{"id":21741,"date":"2021-06-29T12:17:52","date_gmt":"2021-06-29T10:17:52","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10370"},"modified":"2021-06-29T12:17:52","modified_gmt":"2021-06-29T10:17:52","slug":"blackrock-us-fiskalpolitik-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-us-fiskalpolitik-im-fokus\/","title":{"rendered":"BlackRock : US-Fiskalpolitik im Fokus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Standen in der letzten Woche noch die US-Geldpolitik und die Marktreaktion auf einen deutlich fr\u00fcheren \u201eLift-off\u201c der Fed im Mittelpunkt des Interesses, schiebt sich nun wieder die Fiskalpolitik auf die Agenda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies hat zu tun mit \u00c4usserungen von Pr\u00e4sident Joe Biden, ein Deal bez\u00fcglich eines substanziellen Ausgabenpaketes sei in greifbare N\u00e4he ger\u00fcckt. \u201eDeal\u201c ist hier wohl wirklich das richtige Wort, denn vermutlich ist hinter den Washingtoner Kulissen ein ziemlich wildes Geschacher \u00fcber die B\u00fchne gegangen, um die Zustimmung einer ausreichenden Zahl republikanischer Senatoren zu einem Infrastrukturprogramm zu erkaufen, das Biden und seine Leute als politischen Erfolg verkaufen k\u00f6nnen. So hat das jetzt angek\u00fcndigte Paket einen Umfang von 579 Mrd. US-Dollar, wobei mit 312 Mrd. US-Dollar der Schwerpunkt auf der Transportinfrastruktur liegt, w\u00e4hrend Bereiche wie die Energie-, Klimaschutz- und Breitbandinfrastruktur mit respektive 73, 68 und 65 Mrd. US-Dollar deutlich zur\u00fcckhaltender bedacht werden sollen und die Wasserversorgung mit 60 Mrd. US-Dollar noch etwas weiter zur\u00fccksteht. Auch f\u00e4llt auf, dass der nun vorgelegte Plan nur einen Bruchteil des urspr\u00fcnglich in Billionenh\u00f6he erwarteten Ausgabenpaketes darstellt, was die Biden-Administration damit erkl\u00e4rt, dass es sich lediglich um den Teil eines \u00fcber acht Jahre angelegten 1,2 Billionen-US-Dollar-Programmes handele. So ist die Tatsache an sich, dass es tats\u00e4chlich bez\u00fcglich des Infrastrukturpaketes eine Einigung geben k\u00f6nnte, die bedeutendere Nachricht als die geplanten Details des Programms selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte es Joe Biden wirklich gelungen sein, 11 republikanische Senatoren f\u00fcr seinen Gesetzentwurf zu gewinnen, w\u00fcrde dies den Demokraten helfen, die kritische H\u00fcrde von 60 Sitzen im Senat zu \u00fcberspringen. Diese H\u00fcrde ist es, welche wegen der sogenannten Filibuster-Regelung regelm\u00e4ssig daf\u00fcr sorgt, dass Reformvorhaben in endlosen Debatten zerrieben werden und oft einen stillen Tod sterben. Schafft es also eine Vorlage, die Zustimmung von \u00fcber 60 Senatoren zu garantieren, gilt der Entwurf als \u201eFilibuster-proof\u201c und damit partei\u00fcbergreifend akzeptiert, woraufhin typischerweise beide politischen Lager versuchen, sich als Sieger darzustellen. Im gegenw\u00e4rtigen politischen Klima Washingtons, das von rigoroser Verweigerung der Republikaner um Senatsgruppenchef Mitch McConnell gepr\u00e4gt wird, w\u00e4re eine derart erfolgreiche Gesetzesvorlage ein grosser Erfolg des Pr\u00e4sidenten. Seine \u00fcber drei Jahrzehnte Erfahrung als Strippenzieher im Senat w\u00fcrden sich gerade zu einem Zeitpunkt auszahlen, an dem sich mit Blick auf die MidtermWahlen des Herbstes 2022 das Zeitfenster zu schliessen beginnt, in dem Biden mit so etwas wie Entgegenkommen seiner politischen Gegner rechnen kann. Aber auch bez\u00fcglich der konkreten Auswirkungen, die ein derartiges Infrastrukturprogramm bewirken k\u00f6nnte, w\u00e4re es ein wichtiger Baustein mit Blick auf Bidens Ziel, die Gr\u00e4ben in der amerikanischen Gesellschaft zu schliessen. Denn umfangreiche Sanierungsmassnahmen an Amerikas verschlissener Infrastruktur, vor allem in den Regionen zwischen den K\u00fcsten, w\u00fcrde vielen kleinen US-Unternehmen und Gewerbetrei benden helfen, sowie potentiell Hunderttausende Arbeitnehmer ohne Universit\u00e4tsabschluss in Besch\u00e4ftigung bringen. \u00dcbernimmt erst einmal die Wahlkampfregie mit Blick auf die Midterms (und dann am Horizont auch schon die Pr\u00e4sidentschaftswahl 2024) das Zepter, d\u00fcrfte es mit der artigen \u00fcberparteilichen Einigungen in Washington \u2013 und damit sp\u00fcrbaren Verbesserungen f\u00fcr die Menschen im Land \u2013 vorbei sein.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Unternehmen profitieren und brauchen keine Angst vor der Steuerkeule zu haben<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiges Entgegenkommen der Biden-Administration beim Infrastruktur-Deal war offenbar der Verzicht auf eine unmittelbare Gegenfinanzierung durch die im Wahlkampf angek\u00fcndigten Steuererh\u00f6hungen. So hat Biden bereits angedeutet, sich auch mit einer Anhebung des Unter nehmenssteuersatzes von 21% auf 25% statt wie geplant 28% zufriedenzugeben, und auch dies erst auf Sicht. Zun\u00e4chst sollen die Zusatzausgaben \u00fcber ein Schliessen der Steuerl\u00fccke finanziert werden, ausstehende Steuerschulden von Unternehmen also rigoroser eingetrieben werden. Es bleibt abzuwarten, wie effektiv dies in der Generierung staatlicher Mehreinnahmen dann tats\u00e4chlich ausf\u00e4llt. Aus heutiger Sicht l\u00e4sst sich jedenfalls feststellen, dass der angek\u00fcndigte Deal gut f\u00fcr US-Unternehmen w\u00e4re, vor allem kleinere, die typischerweise einen h\u00f6heren Teil ihrer Ums\u00e4tze im Heimatland erwirtschaften als internationale Grosskonzerne. Und sollte dann irgendwann doch die Steuerschraube angezogen werden, k\u00f6nnten es auch eher letztere sein, deren Steuerlast steigt. Denn am Ziel einen globalen Minimalsteuer von 21% m\u00f6chte die Biden-Administration festhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Standen in der letzten Woche noch die US-Geldpolitik und die Marktreaktion auf einen deutlich fr\u00fcheren \u201eLift-off\u201c der Fed im Mittelpunkt des Interesses, schiebt sich nun wieder die Fiskalpolitik auf die Agenda.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21741","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21741\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}