{"id":21760,"date":"2022-03-22T10:34:25","date_gmt":"2022-03-22T09:34:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=12659"},"modified":"2022-03-22T10:34:25","modified_gmt":"2022-03-22T09:34:25","slug":"blackrock-pfeifen-im-walde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-pfeifen-im-walde\/","title":{"rendered":"BlackRock : Pfeifen im Walde"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Nahezu alle Zeichen standen in der vergangenen Woche auf risk-on.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wichtigsten Aktienbarometer verzeichneten Kurszuw\u00e4chse von 5-6% bei deutlich geringerer Volatilit\u00e4t als in den Vorwochen, die Zinsen f\u00fcr sichere Staatsanleihen stiegen kr\u00e4ftig (um 9 Basispunkte bei zehnj\u00e4hrigen Bundesanleihen auf 0,33% und um 14 Basispunkte bei ihren US-Pendants, die damit eine Rendite von 2,15% erreichten), der Goldpreis gab leicht nach. Das alles l\u00e4sst darauf schliessen, dass eine Mehrheit der Kapitalmarktteilnehmer eine drastische Wirtschaftsabschw\u00e4chung als wenig wahrscheinlich erachtet und Teile des Marktes eine diplomatische L\u00f6sung in der Ukraine zumindest f\u00fcr gut m\u00f6glich halten. Beides w\u00fcrde wohl bedeuten, dass wir in diesem Jahr an den M\u00e4rkten mit einem blauen Auge davon kommen. Leider gibt es an beidem aber, wie in den vergangenen Wochen hier dargelegt, einigen Zweifel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In den USA jedenfalls gibt sich die Notenbank grimmig entschlossen, der inzwischen auf 7,9% gestiegenen Inflation die Stirn zu bieten<\/strong>. So wurde am Mittwoch nicht nur die allseits erwartete Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte, die erste seit 2018, beschlossen, sondern es wurden gleich sechs weitere f\u00fcr den restlichen Jahresverlauf in Aussicht gestellt. Ausserdem, so Fed-Chairman Jerome Powell, werde man auf einem der n\u00e4chsten Meetings mit dem Abbau der Bilanz beginnen. Je nach Geschwindigkeit dieses Abbaus und der Frage, wie man ihn gestaltet (also passiv, durch Verzicht auf Neuinvestition f\u00e4llig werdender Anleihen oder aktiv, sprich durch Verkauf) l\u00e4sst sich angesichts der weiterhin sehr niedrigen Realzinsen durch diese Liquidit\u00e4tsdrainage eine st\u00e4rkere Einbremsung der geldpolitischen Bedingungen erreichen als mit den \u2013 graduell geplanten \u2013 Zinserh\u00f6hungen. Bemerkenswert an den kernigen Ansagen des Fed-Chefs erscheint zudem, dass die Notenbank selbst den Zielwert ihres aktuell begonnenen Zinsanhebungszyklus\u2018 mit 2,75% oberhalb dessen erwartet, was sie selbst als l\u00e4ngerfristige Fed Funds Target Rate sieht, n\u00e4mlich 2,375%. Damit geht die Fed \u00fcber die Ank\u00fcndigung einer reinen geldpolitischen Normalisierung hinaus. Indem sie auf diese Weise signalisiert, die monet\u00e4ren Bedingungen \u2013 wenn auch leicht &#8211; \u00fcber das normale Mass hinaus zu straffen, vermittelt sie das Ziel, der wahrgenommenen Gefahr einer heiss laufenden Wirtschaft (die Rede war von einem \u201eextrem knappen\u201c Arbeitsmarkt) zu begegnen. Auch hier ist also, \u00e4hnlich wie bei den Finanzmarktteilnehmern, kaum die Sorge zu sp\u00fcren, dass sich die Kombination aus anhaltenden Covid-Folgen, Russlands Krieg in der Ukraine und einer weniger handelsfreundlichen Neusortierung der Welt negativ auf die Wirtschaftsdynamik der USA auswirken k\u00f6nnte.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ukraine: Wenig Anlass f\u00fcr Optimismus<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil gibt es in der Ukraine kaum Anlass, optimistisch zu sein. Zwar hat die mit immer mehr modernen Waffen ausger\u00fcstete ukrainische Armee an vielen Stellen den offenbar schlecht vorbereiteten russischen Vormarsch aufhalten k\u00f6nnen. Um den Aggressor aber zur\u00fcckdr\u00e4ngen zu k\u00f6nnen, fehlen Kraft und Material, so dass etwa in den belagerten, wenn auch nicht komplett eingeschlossenen Grossst\u00e4dten Charkiw und Kiew ein m\u00f6glicherweise Monate dauernder Abnutzungskampf droht, mit sehr vielen Opfern. Dass derart apokalyptische Erwartungen keineswegs \u00fcberzogen sind, zeigen seit Tagen Bilder aus der Hafenstadt Mariupol, die von der Aussenwelt abgeschnitten und seit Wochen ohne Strom und Wasser ist. Die Bereitschaft des russischen Milit\u00e4rs, fast t\u00e4glich neue Kriegsverbrechen an der Zivilbev\u00f6lkerung zu begehen (offenbar gezielte Bombardierung von Krankenh\u00e4usern, Schutzr\u00e4umen und Fluchtkorridoren) l\u00e4sst vermuten, dass Putin zum \u00c4ussersten bereit ist. Zudem sollten Russlands bisherige milit\u00e4rische Misserfolge nicht dazu verleiten, das Eskalationspotential durch immer zerst\u00f6rerischere Waffen zu untersch\u00e4tzen. So verf\u00fcgt das russische Milit\u00e4r neben den j\u00fcngst eingesetzten \u201aKinschal\u2018-Hyperschallraketen \u00fcber mindestens 2.000 taktische Atomwaffen. Es ist nicht auszuschliessen, dass der Einsatz selbst derart ge\u00e4chteter Mittel erfolgt, wenn Putin ihn f\u00fcr den einzigen Weg h\u00e4lt, den Widerstand der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zu brechen. Insofern spricht vieles daf\u00fcr, dass die Katastrophe eher noch weitergeht, dass es noch schlimmer wird, bevor der Krieg zum Ende kommt. Wenn dem so ist, entspricht die gegenw\u00e4rtige eher entspannte Marktverfassung dem sprichw\u00f6rtlichen Pfeifen im Walde. Es k\u00f6nnte ratsam sein, Portfolios auf l\u00e4ngere Sicht robuster aufzustellen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Nahezu alle Zeichen standen in der vergangenen Woche auf risk-on.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21760"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21760\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}