-substanz-ist-in-value","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-wie-viel-substanz-ist-in-value\/","title":{"rendered":"BlackRock : Wie viel Substanz ist in \u201eValue\u201c?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock:  Zu Wochenbeginn stieg die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland kr\u00e4ftig, auf 82,9.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit ger\u00e4t die 100 in den Blick, jene Marke also, ab der Bundes- und Landesregierungen die Notbremse ziehen und die gerade erst gew\u00e4hrten Lockerungen wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen will. Dass es andernorts in der DACH-Region nicht besser aussieht (\u00d6sterreich 205,4, Schweiz 96,5), ist kein Trost. Denn insgesamt scheint sich unsere Region in einer Phase zu befinden, in der die dritte Infektionswelle Fahrt aufnimmt. Das ist besonders gef\u00e4hrlich, weil das Impfen hinter anderen Teilen der Welt zur\u00fcckh\u00e4ngt. Mit Erstimpfungen von nur 7,3% der Bev\u00f6lkerung in Deutschland (Schweiz 7,7%, \u00d6sterreich 7,9%) wird der wirtschaftliche Neustart sp\u00e4ter stattfinden k\u00f6nnen als etwa in den USA (Erstimpfquote 21%) oder Grossbritannien (35%). Dennoch liegen Aktienanleger wohl grunds\u00e4tzlich richtig, wenn sie durch die dritte Welle hindurchschauen. In der zweiten Jahresh\u00e4lfte d\u00fcrfte sich die \u00f6konomische Aktivit\u00e4t auch in den bisher so schwer gebeutelten Dienstleitungssektoren zur\u00fcckmelden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweifel bleiben allenfalls an der Dauerhaftigkeit der Beliebtheit von Value. Es ist nicht nur die verz\u00f6gerte wirtschaftliche Erholung Europas gegen\u00fcber anderen Teilen der Welt, welche diesbez\u00fcglich Anlass zur Vorsicht gibt. Zum zweiten ist da die Wette auf weiter steigende Zinsen, die implizit hinter einer \u00dcberbetonung von Value steckt. Denn wenn der Diskontierungsfaktor von Unternehmensgewinnen stark steigt, leiden vor allem solche Unternehmen, deren Gewinne zu einem Grossteil in der Zukunft liegen, mit anderen Worten Wachstumsunternehmen. Zuletzt sind die Zinsen in der Tat gestiegen, um \u00fcber 70 Basispunkte seit Jahresanfang bei der zehnj\u00e4hrigen US-Staatsanleihe, aber: Wie stark und wie weit werden sie weiter steigen? Werden Zentralbanken die Aussichten auf einen massiven wirtschaftlichen Neustart nach der Covid-Krise, der zudem durch extrem expansive Fiskalpolitik begleitet wird, voll auf die mittel- und l\u00e4ngerfristigen Zinsen durchschlagen lassen? Oder werden sie sich \u2013 zumindest bis zu einem gewissen Punkt \u2013 dagegen stellen, so wie das BlackRock Investment Institute (BII) es seit einiger Zeit mit der Voraussage einer \u201eneuen Nominalzinswelt\u201c postuliert und zumindest die EZB es letzte Woche mit der Warnung vor sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen bereits angek\u00fcndigt hat? Sollten, was wir weiterhin f\u00fcr wahrscheinlich halten, die Zinsen weniger stark ansteigen als die Inflation, entf\u00e4llt ein wichtiger Teil des Vorteils, den Value- gegen\u00fcber Wachstumsaktien typischerweise in einer Phase wirtschaftlicher Belebung aufweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu kommen weitere Punkte, die sich in den anderen Themen unseres BII-Jahresausblicks finden: Das Thema einer \u201eNeuverkabelung der Globalisierung\u201c etwa stellt unter anderem auf die ver\u00e4nderte Rolle Chinas ab. Gerade die Fokussierung Chinas auf sich selbst (Strategie der zwei Kreisl\u00e4ufe), die u.a. auf st\u00e4rkere Selbstversorgung im Bereich von Industrieg\u00fctern abzielt, k\u00f6nnte sich auf Sicht nachteilig gerade f\u00fcr europ\u00e4ische Value-Unternehmen auswirken. Auch das Argument der Megatrends spricht nicht gerade f\u00fcr Europa. Vor allem im Bereich der Digitalisierung haben Asien und die USA unserer Region den Rang abgelaufen. Die Phase, in der Value vor dem Hintergrund einer zyklischer Erholung g\u00fcnstig aussieht, k\u00f6nnte also noch k\u00fcrzer sein als es traditionell<br \/>\nim Aufschwung aus einer Rezession der Fall w\u00e4re. Selbst wenn derzeit vieles f\u00fcr Value<br \/>\nund die Wette auf den zyklischen Aufschwung zu sprechen scheint, gibt es ernstzunehmende strukturelle Argumente, die zumindest die Langlebigkeit einer Outperformance von Value relativieren.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Geld- und andere Politik<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EZB legte letzte Woche mit ihrer Ank\u00fcndigung, Anleihek\u00e4ufe im Rahmen des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) \u201esignifikant\u201c auszuweiten, die Latte hoch f\u00fcr die USFed, welche in dieser Woche tagt. Gut m\u00f6glich, dass Fed-Chairman Jerome Powell, dessen Bekenntnis zu niedrigen Zinsen der Markt bisher als eher lauwarm beurteilt hat, hier deutlich nachlegt. Anh\u00e4ngen k\u00f6nnte dies von neuen Makro-Prognosen, die morgen von Fed-Volkswirten vorgelegt werden und aus denen sehr robuste Wachstumserwartungen f\u00fcr die gr\u00f6sste Volkswirtschaft der Welt hervorgehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil ist die CDU denkbar schlecht in das Superwahljahr 2021 gestartet. Bei der Landtagswahl in Baden-W\u00fcrttemberg verlor sie gegen\u00fcber 2016 2,9 Prozentpunkte und musste sich nicht nur den erneut siegreichen Gr\u00fcnen geschlagen geben, sondern nun sogar um eine erneute Regierungsbeteiligung bangen. Bei der Wahl in Rheinland-Pfalz betrug der CDU-Verlust sogar 4,1 Punkte, die Partei wirkte anders als noch vor wenigen Wochen v\u00f6llig chancenlos gegen die popul\u00e4re Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer von der SPD, die 35,7% holte. In beiden L\u00e4ndern deutet die Pleite f\u00fcr die CDU aber auch auf bundespolitische Ursachen hin. Vermutlich spielte neben suboptimalem Corona-Management und Maskenskandal auch die ungekl\u00e4rte Kanzlerkandidatur und begrenztes Vertrauen in den neuen Parteivorsitzenden eine Rolle. Sollte die Union in naher Zukunft nicht in allen diesen Punkten \u00fcberzeugender agieren, k\u00f6nnte die Bundestagswahl im September einen Ausgang nehmen, den vor kurzem noch kaum jemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Zu Wochenbeginn stieg die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland kr\u00e4ftig, auf 82,9.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21730","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}