{"id":21762,"date":"2022-04-05T11:28:39","date_gmt":"2022-04-05T09:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=12775"},"modified":"2022-04-05T11:28:39","modified_gmt":"2022-04-05T09:28:39","slug":"blackrock-knirschen-im-eu-gebaelk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-knirschen-im-eu-gebaelk\/","title":{"rendered":"BlackRock : Knirschen im EU-Geb\u00e4lk"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Sp\u00e4testens seit den schockierenden Verbrechen an der Zivilbev\u00f6lkerung, welche abziehende russische Soldaten offenbar in Butscha &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>und anderen Vororten Kiews begangen haben, rangiert Russlands \u00dcberfall auf die Ukraine weit oben auf der Liste der schlimmsten Kriegsgr\u00e4uel in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr die EU im Allgemeinen und Deutschland im Speziellen versch\u00e4rft sich damit die Frage, wie man mit einem Kriegsverbrecher wie Putin weiter Gesch\u00e4fte machen kann.<\/strong> Selbst wenn dies schwerste \u00f6konomische Verwerfungen, inklusive einer tiefen Rezession zur Folge h\u00e4tte, erscheint der Gedanke unertr\u00e4glich, dem Massenm\u00f6rder im Kreml jeden Tag Hunderte von Millionen an Euro und Dollar in die Kassen zu sp\u00fclen. Schon jetzt zeigt sich, dass es mit der gern zur Schau gestellten europ\u00e4ischen Einigkeit im Angesicht des Krieges nicht so weit her ist. Dies beginnt schon bei der EU-F\u00fchrung, innerhalb derer die Rivalit\u00e4t zwischen Kommissionspr\u00e4sidentin Von der Leyen und ihrem grotesk geltungshungrigen Widersacher, Ratspr\u00e4sident Michel, wichtiger zu sein scheint als eine gut abgestimmte Reaktion auf Putins Angriffskrieg. Auch das ungarische Wahlergebnis vom Wochenende ist ein schlimmes Zeichen europ\u00e4ischer Uneinigkeit. Denn w\u00e4hrend sich die EU und deren Mehrheit r\u00fchmt, in der Ukraine auch die Freiheit Europas zu verteidigen, hat der Putin-freundliche Nationalist Orban offenbar Medien, Justiz sowie Bildungssystem \u2013 und damit entscheidende Kan\u00e4le zur Manipulation des Wahlvolks &#8211; hinreichend gleichgeschaltet, um einen Erdrutschsieg und eine Zweidrittelmehrheit im Parlament einzufahren. Angesichts der Frage, wie lange sein von Korruption gebeuteltes Land noch Mitglied der EU bleiben kann, richten sich umso mehr Hoffnungen auf Frankreich. Dort verk\u00fcrzte sich zwar zuletzt die F\u00fchrung Emmanuel Macrons auf Marine Le Pen im Pr\u00e4sidentschaftsrennen. Aber nach wie vor stehen die Chancen gut, dass der \u00fcberzeugte Europ\u00e4er Macron sowohl die erste Wahlrunde am Sonntag (10. April) als auch die Stichwahl zwei Wochen sp\u00e4ter gewinnt und damit in den gr\u00f6ssten drei Volkswirtschaften der EU Bef\u00fcrworter einer tieferen Integration Europas an der Regierung bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil stehen die Kurse europ\u00e4ischer Aktien inzwischen wieder h\u00f6her als zum Zeitpunkt von Russlands Invasion am 24. Februar. Hierbei scheint neben einer gewissen Alternativlosigkeit (die Realzinsen sind weiterhin extrem niedrig, ausserdem k\u00f6nnen Aktien bis zu einem bestimmten Punkt Portfolios gegen steigende Inflation immunisieren) auch immer wieder die Hoffnung Ausdruck zu finden, es m\u00f6ge schon nicht so schlimm kommen. Aber angesichts der immer schlimmeren Gr\u00e4ueltaten der russischen Armee, der realistischen Aussicht f\u00fcr Putin, substanzielle Teile der S\u00fcdostukraine inklusive der Landverbindung zwischen Donbass und Krim dauerhaft halten zu k\u00f6nnen sowie den nach wie vor weit auseinanderliegenden Positionen bei den \u201eFriedensverhandlungen\u201c erscheint die Aussicht auf ein baldiges Kriegsende fraglich. Und mit jedem Tag, den der Krieg l\u00e4nger dauert, w\u00e4chst die Wahrscheinlichkeit weiter steigender Energiepreise, unterbrochener Lieferketten und nackter Angst bei Unternehmen und Verbrauchern. Und sollten weitere Verbrechen der russischen Armee und\/oder erzwungene Rubelzahlungen den sprichw\u00f6rtlichen Gashahn vollends zudrehen, d\u00fcrfte eine schwere Rezession nicht zu vermeiden sein. Damit steht Europa deutlich anf\u00e4lliger da als die Vereinigten Staaten. Nach Berechnungen von Kollegen des BlackRock Investment Institute (BII) betrugen zuletzt die Energieaufwendungen in Europa sage und schreibe 9,1% des BIP \u2013 im Vergleich zu nur 4,4% in den USA. Die Gewinne europ\u00e4ischer Unternehmen wurden seit Jahresbeginn bereits um rund 6% abw\u00e4rts revidiert, im Gegensatz zu Aufw\u00e4rtskorrekturen bei den Gewinnerwartungen ihrer US-Pendants um rund 8%. Selbst wenn Europas Firmen rund die H\u00e4lfte ihrer Ertr\u00e4ge in anderen Teilen der Welt generieren, d\u00fcrften sie unter dem Krieg und der allgemeinen Gemengelage st\u00e4rker leiden als US-Unternehmen. F\u00fcr uns Grund genug, europ\u00e4ische Aktien taktisch auf neutral zur\u00fcckzunehmen \u2013 weitere R\u00fcckstufungen nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<h6><strong>Inverse US-Zinskurve: Interessante Anekdote oder konkrete Rezessionsdrohung? <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende letzter Woche stieg die Rendite zweij\u00e4hriger US-Staatsanleihen auf 2,45%, sechs Basispunkte \u00fcber der Zehnjahresrendite. Damit wurde die Kurve zum ersten Mal seit 2019 wieder invers. In den bisher acht Inversionen seit den sp\u00e4ten 1970ern waren inverse US-Zinskurven mit nur einer Ausnahme (1998) Vorboten einer Rezession. Droht die Logik, der zufolge eine inverse Kurve auf eine drastisch straffende und damit die Konjunktur abw\u00fcrgende Fed hindeutet, auch diesmal wieder? Kann sein, muss aber nicht. Denn einerseits preisen die Fed Funds Futures in der Tat eine sehr kernig einbremsende US-Notenbank ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass bis zum \u00fcbern\u00e4chsten FOMC-Meeting der Leitzins um mindestens 100 Basispunkte h\u00f6her steht als heute, betr\u00e4gt gem\u00e4ss Futures-Preisen 78%. Auch unsere BII-Hausmeinung geht von schnellen weiteren Schritten und einer Fed Funds Target Rate von 2% zum Jahresende aus. Dies alles w\u00e4re aber noch mit einer Normalisierung der Geldpolitik vereinbar. Erst wenn die Fed den Leitzins deutlich \u00fcber den neutralen Bereich hinaus anheben w\u00fcrde, w\u00e4re monet\u00e4re Restriktion und damit eine drohende Wachstumsbeeintr\u00e4chtigung gegeben. Genau dies aber erwarten wir derzeit nicht. Zudem gut m\u00f6glich, dass der Fed ein Eind\u00e4mmen der Inflationserwartungen dank \u201eFrontloading\u201c der ersten Zinsschritte schon vor dem Erreichen des neutralen Zinses gelingt. In diesem Fall k\u00f6nnten die Geschichtsb\u00fccher eine weitere Episode erleben, in der die M\u00e4rkte trotz inverser US-Kurve mit einem blauen Auge davonkommen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Dieses Material soll nicht als Prognose, Research oder Anlageberatung herangezogen werden und stellt keine Empfehlung, Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzprodukten oder zur Annahme einer Anlagestrategie dar. Die ge\u00e4usserten Meinungen beziehen sich auf den 28. M\u00e4rz 2022 und k\u00f6nnen sich \u00e4ndern, wenn die nachfolgenden Bedingungen variieren.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Sp\u00e4testens seit den schockierenden Verbrechen an der Zivilbev\u00f6lkerung, welche abziehende russische Soldaten offenbar in Butscha &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21762","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21762"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21762\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}