{"id":21739,"date":"2021-06-15T11:23:29","date_gmt":"2021-06-15T09:23:29","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10256"},"modified":"2021-06-15T11:23:29","modified_gmt":"2021-06-15T09:23:29","slug":"blackrock-gruene-entzauberung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-gruene-entzauberung\/","title":{"rendered":"BlackRock :  Gr\u00fcne Entzauberung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Vielleicht wird das vergangene Wochenende als dasjenige in Erinnerung bleiben, an dem die Hoff-nung auf eine gr\u00fcne Wende einen erheblichen D\u00e4mpfer erfuhr \u2013 zumindest vor\u00fcbergehend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn der Parteitag der Gr\u00fcnen machte deutlich, dass es kaum gelingen wird, die deutschen W\u00e4hler von einer sozial vertr\u00e4glichen (sprich: f\u00fcr den Verbraucher weitgehend kostenneutralen) Energie-wende zu \u00fcberzeugen. Gerade Parteichef Robert Habeck versuchte in seiner Rede gewohnt elo-quent, den vermeintlichen Widerspruch zwischen Freiheit und einer gr\u00fcneren Ausrichtung aus-zul\u00f6sen. Aber auch er vermochte es nicht, die Skepsis zu zerstreuen. Noch weniger gelang dies seiner Parteichefkollegin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die fahrig wirkte und zudem beeindruckt von den Fehlern, die ihr in den vergangenen Wochen unterlaufen waren. Insgesamt verpuffte also die Chance, die sich den Gr\u00fcnen mit dem Parteitag und der Pr\u00e4sentation ihres Wahlprogramms geboten hatte, weitestgehend ungenutzt. Dass die Gr\u00fcnen nun in der sogenann-ten Sonntagsfrage wieder deutlich hinter die CDU\/CSU zur\u00fcckgefallen sind, liegt an der schwer vermittelbaren Wahrheit, dass ein qualitativ hochwertigeres und auch f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen besseres Leben, sprich die Bek\u00e4mpfung des Klimawandels, nicht zum Nulltarif zu haben sein wird. Denjenigen Interessengruppen, deren Zielsetzung die gr\u00fcne Transformation ohnehin ein Dorn im Auge ist, also nahezu dem gesamten Spektrum rechts der politischen Mitte zuz\u00fcglich Teilen der klassischen Sozialdemokratie, spielte dieser Konflikt sichtbar in die Karten. Selten hat es eine so massierte Medienkampagne zur Abwehr politischen Wechselklimas im Land gegeben wie nach Baerbocks Nominierung als Kanzlerkandidatin und dem damit verbundenen H\u00f6henflug der Gr\u00fc-nen. Die Angst vor dem Machtverlust muss gerade CDU und CSU, aber auch vielen Wirtschafts-verb\u00e4nden und damit der FDP (in deren Fall in Gestalt der davonschwimmenden Felle einer nahen R\u00fcckkehr an die Macht), gewaltig in die Glieder gefahren sein. Nun kann die Anti-Baerbock-Front die gebuchten Seiten in wirtschaftsnahen Publikationen stornieren. Mission accomplished.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in der Schweiz haben gr\u00fcne Hoffnungen \u00fcber das Wochenende einen empfindlichen D\u00e4mp-fer erfahren. Denn mit Volksabstimmungen \u00fcber die CO2-Bepreisung, den Einsatz von Pestiziden und die Trinkwasserreinheit wurden gleich drei mit dem Thema Umweltschutz verbundene Vor-schl\u00e4ge abgelehnt. Besonders das CO2-Referendum, welches mit einer Ablehnung von 51,6% knapp scheiterte, ist bemerkenswert, denn es verband h\u00f6here Preise f\u00fcr CO2-Emission mit der Idee, die resultierenden Mehreinnahmen den Verbrauchern zur\u00fcckzuerstatten, ganz \u00e4hnlich wie dies im Wahlprogramm der Gr\u00fcnen in Deutschland vorgesehen ist und wo dieses Konzept \u2013 siehe oben \u2013 nicht zu z\u00fcnden scheint. Bemerkenswert ist an dem Schweizer CO2-Referendum auch, dass das eidgen\u00f6ssische CO2-Reduktionsziel (Halbierung des Ausstosses gegen\u00fcber dem Wert von 1990 bis zum Jahr 2030) weniger ambitioniert ausf\u00e4llt als in Deutschland (minus 65% im gleichen Zeitraum). Und trotz der Naturverbundenheit sehr vieler Menschen in der Schweiz und der Schutzw\u00fcrdigkeit der einzigartigen Bergwelt und ihrer Gletscher scheint es, \u00e4hnlich wie im gr\u00f6sseren Nachbarland, grosses Z\u00f6gern zu geben, sobald es an den Geldbeutel geht. Aus Kapital-marktsicht ergibt sich damit eine interessante Perspektive. Denn das Z\u00f6gern der Politik, das es zweifelsohne infolge derartiger Weichenstellungen gibt, verschafft Anlegern eventuell mehr Zeit, ihre Portfolios klimagerechter zu gestalten, bevor die Regulierung sie dazu zwingt und entspre-chende Umpositionierung wesentlich teurer wird. Denn DASS die gr\u00fcne Transformation kommen wird, ist unumstritten. Ereignisse wie die Entzauberung der Gr\u00fcnen vor der Bundestagswahl in Deutschland oder das \u00fcberraschende Ergebnis der Referenden in der Schweiz sorgen lediglich f\u00fcr einen Aufschub, nicht aber f\u00fcr ein Ende dieser Umstellung.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Inflation bei 5%, aber die Zehnjahreszinsen sinken<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Mai stiegen die Verbraucherpreise in den USA um 5%, und selbst der um Energie- und Le-bensmittelpreise bereinigte Index legte um 3,8% zu. Dennoch sank \u00fcber den Wochenverlauf die Verzinsung der zehnj\u00e4hrigen Staatsanleihen um 10 Basispunkte. Damit hat der Zehnjahreszins seit Ende Februar, also in einer Phase, in der die Preissteigerung massiv angezogen hat, um rund 30 Basispunkte nachgegeben. Was sagt uns das? Unter anderem sagt es uns, dass immer mehr Marktteilnehmer den Zentralbanken in der Einsch\u00e4tzung zustimmen, dass es sich beim Inflati-onsanstieg um ein post-Covid-Ph\u00e4nomen, mit anderen Worten einen tempor\u00e4ren Effekt handelt und es deshalb falsch w\u00e4re, darauf mit einer Straffung der Geldpolitik zu reagieren. Christine Lagarde hat das f\u00fcr die EZB am vergangenen Donnerstag klargestellt, und Jerome Powell d\u00fcrfte das gleiche f\u00fcr die Fed am morgigen Mittwoch tun. Auch die M\u00e4rkte bleiben cool. Negative Real-zinsen sind schliesslich Treibstoff f\u00fcr die Aktienpreise, und es spricht wenig daf\u00fcr, dass sich an dieser Konstellation so bald etwas \u00e4ndern wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Vielleicht wird das vergangene Wochenende als dasjenige in Erinnerung bleiben, an dem die Hoff-nung auf eine gr\u00fcne Wende einen erheblichen D\u00e4mpfer erfuhr \u2013 zumindest vor\u00fcbergehend.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21739","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21739"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21739\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}