{"id":21759,"date":"2022-03-15T11:41:39","date_gmt":"2022-03-15T10:41:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=12609"},"modified":"2022-03-15T11:41:39","modified_gmt":"2022-03-15T10:41:39","slug":"blackrock-markt-zwischen-hoffen-und-bangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-markt-zwischen-hoffen-und-bangen\/","title":{"rendered":"BlackRock : Markt zwischen Hoffen und Bangen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: In der vergangenen Woche hat sich die Bewertungsl\u00fccke zwischen europ\u00e4ischen und amerikanischen Aktien ein gutes St\u00fcck weit geschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend in der alten Welt die breiten Indizes um knapp 4% zulegen konnten, b\u00fcssten ihre US-Pendants fast 3% ein. Dies hatte zum Teil mit den wieder sehr hohen Inflationszahlen in den Vereinigten Staaten zu tun (der Februarwert stieg von 7,5% auf 7,9%) und damit der Bef\u00fcrchtung, die Zentralbank k\u00f6nne mit einer noch sch\u00e4rferen Verknappung der Geldpolitik reagieren. Massgeblich aber f\u00fcr die erstaunliche Performance europ\u00e4ischer Aktien war der Kurssprung am Mittwoch, als sich Nachrichten von einer angeblich m\u00f6glichen diplomatischen L\u00f6sung f\u00fcr den Ukraine-Krieg verbreiteten. Der DAX sprang allein an diesem Tag um fast 8%, \u00fcber 1.000 Indexpunkte, nach oben. Dabei d\u00fcrfte klar sein, dass die Aussichten auf eine Verhandlungsl\u00f6sung minimal sind. Solange die Ukraine auf der Unversehrtheit ihres Territoriums inklusive Krim und Donbass besteht, Russland aber erstere als Teil seines Gebietes und f\u00fcr letzteren einen unabh\u00e4ngigen Status beansprucht, liegt eine diplomatische L\u00f6sung des Konflikts in weiter Ferne. Auch wenn also bei dem bemerkenswerten Kurssprung am Mittwoch technische Gr\u00fcnde (etwa Short Covering) zus\u00e4tzlich eine erhebliche Rolle gespielt haben d\u00fcrften, l\u00e4sst sich doch konstatieren, dass Marktteilnehmer zurzeit geneigt sind, mit einer ganzen Portion irrationalen Optimismus\u2018 noch auf die kleinste Hoffnung einzusteigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dabei mag eine Rolle spielen, dass die j\u00fcngste Erfahrung mit einem Aktiencrash noch nicht lange zur\u00fcckliegt (Covid M\u00e4rz 2020) und lehrt, dass es eine gute Idee sein kann, in der N\u00e4he des vermuteten Tiefpunktes einzusteigen.<\/strong> Vor zwei Jahren war dieser Punkt mit der Erkenntnis erreicht, dass die Welt sich mit der Pandemie zwar einer einzigartigen Naturkatastrophe gegen\u00fcber sah, dass aber auf Sicht die Sch\u00e4den beseitigt und Investoren in der Lage sein w\u00fcrden, zu ihren Gesch\u00e4ftsmodellen zur\u00fcckzukehren \u2013 wenn auch mit Modifikationen an der einen oder anderen Stelle. Als dann auch noch Regierungen und Zentralbanken mit der Bazooka Krisenbek\u00e4mpfung in nie gewesenem Ausmass ank\u00fcndigten, gab es kein Halten mehr. Allerdings d\u00fcrfte der Krieg ein Risikoszenario ganz anderer Gestalt sein. In der aktuellen Situation von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine scheint es nicht nur schwieriger, das gesamte Ausmass der Katastrophe zu umreissen. Im Gegensatz zu 2020 befinden wir uns auch in einer Welt, in der Zentralbanken ihre Geldpolitik eher straffen als lockern und in der die Regierungen der westlichen Welt auch fiskalpolitisch noch weniger Spielraum haben als schon vor zwei Jahren. Dar\u00fcber hinaus \u2013 und das d\u00fcrfte der Hauptgrund f\u00fcr weiter sehr hohe Volatilit\u00e4t \u00fcber die kommenden Wochen sein \u2013 wird immer klarer, dass der Krieg eine echte Zeitenwende darstellt. Die globale Ordnung der letzten 30 Jahre, in der ohne die Bedrohung des kalten Krieges die wirtschaftliche Entwicklung und der Ausbau des Welthandels im Mittelpunkt stand, ist dahin. Die Friedensdividende, die nicht nur Staaten deutlich geringere Milit\u00e4rbudgets erlaubt, sondern auch Unternehmen einen sicheren Operationsrahmen gegeben hatte, ist aufgebraucht. Und w\u00e4hrend viele Marktteilnehmer immer noch in der Logik der alten Ordnung verhaftet bleiben und sich im \u201eBottom Fishing\u201c probieren, wird immer sichtbarer, dass grosse Teile der Finanzm\u00e4rkte orientierungslos durch die Umbruchphase treiben, verzweifelt auf der Ausschau nach einem neuen Gleichgewicht. Allein, es k\u00f6nnte noch Monate dauern, bis dieses auch nur ansatzweise in Sicht kommt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die EZB steuert auf einen Politikfehler zu. Was macht die Fed? <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Energiepreise stark steigen und neue Lieferkettenprobleme (Kriegsfolgen in der Ukraine und Russland sowie neue massive Corona-Lockdowns in Asien) die Gefahr einer wirtschaftlichen Abschw\u00e4chung an die Wand malen, gibt sich die EZB unbeeindruckt. Am vergangenen Donnerstag taxierten die Zentralbankvolkswirte das BIP-Wachstum in der Eurozone in diesem Jahr bei immer noch 3,7% (revidiert von 4,2%) bei gleichzeitig mit 5,1% viel h\u00f6herer Durchschnittsinflation als bis dato prognostiziert (3,2%). Es waren \u2013 aus meiner Sicht f\u00e4lschlicherweise \u2013 auch wieder die Inflationsbef\u00fcrchtungen, welche die EZB zum Anlass nahm, die Straffung der Geldpolitik zu beschleunigen. Dass die Bank damit suggeriert, etwas gegen diese Art von Inflation tun zu k\u00f6nnen, sehe ich kritisch. Angesichts schon jetzt deutlich strafferer geldpolitischer Bedingungen weltweit nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass die EZB angesichts des sich abzeichnenden Wachstumseinbruchs doch wieder auf das Gaspedal gehen und damit einen Politikfehler einr\u00e4umen muss. Zuletzt ist dies dem scheidenden EZB-Pr\u00e4sidenten Jean-Claude Trichet im Herbst 2008 passiert. Als er in die bereits tobende Bankenkrise die Zinsen anhob, erwies sich das schon kurz sp\u00e4ter als Fehler, den die EZB schnell korrigieren musste. Noch heute wirkt der Reputationsschaden dieses Politikfehlers nach, zumal er sich im Herbst 2011 wiederholte. 2022 k\u00f6nnte ein weiterer hinzukommen. Mal sehen, wie morgen die US Fed mit dieser Herausforderung umgeht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: In der vergangenen Woche hat sich die Bewertungsl\u00fccke zwischen europ\u00e4ischen und amerikanischen Aktien ein gutes St\u00fcck weit geschlossen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21759","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21759"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21759\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}