{"id":21737,"date":"2021-06-02T10:46:16","date_gmt":"2021-06-02T08:46:16","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10172"},"modified":"2021-06-02T10:46:16","modified_gmt":"2021-06-02T08:46:16","slug":"blackrock-geopolitisches-knirschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-geopolitisches-knirschen\/","title":{"rendered":"BlackRock :  Geopolitisches Knirschen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Der Neustart des gesellschaftlichen Lebens in der DACH-Region, und damit auch grosser Teile des Wirtschaftsgeschehens, r\u00fcckt n\u00e4her.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die dritte Welle der Covid-Infektionen schw\u00e4cht sich deutlich ab, dank Lockdowns und fortschreitender Impfungen. Auch das zuletzt endlich w\u00e4rmere Wetter mag eine Rolle spielen, Forscher sch\u00e4tzen nach der Erfahrung des Vorjahres dessen Ein-fluss auf den R-Wert auf 10-20%. So steht Anfang dieser Woche die Siebentagesinzidenz bei nur noch 35,1 in Deutschland, 35,6 in \u00d6sterreich und 65,5 in der Schweiz. Das sind erfreuliche, auch im europ\u00e4ischen Vergleich gute Werte. Auch die Impfkampagne nimmt Fahrt auf, mit 42,8% Erst-geimpften in Deutschland, 39,9% in \u00d6sterreich und 33,6% in der Schweiz. Mit der \u00d6ffnung der Gastronomie und dem Ausblick auf eine weitgehend ungest\u00f6rte Feriensaison zumindest inner-halb von Europa d\u00fcrften vor allem viele Dienstleister wieder Wasser unter den Kiel bekommen. F\u00fcr Anleger, die derzeit auf das weitere Ertragspotenzial vieler Unternehmen schauen, sind dies er-freuliche Nachrichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig ist es notwendig, ein wenig Wasser in den Wein zu giessen. Denn derzeit verbreitet sich, ausgehend von Indien, die Virusvariante B1.617, die nicht nur leichter \u00fcbertragbar ist als der Sars-Cov 2-Wildtyp, sondern auch die F\u00e4higkeit einer gewissen Immunumgehung besitzt, mit an-deren Worten die Impfwirkung abschw\u00e4chen kann. Studien aus Grossbritannien legen nahe, dass dies vor allem Menschen betreffen kann, die bisher nur erstgeimpft sind. Die Gefahr einer vierten Welle steht also im Raum, zumindest so lange, bis ein erheblicher Teil der Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig immunisiert ist. F\u00fcr Kapitalmarktteilnehmer, die derzeit nach neuen Treibern f\u00fcr eher seitw\u00e4rts orientierte Aktienm\u00e4rkte suchen, erh\u00f6ht sich damit die Unsicherheit bez\u00fcglich der Umsatz- und Gewinnentwicklung der Unternehmen in der zweiten Jahresh\u00e4lfte und dar\u00fcber hinaus. Zwar hat sich die Binsenweisheit des \u201eSell in May and go away\u201c, also einer markanten Marktkorrektur nach der Fr\u00fchjahrsrally, diesmal nicht bewahrheitet. Aber mit Blick auf die M\u00f6glichkeit weiterer Virus-mutationen, der Ungewissheit \u00fcber die Dauerhaftigkeit des Impfschutzes und der noch weiten Strecke bis zur Herdenimmunit\u00e4t gibt es noch eine ganze Reihe zumindest potenzieller Stolper-steine auf dem Weg zur Normalit\u00e4t.<\/p>\n<h6><strong>Europa im Sandwich und mit sich selbst im Unreinen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Unw\u00e4gbarkeiten im Zusammenhang mit Covid kommt ein erneuter Fokus auf geopoliti-sche Risiken hinzu, die w\u00e4hrend des letzten Jahres oft von der Pandemieberichterstattung \u00fcber-lagert wurden. So wird immer offensichtlicher, wie schwierig Europas Position zwischen Amerika einerseits und grossen Autokratien im Osten andererseits geworden ist. So m\u00f6chte Europa \u2013 und vor allem Deutschland \u2013 sehr gern ein konstruktives Verh\u00e4ltnis zu Russland haben, allein die Ver-f\u00fcgbarkeit von Energie ist wichtig und der Streit um die Pipeline Nord Stream 2 Ausdruck dieser Wichtigkeit. Andererseits limitieren gerade diese \u00f6konomischen Interessen die M\u00f6glichkeiten, auf Aggressionen seiten Russlands (Krim, Ostukraine, Wahlmanipulation etc.) bzw. seiner Vasallen (Staatsterrorismus in Belarus) angemessen zu reagieren. Noch dramatischer ist dieser Zwiespalt im Verh\u00e4ltnis zu China. Europa wird sich entscheiden m\u00fcssen, ob es weiter gut an China verdie-nen oder zu seinen Werten stehen will. Im Zweifel gibt es keine gute L\u00f6sung. Im Zweifel wird es teuer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nicht nur in dieser Zwangslage steht sich Europa selbst im Wege. Auch innerhalb des alten Kontinents gibt es kein Zeichen des Zusammenstehens, des gemeinsamen Aufbruchs. Zuletzt hat sich die Schweiz aus den seit sieben Jahren w\u00e4hrenden Gespr\u00e4chen \u00fcber ein institutionelles Rahmenabkommen mit der EU verabschiedet. Die EU wird als Antwort auslaufende bilaterale Abkommen nicht mehr automatisch verl\u00e4ngern, wie man das bisher mit Blick auf das erhoffte Rahmenabkommen getan hat. Allein die Tatsache, dass die Schweiz nun unter Inkaufnahme wirtschaftlicher Nachteile die Gespr\u00e4che abgebrochen hat zeigt, wie gering der Stellenwert der EU innerhalb der Schweizer W\u00e4hlerschaft inzwischen wahrgenommen wird. F\u00fcr die Zukunft sind also, auch mit Blick auf die relative Attraktivit\u00e4t Europas als Investitionsstandort, die anstehenden Wahlen in EU-L\u00e4ndern von grosser Bedeutung. Auf dem Weg zur deutschen Bundestagswahl am 26. September steht nun, am kommenden Sonntag, mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Standortbestimmung auf der Agenda. Wie werden sich die europafreundlichen Kr\u00e4fte gegen\u00fcber der in ostdeutschen L\u00e4ndern verbreiteten Deutscht\u00fcmelei behaupten? Schaffen es die Kr\u00e4fte der politischen Mitte, dem aggressiv antieurop\u00e4ischen Populismus zu trotzen und an der Regierung zu bleiben? Und wird dies im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr auch Frankreichs Pr\u00e4sident gelingen? Die Relevanz derartiger Fragen, Europas Position im Innenverh\u00e4ltnis ebenso wie im globalen Spiel der Kr\u00e4fte, d\u00fcrfte mit dem Abklingen der Covid-Pandemie machtvoll zur\u00fcck ins Bewusstsein globaler Investoren kommen. Sie betrifft nicht weniger als die Frage, wie attraktiv, fortschrittlich und wirtschaftlich erfolgreich der alte Kontinent in den n\u00e4chsten Jahrzehnten sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Der Neustart des gesellschaftlichen Lebens in der DACH-Region, und damit auch grosser Teile des Wirtschaftsgeschehens, r\u00fcckt n\u00e4her.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21737","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21737"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21737\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}