{"id":21767,"date":"2022-07-06T10:36:03","date_gmt":"2022-07-06T08:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=13843"},"modified":"2022-07-06T10:36:03","modified_gmt":"2022-07-06T08:36:03","slug":"blackrock-von-der-zins-zur-gewinnangst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-von-der-zins-zur-gewinnangst\/","title":{"rendered":"Blackrock: Von der Zins- zur Gewinnangst"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Gegen Ende vergangener Woche gaben Aktienkurse und Anleiherenditen erheblich nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer mehr pr\u00e4gt die Angst vor einer deutlichen Wachstumsabschw\u00e4chung in den USA die Markterwartungen. Da war es f\u00fcr die Anlegerstimmung nicht gerade f\u00f6rderlich, dass der viel beachtete ISM-Index f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe um \u00fcber drei Indexpunkte nachgab und damit signalisierte, dass die Dynamik der US-Industrie sich verlangsamt. Zwar blieb der Index mit 53 deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50, reduzierte sich allerdings von 56,1 im Vormonat. Besonders interessant war ein Subindex, die \u201aPrices Paid\u2018-Komponente, welche von 82,2 auf 78,5 sank und damit nachlassenden Preisdruck auf der Angebotsseite anzeigte. In der Gesamtschau vermittelte der Datensatz also den Eindruck, die Wirtschaftsaktivit\u00e4t in den USA verlangsame sich derzeit erheblich, die durch Angebotsknappheiten verursachte Inflation k\u00f6nne aber ihren H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten haben. Andersherum ausgedr\u00fcckt: in diesem Szenario w\u00fcrde die sich n\u00e4hernde Wirtschaftsflaute den Job erledigen, welcher den Zentralbanken trotz ihrer aggressiven Rhetorik nicht wirklich zugetraut wird, n\u00e4mlich die Inflation nachhaltig zu senken. Innerhalb des Spannungsfeldes der Stagflationssorgen, welche die M\u00e4rkte seit Jahresbeginn umtreiben und zu einem historischen Parallelsinkflug von Aktien- und Anleihekursen gef\u00fchrt haben, scheint sich der Schwerpunkt von Inflations- bzw. Zins- zu Stagnations- bzw. Rezessionssorgen zu verschieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besondere Bedeutung kommt hierbei der in diesen Tagen beginnenden Berichtssaison f\u00fcr die Unternehmensgewinne im zweiten Quartal zu. Wobei genauer gesagt nicht der Blick in den R\u00fcckspiegel im Fokus stehen d\u00fcrfte, also die Ergebnisse des gerade beendeten Quartals, sondern die Vorausschau auf die n\u00e4chsten paar Quartale. Und hier d\u00fcrften viele Unternehmen in ihrer Kommunikation deutlich verhaltener werden. In den USA hat die erwartbare Skepsis vor allem mit dem nachlassenden Momentum des post-Covid-Neustarts zu tun, der unter anderem eine Folge geringerer fiskalischer Unterst\u00fctzung ist, dazu aber auch mit einer eher schwachen Weltwirtschaft und einem \u00fcber das konjunkturneutrale Niveau steigenden Zentralbankzins. In Europa fehlt zwar die Angst vor letzterem (kaum jemand glaubt ernsthaft, die EZB w\u00fcrde die Leitzinsen wirklich bis in den restriktiven Bereich erh\u00f6hen), umso gr\u00f6sser ist aber die Sorge, Rohstoffknappheit und weiter steigende Energiepreise k\u00f6nnten die wirtschaftliche Aktivit\u00e4t zum Stillstand bringen. Besondere Aufmerksamkeit erh\u00e4lt daher in diesen Tagen der Gasimport. Schon jetzt hat die russische Regierung die Gasversorgung f\u00fcr 12 europ\u00e4ische L\u00e4nder erheblich reduziert, durch die wichtige Nord Stream 1-Pipeline wird derzeit nur etwa 40% der m\u00f6glichen Gasmenge geleitet. Am kommenden Montag, dem 11. Juli, wird es planm\u00e4ssig wie jedes Jahr zu zehnt\u00e4gigen Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Pipeline kommen, w\u00e4hrend derer die Gasdurchleitung komplett gestoppt werden muss. Sollte, was inzwischen als realistisches Szenario gilt, die Durchleitung nach Ende der Wartung, also zum 21. Juli, nicht wieder hochgefahren werden, w\u00fcrde Deutschland eine massive Versch\u00e4rfung der Gasknappheit drohen. Nach der bisher erreichten zweiten Stufe des Gasnotfallplans k\u00f6nnte dann schnell Stufe drei durch das Wirtschaftsministerium erkl\u00e4rt werden, was bedeutet, dass die Bundesnetzagentur die Zuteilung des knappen Gutes Gas auf Haushalte, Energieerzeuger und Industrie \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Viele auf Gas angewiesene, aber nicht als essenziell eingestufte Produktionsbereiche der Industrie w\u00e4ren dann wohl gezwungen, ihre Aktivit\u00e4t herunterzufahren bzw. ganz einzustellen. Ein deutlicher Einbruch der Wirtschaftst\u00e4tigkeit \u00fcber mehrere Quartale w\u00e4re nahezu unvermeidlich. In Europa st\u00fcnde dann, als ganz konkrete Folge des russischen \u00dcberfalls auf die Ukraine, die Rezession vor der T\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rohstoffe: Taktisch unter Druck, strategisch interessant<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In kaum einer anderen Assetklasse ist die Unterscheidung zwischen taktischer und strategischer Perspektive im aktuellen Umfeld so deutlich wie bei den Rohstoffen. Denn leiden derzeit die Notierungen unter der Angst vor rezessionsbedingt schrumpfender Nachfrage, so ist mittel- bis langfristig absehbar, dass viele Rohstoffe, darunter Industriemetalle wie Kupfer, Stahl oder Aluminium, wegen des immer dringender werdenden Ausbaus erneuerbarer Energien und der damit verbundenen Infrastruktur vermutlich \u00fcber viele Jahre stark gefragt sein werden. Dazu kommen Materialien, welche speziell f\u00fcr einzelne Bestandteile der Energiewende ben\u00f6tigt werden, wie etwa Lithium und Kobalt f\u00fcr die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. F\u00fcr Anleger k\u00f6nnte sich zus\u00e4tzlich zum Inflationsschutz, den die Anlageklasse Rohstoffe bietet, die M\u00f6glichkeit ergeben, in einem weiterhin schwierigen konjunkturellen Marktumfeld von einem Sektor mit positiven Wachstumsaussichten zu profitieren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Gegen Ende vergangener Woche gaben Aktienkurse und Anleiherenditen erheblich nach.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21767","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21767\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}