{"id":21735,"date":"2021-05-11T10:37:50","date_gmt":"2021-05-11T08:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9946"},"modified":"2021-05-11T10:37:50","modified_gmt":"2021-05-11T08:37:50","slug":"blackrock-was-machen-die-zentralbanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-was-machen-die-zentralbanken\/","title":{"rendered":"BlackRock : Was machen die Zentralbanken?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Geht man nach dem \u201aDot Plot\u2018, in dem die geldpolitischen Vorstellungen der Fed-Gouverneure grafisch dargestellt werden erfolgt der Lift-off erst nach Ende 2023.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ge-gensatz dazu suggerieren die Preise der Fed Funds Futures, dass Marktteilnehmer die ersten Zinsanhebungen mehrheitlich bereits wesentlich fr\u00fcher erwarten, n\u00e4mlich ab Ende 2022. Diese Verschiebung zwischen Markterwartungen einerseits und offizieller Zentralbankkommunikation andererseits um ein volles Jahr ergibt sich aus der Besonderheit der Situation, vor allem der aus-sergew\u00f6hnlichen Entwicklung der Volkswirtschaft im Zeichen der Covid-Pandemie. So d\u00fcrfte sich ein Teil der Markterwartung dadurch erkl\u00e4ren, dass der zu erwartende Reflationsschub, also deut-lich h\u00f6here Wachstumsraten in Kombination mit kr\u00e4ftig anziehender Inflation, in der Lesart eines typischen Makrozyklus\u2018 unweigerlich zu einem energischen Einbremsen der Zentralbank f\u00fchren m\u00fcsse. Diese Interpretation vernachl\u00e4ssigt allerdings, dass es sich beim Herausbeschleunigen aus der Covid-Krise eben nicht um einen klassischen zyklischen Aufschwung handelt, sondern gewissermassen um einen Neustart auf Knopfdruck. Genauso abrupt wie die \u00f6konomische Akti-vit\u00e4t durch Lockdowns zum Erliegen gebracht wurde, wird sie auch wieder gestartet, und somit ist der boomartige Sprung von Wachstums- und Inflationszahlen einem aussergew\u00f6hnlichen Ph\u00e4-nomen zuzuschreiben und nicht notwendigerweise auf die entsprechende Zentralbankreaktion nach klassischem Muster \u00fcbertragbar. Zum zweiten scheinen Marktteilnehmer, die eine schnel-lere Straffung der Geldpolitik erwarten, den 2020 beschlossenen Strategiewechsel der Fed nicht wirklich ernst zu nehmen. Anl\u00e4sslich der Zentralbankerkonferenz in Jackson Hole hatte Fed-Chairman Jerome Powell im letzten August angek\u00fcndigt, der Inflation k\u00fcnftig weniger Gewicht zu geben als einem m\u00f6glichst hohen Besch\u00e4ftigungsstand, ausserdem sollte dem Preisniveau die Gelegenheit gegeben werden, die lange Jahre unterschrittene Zielmarke von 2% zun\u00e4chst einmal zu erreichen, bevor man aktiv werden wolle. Seitdem ist diese Ank\u00fcndigung mehrfach untermau-ert worden, dennoch zeigen die Futures-Preise einen Mangel an \u00dcberzeugung auf Seiten der Marktteilnehmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verst\u00e4ndlich wird der Zweifel an der standfesten Lockerheit von Zentralbanken wie Fed und EZB, wenn man auf andere G7-Zentralbanken wie die Bank of Canada und die Bank of England schaut. Diese haben n\u00e4mlich bereits Fakten geschaffen. Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Bank of Canada, die schon im Herbst 2020 eine Reduktion der w\u00f6chentlichen Anleihek\u00e4ufe von f\u00fcnf auf vier Milliarden kanadische Dollar beschlossen hatte und dieser Massnahme nun im April einen weiteren Schritt von vier auf drei Milliarden folgen liess. Interessant ist, dass die Bank of Canada sich noch im Herbst bem\u00fcht hatte klarzustellen, dass die Verlangsamung der Anleihek\u00e4ufe kei-nesfalls als \u201aTapering\u2018 zu verstehen sei, inzwischen aber davon abger\u00fcckt ist und im April ganz selbstverst\u00e4ndlich von Tapering sprach. \u00c4hnliches k\u00f6nnte man nun bei der Bank of England ver-muten, die in der vergangenen Woche eine Reduktion der Anleihek\u00e4ufe von 4,4 Mrd. auf 3,4 Mrd. Pfund (GBP) ank\u00fcndigte, aber wortreich darlegte, dass dies keinesfalls Tapering sei. Der Respekt der Zentralbanker vor dem Tapering-Begriff ist gut verst\u00e4ndlich, hatte doch seine erstmalige Ver-wendung durch den damaligen Fed-Chairman Bernanke im Fr\u00fchjahr 2013 Schockwellen durch die Zinsm\u00e4rkte, vor allem in den Schwellenl\u00e4ndern, geschickt (das sogenannte \u201aTaper Tantrum\u2018). Nur zu gut nachvollziehbar, dass die Zentralbanken im gegenw\u00e4rtigen Marktumfeld alles tun wol-len, um eine Wiederholung dieses Taper Tantrum zu vermeiden. Insofern wird es im Juni span-nend, wenn sowohl von Fed als auch EZB neue Orientierungspunkte in Bezug auf ihre Anleihe-kaufprogramme erwartet werden.<\/p>\n<h6><strong>Wo ist die SPD, und wer will das wissen?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Wochenende w\u00e4hlte ein virtueller SPD-Parteitag Olaf Scholz mit 96% Mehrheit zum Kanzler-kandidaten. Was immer eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit war, n\u00e4mlich dass die SPD angesichts ihres Charakters als Volkspartei einen Kanzlerkandidaten braucht, ger\u00e4t angesichts aktueller Umfrage-werte von 14-16% zur berechtigten Frage. Kann gerade Scholz so etwas wie Begeisterung ausl\u00f6-sen? Gen\u00fcgt der stete Hinweis auf seine Regierungserfahrung, um die SPD aus dem Tief zu f\u00fch-ren? Angesichts des Hypes um die Gr\u00fcnen und ihre Kandidatin sowie der munter weiterlaufenden Schlammschlacht in der CDU\/CSU d\u00fcrfte es f\u00fcr Scholz schwierig werden, Aufmerksamkeit zu ge-winnen, um so etwas wie Aufbruchstimmung zu erzeugen. Ganz unwichtig ist die SPD aber den-noch nicht. Denn extrapoliert man die gegenw\u00e4rtigen Umfragewerte bis September, k\u00f6nnte es bei einer schon geringf\u00fcgig verbesserten SPD (und nat\u00fcrlich unter der Voraussetzung, dass die Gr\u00fc-nen sich an ihrem Umfragehoch halten k\u00f6nnen) f\u00fcr Gr\u00fcn-Rot-Rot reichen. Und ob das passiert, ist aus Kapitalmarktsicht alles andere als irrelevant.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Geht man nach dem \u201aDot Plot\u2018, in dem die geldpolitischen Vorstellungen der Fed-Gouverneure grafisch dargestellt werden erfolgt der Lift-off erst nach Ende 2023.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21735","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21735\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}