{"id":21733,"date":"2021-04-27T18:23:27","date_gmt":"2021-04-27T16:23:27","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9883"},"modified":"2021-04-27T18:23:27","modified_gmt":"2021-04-27T16:23:27","slug":"blackrock-corona-ist-ungerecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-corona-ist-ungerecht\/","title":{"rendered":"BlackRock : Corona ist ungerecht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Wer vor gut einem Jahr dachte, eine Viruspandemie sei gerecht, weil Gesundheitsrisiken gleichermassen f\u00fcr Arm und Reich gelten, sieht sich heute eines Besseren belehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst bei uns, in einer wohlhabenden und mit guten Gesundheitssystemen ausgestatteten Region, wird die Ungerechtigkeit der Pandemie immer greifbarer. Selbst\u00e4ndige leider per saldo st\u00e4rker als Angestellte und Beamte, in einigen Branchen stehen die R\u00e4der still, w\u00e4hrend andere sich vor Neugesch\u00e4ft kaum retten k\u00f6nnen. Dramatisch wird die Ungerechtigkeit der Covid-Krise aber in der globalen Perspektive. Die verheerende Situation der Gesundheitssysteme grosser Schwellenl\u00e4nder wie Indien und Brasilien zeigt, um wie viel gl\u00fccklicher man sich sch\u00e4tzen kann, in einem reichen Industrieland zu leben. Zuletzt hat sich vor allem in Indien die Situation zugespitzt, und anders als in Brasilien, wo die Lage vor allem in der Amazonas-Metropole Manaus katastrophal ist, droht in Indien ein Corona-Fl\u00e4chenbrand im ganzen Land mit seinen gut 1,3 Milliarden Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen vom menschlichen Leid droht die Pandemie auch das wirtschaftliche Aufschliessen der Schwellenl\u00e4nder zu westlichen Wohlstandsniveaus um Jahre zu verz\u00f6gern. Immer mehr sch\u00e4lt sich eine Rangfolge von L\u00e4ndergruppen bez\u00fcglich der erwarteten Erholung heraus. China etwa und ein, zwei weitere Volkswirtschaften in Asien, die schon vor einem Jahr die gesellschaftlichen Einschr\u00e4nkungen wieder lockern konnten, haben einen komfortablen Vorsprung vor der gesamten westlichen Welt. Auf Platz zwei folgen L\u00e4nder wie Grossbritannien und die USA, die nach desastr\u00f6sem Start ihr Pandemiemanagement verbessern und dann vor allem eine aggressive, z\u00fcgige Impfkampagne organisieren konnten. Sie d\u00fcrften in diesem Sommer ihre Volkswirtschaften weitgehend wieder hochfahren und damit einen guten Teil der 2020 erlittenen \u00f6konomischen Sch\u00e4den wieder aufholen k\u00f6nnen. Erst auf dem dritten Rang folgen weitere westliche Industriel\u00e4nder, inklusive unserer Region. Mit ihrem nahezu identischen, reichlich verhaltenen Impftempo kriecht die DACH-Region qu\u00e4lend langsam aus der Krise heraus, erst im Sp\u00e4tsommer d\u00fcrfte ein so erheblicher Teil der erwachsenen Bev\u00f6lkerung geimpft sein, dass an breit angelegte \u00d6ffnung zu denken ist. Bis dahin geht die Region in modifizierte Versionen von Lockdowns, in Deutschland durch die \u201eBundesnotbremse\u201c nun zun\u00e4chst mit versch\u00e4rften Ausgangsbeschr\u00e4nkungen und erneuten Schulschliessungen. Damit f\u00e4llt unsere Region vermutlich um ein volles Quartal hinter den angels\u00e4chsischen Raum zur\u00fcck, entsprechend niedriger d\u00fcrfte unser BIP-Wachstum 2021 ausfallen und umso sp\u00e4ter d\u00fcrften wir das Vorkrisenniveau erreichen. Mit Blick \u00fcber die Schulter erscheint dies aber geradezu als Luxusproblem. Letzter in der Kette sind n\u00e4mlich ausgerechnet die Schwellenl\u00e4nder, und dort zudem die schw\u00e4chsten Bev\u00f6lkerungsteile. Gerade weil in den Elendsquartieren von Delhi, den Favelas von Rio oder den Townships von Johannesburg die Gesundheitsversorgung unzureichend, Abstand und Hygiene oft unm\u00f6glich einzuhalten und Impfungen ein ferner Traum sind, verschiebt sich die globale Tektonik, zwischen Industrie- und Schwellenl\u00e4ndern, aber auch und gerade unter den L\u00e4ndern der sogenannten zweiten und dritten Welt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutschlands Politik ist ungew\u00f6hnlich interessant<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der K\u00fcr der Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock f\u00fcr die Gr\u00fcnen und Armin Laschet f\u00fcr die CDU bahnt sich ein ungew\u00f6hnlich interessanter politischer Fr\u00fchsommer in Deutschland an. Mit Kantar\/Emnid sieht inzwischen die zweite Meinungsumfrage die Gr\u00fcnen vor der CDU\/CSU, ein gr\u00fcner Wahlsieg scheint Stand heute nicht mehr ausgeschlossen. In den n\u00e4chsten Wochen wird Baerbock beweisen m\u00fcssen, dass sie das Versprechen politischen Wandels konkret mit Leben, also bezahlbaren Programmvorschl\u00e4gen, f\u00fcllen kann, sonst k\u00f6nnte ihr frischer Elan Marke \u201eNew Kid on the Block\u201c schnell vorbei sein. Laschet wird hingegen zeigen m\u00fcssen, dass er in seiner eigenen Parteifamilie mehrheitsf\u00e4hig ist. Stellt sich eine Mehrheit auch der frustrierten, ihn bisher ablehnenden S\u00f6der-Anh\u00e4nger doch noch hinter den NRW-Ministerpr\u00e4sidenten? Falls nicht, k\u00f6nnte es ein Wahldebakel f\u00fcr die Union geben, und m\u00f6glicherweise w\u00e4re ausgerechnet der dritte Kanzlerkandidat, SPD-Finanzminister Olaf Scholz, der lachende Dritte. Das w\u00e4re Ironie des Schicksals, hat sich doch Scholz im Wirecard-Skandal alles andere als mit Ruhm bekleckert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil denken grosse Zentralbanken immer lauter an die Zeit nach der Pandemie. Zwar vermied Christine Lagarde am letzten Donnerstag Hinweise auf eine m\u00f6gliche Normalisierung der Geldpolitik nach der Pandemie, und morgen d\u00fcrfte Jerome Powell f\u00fcr die Fed ebenfalls die Analystengemeinde auf den Juni-Termin vertr\u00f6sten, was eine klarere Perspektive betrifft. Letzte Woche liess aber die Bank of Canada mit der Ank\u00fcndigung eines Taperings ihrer Anleihek\u00e4ufe (von vier auf drei Milliarden kanadische Dollar pro Woche) aufhorchen. Die Richtung ist hiermit vorgezeichnet. Sollte wie erwartet in der zweiten Jahresh\u00e4lfte die Inflation kr\u00e4ftig anziehen, k\u00f6nnte es f\u00fcr EZB, Fed &amp; Co. schwierig werden, so entschieden wie bisher hinter der Kurve zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Wer vor gut einem Jahr dachte, eine Viruspandemie sei gerecht, weil Gesundheitsrisiken gleichermassen f\u00fcr Arm und Reich gelten, sieht sich heute eines Besseren belehrt.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21733","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21733"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21733\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}