{"id":21738,"date":"2021-06-08T10:40:42","date_gmt":"2021-06-08T08:40:42","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10207"},"modified":"2021-06-08T10:40:42","modified_gmt":"2021-06-08T08:40:42","slug":"blackrock-alle-augen-auf-die-ezb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-alle-augen-auf-die-ezb\/","title":{"rendered":"BlackRock :  Alle Augen auf die EZB"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Wenn am Donnerstag dieser Woche die EZB-Volkswirte ihre makro\u00f6konomischen Prognosen vorlegen, w\u00e4re alles andere als eine deutliche Aufhellung des Ausblicks eine \u00dcberraschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor allem f\u00fcr das kommende Jahr d\u00fcrfte die BIP-Sch\u00e4tzung ordentlich nach oben revidiert werden, und auch eine dynamischere Entwicklung der Inflationsprojektion \u00fcber die n\u00e4chsten drei Jahre erscheint naheliegend. Vor dem Hintergrund dieser positiven Einsch\u00e4tzungen k\u00f6nnte es eine Herausforderung f\u00fcr Christine Lagarde werden, in der Pressekonferenz zu erkl\u00e4ren, warum der EZBRat an der sehr grossz\u00fcgigen Geldpolitik festh\u00e4lt. Speziell geht es hierbei um die Gr\u00f6ssenordnung des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP), welches die EZB im M\u00e4rz deutlich ausgeweitet hatte, um eine Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen infolge des Zinsanstiegs in den USA zu verhindern. Wir erwarten, dass die EZB auch f\u00fcr das gerade begonnene dritte Quartal am Rhythmus ihrer K\u00e4ufe im Rahmen des PEPP festhalten und lediglich darauf verweisen wird, dass bei einer weiteren Verbesserung von Wachstums- und Inflationsausblick die pandemiebedingten Krisenmassnahmen selbstredend zur\u00fcckgefahren werden, der richtige Zeitpunkt hierf\u00fcr aber noch nicht erreicht ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Dilemma der EZB wird deutlich, wenn man die Gr\u00f6ssenordnung der Daten betrachtet. So k\u00f6nnte in den neuen Projektionen sowohl f\u00fcr dieses als auch n\u00e4chstes Jahr beim realen Wachstum eine vier vor dem Komma stehen, der dynamische Neustart nach \u00d6ffnung der Covid-bedingten Lockdowns macht es m\u00f6glich. Die Crux ist nur, dass trotz eines ebenfalls positiveren Blicks auf die Inflationsentwicklung die Prognosen der EZB-Volkswirte weit unter dem Ziel von 2% bleiben \u2013 und das auf Sicht mehrerer Jahre. Zwar ist f\u00fcr dieses Jahr mit kr\u00e4ftigen Basiseffekten bei den Verbraucherpreisen zu rechnen, immerhin erreichte im Mai der harmonisierte Index f\u00fcr die Eurozone wieder 2,0%. Dennoch aber d\u00fcrfte der Jahresdurchschnitt 2021 deutlich unter dieser Marke herauskommen, bei vielleicht 1,7%, und sobald die Sondereffekte auslaufen, d\u00fcrfte sich die Dynamik des Preisauftriebs dann sogar wieder abschw\u00e4chen und in den Jahren 2022 und 2023 eher um 1,5% oszillieren. Denn die EZB h\u00e4lt die gegenw\u00e4rtige Inflationserholung im Zuge des \u00f6konomischen Neustarts f\u00fcr ein tempor\u00e4res Ph\u00e4nomen, und diese Ansicht teilen wir. W\u00e4hrend es also notwendig ist, die pandemiebedingten Sondermassnahmen nach dem Ende der Covid-Krise herunterzufahren, so sinnvoll ist es auch, die expansive Geldpolitik der Vor-Covid-Zeit laufen zu lassen, wenn sich am fundamentalen Inflationsausblick nichts ge\u00e4ndert hat. Nur ist es eben deutlich anspruchsvoller, derartiges in Zeiten allgemeinen Optimismus\u2018 angemessen zu kommunizieren.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt d\u00e4mpft \u00c4ngste vor Ver\u00e4nderung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u00fcberraschend deutliche Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (37,1%) hat unbestreitbare Auswirkungen auf die Bundespolitik, und das, obwohl dieses Bundesland eigentlich zu klein und zu atypisch strukturiert ist, um als Modell f\u00fcr die Bundestagswahl am 26. September zu taugen. Das Signal lag denn auch eher darin, dass mit dem Sieg des popul\u00e4ren Amtsinhabers Reiner Haseloff der Druck auf den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet geringer geworden und damit das Risiko, dass er kurz vor der heissen Phase des Wahlkampfes doch noch durch einen zugkr\u00e4ftigeren Kandidaten ersetzt wird, vermutlich vom Tisch ist. Die CDU hat gezeigt, dass sie noch Wahlen gewinnen kann. Gleichermassen wurde mit dem mageren Zugewinn der Gr\u00fcnen, die es auf gerade einmal 5,9% brachten, der Hauptkonkurrent f\u00fcr die Bundestags-wahl erheblich eingebremst, womit sich die Sachsen-Anhalt-Wahl in eine Kette j\u00fcngerer R\u00fcckschl\u00e4ge f\u00fcr die Bundesgr\u00fcnen und ihre Kandidatin Annalena Baerbock einreiht. Zwar hatte angesichts der nicht gerade gr\u00fcnentypischen W\u00e4hlerschaft in dem l\u00e4ndlich und kleinst\u00e4dtisch gepr\u00e4gten Bundesland kaum jemand ein Sensationsergebnis f\u00fcr die Gr\u00fcnen erwartet, dennoch war aber die Botschaft deutlich: Auch mit Baerbock k\u00f6nnen die Gr\u00fcnen nicht \u00fcbers Wasser gehen. Interessant war schliesslich auch, dass das linke Lager (SPD und Linkspartei) es erneut nicht vermochten, sich als Vertreter der sozial Benachteiligten darzustellen und somit heftige Verluste einfuhren, sowie dass es der FDP gelang, sich als Gralsh\u00fcter der Marktwirtschaft gegen die Gefahr eines immer \u00fcbergriffigeren Staates zu positionieren, womit sie sich wie im Bund klar rechts von der CDU einsortierte. Aus dem Blickwinkel vieler Kapitalmarktteilnehmer steigt damit die Chance auf ein \u201ewirtschaftsfreundliches\u201c Ergebnis am 26. September, und das Schreckgespenst einer Kanzlerin Baerbock und durchgreifender \u00f6kologischer Erneuerung von Wirtschaft und Gesellschaft erscheint auf dem R\u00fcckzug. Insofern hat Sachsen-Anhalt auch aus Marktsicht mehr geliefert, als viele erwartet hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Wenn am Donnerstag dieser Woche die EZB-Volkswirte ihre makro\u00f6konomischen Prognosen vorlegen, w\u00e4re alles andere als eine deutliche Aufhellung des Ausblicks eine \u00dcberraschung.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21738","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21738"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21738\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}