{"id":21746,"date":"2021-09-28T11:38:07","date_gmt":"2021-09-28T09:38:07","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=10959"},"modified":"2021-09-28T11:38:07","modified_gmt":"2021-09-28T09:38:07","slug":"blackrock-kann-deutschland-aufbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-kann-deutschland-aufbruch\/","title":{"rendered":"BlackRock : Kann Deutschland Aufbruch?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Deutschland hat gew\u00e4hlt. Mit trotz Richtungswahl nur leicht gestiegener Wahlbeteiligung (76,6%) ergab sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem am Ende die SPD mit 25,7% leicht die Nase vorn hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch erhob der Kanzlerkandidat der unterlegenen CDU\/CSU (24,1%), Armin Laschet, in den Kommentarrunden des Wahlabends den Anspruch darauf, eine Regierung zu bilden. Er begr\u00fcndete dies mit dem knappen Wahlausgang und der Tatsache, dass Stimmen f\u00fcr die Union ein Votum gegen eine von links gef\u00fchrte Bundesregierung seien. Zwar erschien noch am Sonntagabend die Unterst\u00fctzung innerhalb der CDU\/CSU geschlossen, am Montagmorgen aber deuteten sich erste Risse an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den drei wahrscheinlichsten Koalitionen, Ampel, Jamaika und GroKo (in dieser Reihenfolge) d\u00fcrfte also in den nun beginnenden Sondierungen der erste Blick auf ein SPD-Gr\u00fcne- FDP-B\u00fcndnis fallen. F\u00fcr den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, der eine solche Koalition anstrebt, erschwert sich das Vorhaben enorm dadurch, dass er einer eventuell widerstrebenden FDP nicht l\u00e4nger mit der Alternative eines Linksb\u00fcndnisses drohen kann. Denn obwohl die Linke sich um Haaresbreite \u00fcber drei Direktmandate in den Bundestag rettete, ist mit 4,9% ihr Ergebnis so schlecht, dass sie f\u00fcr SPD und Gr\u00fcne nicht als dritter Partner f\u00fcr eine Regierungsbildung in Frage kommt. Daher d\u00fcrfte die FDP in den Verhandlungen noch selbstbewusster auftreten als schon im Wahlkampf, und es ist nicht auszuschliessen, dass es ihr gelingt, in einem Ampelb\u00fcndnis erhebliche Zugest\u00e4ndnisse insbesondere in Bereichen wie Finanz- und Rentenpolitik nebst attraktiven Posten, etwa dem des Finanzministers, f\u00fcr sich auszuhandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Wahrscheinlichkeit einer Jamaika-Koalition br\u00f6ckelt, sollte sie Stand gestern genauso wenig ausgeschlossen werden wie eine erneute grosse Koalition. Scheitern etwa die Ampel- Sondierungen, k\u00f6nnte an deren Stelle der Versuch der Union stehen, mit ver\u00e4ndertem &#8211; etwa j\u00fcngerem, weiblicherem \u2013 F\u00fchrungspersonal einen erneuten Versuch der Regierungsbildung mit FDP und Gr\u00fcnen zu unternehmen. Hierbei w\u00e4re zu erwarten, dass die Gr\u00fcnen die Latte sehr hoch legen w\u00fcrden, um das Zusammengehen mit dem Wahlverlierer ihrer Parteibasis vermitteln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gute Nachricht ist, dass das Schreckgespenst einer Regierung mit Beteiligung der Linkspartei vom Tisch ist. Nur im Fall einer derartigen M\u00f6glichkeit w\u00e4re wegen der Bef\u00fcrchtung h\u00f6herer Steuern, eventueller Enteignungen (im Immobilienbereich) sowie mehr Regulierung eine klar negative Reaktion an den Aktienm\u00e4rkten denkbar gewesen. Nun richtet sich der Blick auf die wahrscheinlichsten Dreiparteienkonstellationen, Ampel und Jamaika. Beide w\u00e4ren wegen zu erwartender Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und Infrastruktur und einer \u2013 dank FDP \u2013 eher geringen Gefahr von Steuererh\u00f6hungen aus Aktienmarktsicht positiv zu bewerten. Fraglich w\u00e4re dagegen die Einordnung durch die Rentenm\u00e4rkte. Zwar k\u00f6nnte ein rigider Haushaltskurs das Vertrauen in die Solidit\u00e4t der deutschen Fiskalpolitik befestigen. Andererseits w\u00e4re bei einer zu wenig integrationsfreundlichen Haltung bez\u00fcglich europ\u00e4ischer Finanzen eine Ausweitung der Risikoaufschl\u00e4ge bei s\u00fcdeurop\u00e4ischen Staatsanleihen zu bef\u00fcrchten \u2013 mit eventuell unerw\u00fcnschten Folgen f\u00fcr die Risikowahrnehmung der Rentenm\u00e4rkte und erneutem Druck auf die EZB.<\/p>\n<h6><strong>Wird 2022 das Jahr divergierender Geldpolitik in Europa und den USA?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos EZB. W\u00e4hrend die europ\u00e4ische Geldpolitik versucht, den Ball bez\u00fcglich \u00abTapering\u00bb und Zinserh\u00f6hungen flach zu halten, klang die amerikanische Fed am letzten Mittwoch energischer. Der \u00abDot Plot\u00bb, die grafische Abbildung der Zinserwartungen unter den FOMC-Mitgliedern, sug-geriert nun erstmals eine kleine (12,5 Basispunkte) Zinsanhebung schon im n\u00e4chsten Jahr. Und bez\u00fcglich des Tapering liess Fed-Chair Jerome Powell durchblicken, dass man die Abschmel-zung der Anleihek\u00e4ufe eher z\u00fcgig durchf\u00fchren werde, was eine Geschwindigkeit der R\u00fcckf\u00fch-rung eher in einer Gr\u00f6ssenordnung von 20 Mrd. US Dollar pro Monat andeutet. W\u00e4hrend gegen Mitte 2022 die EZB also noch an den Folgen ihres Ausstiegs aus dem Pandemic Emergency Purchase Programme laborieren k\u00f6nnte, ist es nicht unwahrscheinlich, dass uns in den USA der unmittelbare Blick auf eine echte Straffung der Geldpolitik ins Haus steht. F\u00fcr die Zins- und W\u00e4hrungsm\u00e4rkte k\u00e4me dieses Auseinanderdriften schneller als bis vor kurzem erwartet. Ent-sprechende Umpositionierungen f\u00fcr 2022 w\u00e4ren vermutlich die Folge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Deutschland hat gew\u00e4hlt. 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