{"id":21751,"date":"2021-11-03T10:43:48","date_gmt":"2021-11-03T09:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=11243"},"modified":"2021-11-03T10:43:48","modified_gmt":"2021-11-03T09:43:48","slug":"blackrock-alle-augen-auf-den-zentralbanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-alle-augen-auf-den-zentralbanken\/","title":{"rendered":"BlackRock : Alle Augen auf den Zentralbanken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Globale Zinsstrukturkurven sind in den letzten Wochen flacher geworden und haben sich nach  oben verschoben..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeichen daf\u00fcr, dass mehr Marktteilnehmer eine schnellere Straffung der Zentralbankpolitik erwarten als bis dato angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders aggressiv erscheinen Markterwartungen bez\u00fcglich der US-Fed, f\u00fcr die inzwischen zwei Zinsanhebungen (jeweils um 25 Basis-punkte) schon n\u00e4chstes Jahr in den Fed Funds Futures eingepreist sind. Aber auch f\u00fcr die Zentralbanken Grossbritanniens und Australiens, welche wie die Federal Reserve diese Woche tagen,  erwarten Marktbeobachter eine Versch\u00e4rfung der monet\u00e4ren Bedingungen, f\u00fcr die Bank of England in Gestalt einer Anhebung des Leitzinses um 15 Basispunkte und f\u00fcr die Reserve Bank of  Australia in Form einer Abkehr von ihrer Politik der Zinskurvensteuerung. Auch in der EU stehen  Straffungen der Geldpolitik auf dem Programm, denn die j\u00fcngst stark gestiegenen Verbraucherpreise d\u00fcrften die polnische und tschechische Notenbank zu Anhebungen ihrer Leitzinsen bewegen. Die gr\u00f6sste Beachtung aber wird zweifellos auch diesmal auf der amerikanischen Zentralbank und ihrem Gouverneur Jerome Powell liegen. So gilt als sicher, dass die Fed das Tapering, also ein Abschmelzen der Anleihek\u00e4ufe von derzeit monatlich 120 Mrd. US-Dollar, be schliessen wird. Die erwartete Gr\u00f6ssenordnung der R\u00fcckf\u00fchrung betr\u00e4gt 15 Mrd. US-Dollar pro Monat, bestehend aus zehn Milliarden Staatsanleihen und f\u00fcnf Milliarden Mortgage Backed  Securities (MBS) und d\u00fcrfte schon, wie von Powell fr\u00fcher angek\u00fcndigt, kurz nach der Fed-Sitzung beginnen, also noch im November. Dies w\u00fcrde bedeuten, dass das Abschmelzen auf null (acht Monate mal 15 Mrd. US-Dollar pro Monat) zur Jahresmitte 2022 abgeschlossen sein  d\u00fcrfte und die Fed dann, ganz auf Linie ihrer bisherigen Kommunikation, die M\u00f6glichkeit eines Lift-off, also der ersten Zinserh\u00f6hung, pr\u00fcfen k\u00f6nnte. F\u00fcr wahrscheinlicher als die zwei ab Juli  eingepreisten Zinserh\u00f6hungen f\u00fcr 2022 halten wir aber derzeit ein vorsichtiges Hineintasten,  mit anderen Worten derzeit nur eine Zinserh\u00f6hung in der zweiten Jahresh\u00e4lfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Grund daf\u00fcr, dass die Zentralbanken weltweit auf Straffung umschalten, liegt in den hohen  Inflationswerten.<\/strong> Letzte Woche kam die Kernrate der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben (core PCE)  in den USA f\u00fcr den Oktober erneut bei 3.6% herein. Best\u00e4tigt wurde dies durch Verbraucher- preisanstiege um 4,5% in Deutschland, 4,1% in der Eurozone oder 4,4% in Kanada. Die EZB, deren Zentralbankrat sich auch in der vergangenen Woche wieder gegen den Zeitgeist stellte  und kein Anzeichen einer geldpolitischen Normalisierung erkennen liess, h\u00e4lt diese Inflations- daten nach wie vor f\u00fcr vor\u00fcbergehend. EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde bem\u00fchte sich in der  Pressekonferenz nach Kr\u00e4ften, entsprechende Fragen mit den \u00fcblichen Argumenten zu entsch\u00e4rfen. Sie bestehen aus dem Verweis auf Basiseffekte (wobei jener der deutschen Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn 2022 allein rund einen halben Prozentpunkt aus der Eurozonen-Inflationsrate herausbrechen sollte), unterschiedliche Erholungsgeschwindigkeiten von Angebot und Nachfrage nach der Pandemie (das Angebot sollte in den n\u00e4chsten Quartalen nachziehen und  somit das Missverh\u00e4ltnis ausgleichen) sowie Lieferkettenengp\u00e4sse, welche zum Teil durch die  Pandemie bedingt und damit tempor\u00e4r sind. W\u00e4hrend all diese Argumente nachvollziehbar sind  und die Inflation im Euroraum im Jahr 2022 vermutlich wirklich wieder Richtung 2% zur\u00fcckgehen d\u00fcrfte, sollten wir uns erstens dar\u00fcber klar sein, dass \u201atempor\u00e4r\u2018 wohl wesentlich l\u00e4nger bedeutet als urspr\u00fcnglich gedacht, dass also nicht schon Anfang 2022 die Inflation in sich zusammenfallen wird. Zweitens drohen durchaus in der mittleren Frist weitere bzw. erneute Inflations-risiken, wenn etwa der Kampf gegen den Klimawandel f\u00fcr h\u00f6here Energiekosten sorgt und\/oder  Aufwendungen f\u00fcr die gr\u00fcne Transformation auf die Verbraucherpreise umgelegt werden. F\u00fcr die USA und die heutige Fed-Sitzung gelten diese \u00dcberlegungen umso mehr, allein schon wegen der expansiveren Fiskalpolitik und des preissensibleren Arbeitsmarktes. Insofern d\u00fcrfte eine der entscheidenden Fragen f\u00fcr Anleihe- und Aktienm\u00e4rkte in dieser Woche sein, ob sich Jerome Powell weiter der Einsch\u00e4tzung eines nur vor\u00fcbergehenden Inflationsschubes anschliesst.<\/p>\n<h6><strong>G20 und COP26 zeigen: Den Klimawandel ernsthaft zu bek\u00e4mpfen wird auch weh tun<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die mageren Kompromisse des G20-Gipfels in Rom haben den Klimawandel erneut als St. Florians-Problem entlarvt. W\u00e4hrend sich n\u00e4mlich nahezu alle \u00fcber die Notwendigkeit des 1,5 Grad- Ziels und CO2-Neutralit\u00e4t allersp\u00e4testens bis 2050 einig sind, m\u00f6chte kaum jemand den eigenen W\u00e4hlern zumuten, auf diesem Weg voranzugehen. Nun geht es mit der COP26-Tagung in  Glasgow nahtlos weiter. Und w\u00e4hrend immer klarer wird, dass die Bek\u00e4mpfung der Klimaverschiebungen enorme Kosten und damit Verteilungsk\u00e4mpfe verursachen wird, nimmt auch der  Handlungsdruck dramatisch zu. Denn viel teurer wird es, wenn weiter zu wenig geschieht. F\u00fcr Anleger bedeutet dies: Investitionen in gr\u00fcne Transformation bieten enorme Chancen, oder anders ausgedr\u00fcckt: der CO2-Fussabdruck wird zu einer immer entscheidenderen Kompassnadel  f\u00fcr zuk\u00fcnftige Anlageentscheidungen.<span id=\"page3R_mcid6\" class=\"markedContent\"><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Globale Zinsstrukturkurven sind in den letzten Wochen flacher geworden und haben sich nach oben verschoben..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21751","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21751\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}