{"id":21768,"date":"2022-09-13T11:56:27","date_gmt":"2022-09-13T09:56:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=14594"},"modified":"2022-09-13T11:56:27","modified_gmt":"2022-09-13T09:56:27","slug":"blackrock-ezb-im-reparaturmodus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-ezb-im-reparaturmodus\/","title":{"rendered":"BlackRock : EZB im Reparaturmodus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock : Man kann nicht wirklich sagen, dass die EZB in den letzten Monaten gute Presse hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u201aToo little, too late\u2018 hiess es oft mit Blick auf die Ank\u00fcndigungen seit dem Fr\u00fchjahr, in denen erst ein Ende der Anleihek\u00e4ufe und sp\u00e4ter Anhebungen der Leitzinsen in Aussicht gestellt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4testens aber seit sich die EZB von ihrer bis dato sakrosankten Forward Guidance verabschiedet und entgegen ihrer eigenen Ank\u00fcndigung die Leitzinsen im Juli um 0,5 Prozentpunkte angehoben hat, ahnt man, wie sehr sich die Mitglieder des Zentralbankrates inzwischen als Getriebene f\u00fchlen. Das ist keineswegs verwunderlich. Hatte man zu Jahresbeginn noch geglaubt, man k\u00f6nne im Jahr 2022 die Geldpolitik ganz langsam wieder auf einen neutralen Kurs bringen, haben unerwartet Lieferkettenschocks infolge neuer Covid-Lockdowns in Asien sowie \u2013 noch um ein Vielfaches mehr \u2013 die Energiepreisexplosion infolge des russischen \u00dcberfalls auf die Ukraine die Inflationszahlen hochschnellen lassen. Entsprechend versuchen die Zentralbanken nun zu retten, was zu retten ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Notenbank Fed ist hier in einer komfortableren Situation als die EZB, weil sie die 180 Grad-Wende von \u201aInflation is transitory\u2018 hin zu \u201aWe are behind the curve\u2018 innerhalb eines Monats bereits zwischen November und Dezember 2021 vollzog, und damit ein knappes halbes Jahr fr\u00fcher als ihr europ\u00e4isches Pendant. Aber selbst die Fed hat seither in Sachen Kommunikation und Gr\u00f6sse der Zinsschritte noch einiges nachgelegt. Zuletzt rhetorisch in Jackson Hole. Dort n\u00e4mlich konkretisierte Fed-Chairman Jerome Powell, dass die Fed sich sehr wohl dar\u00fcber im Klaren sei, als Zentralbank wenig gegen Angebotsknappheiten als Ursache der Inflation ausrichten zu k\u00f6nnen. Man wolle daher, so Powell, die Nachfrage dem Angebot anpassen, um die Inflation in den Griff zu bekommen, und man sei sich der Schmerzen bewusst, die dieses Man\u00f6ver f\u00fcr die Volkswirtschaft zur Folge haben w\u00fcrde. Dieses Gedankenbild hat nun auch die EZB \u00fcbernommen. In der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag sprach Christine Lagarde erstmals explizit davon, die Nachfrage d\u00e4mpfen zu wollen, um die Inflation zur\u00fcck Richtung Zielwert zu bringen. Hierf\u00fcr seien, so Lagarde, noch mehrere weitere Zinsanhebungen n\u00f6tig. Wir k\u00f6nnen also davon ausgehen, dass am 27. Oktober und 15. Dezember weitere, m\u00f6glicherweise substanzielle Zinsschritte folgen werden. Der Repo-Satz k\u00f6nnte zum Jahresende bei 2,5% stehen. Dabei wird abzuwarten sein, wie stark sich vor dem Hintergrund stark steigender Strom- und Gaspreise die europ\u00e4ische Wirtschaft in den Winter hinein abschw\u00e4cht, auch ohne dass die Geldpolitik schon restriktiv wirkt. Die frisch aktualisierten Sch\u00e4tzungen der EZB-Volkswirte jedenfalls sehen diesbez\u00fcglich noch reichlich rosig aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gute Nachrichten f\u00fcr die Ukraine, aber viel zu fr\u00fch f\u00fcr Entwarnung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der ukrainischen Armee scheint ein weiteres Husarenst\u00fcck gelungen zu sein. Nachdem die Kiewer Propaganda wochenlang getrommelt hatte, wie energisch man in der Region Cherson um die R\u00fcckeroberung von Gel\u00e4nde k\u00e4mpfe und offenbar damit erfolgreich massive russische Verb\u00e4nde in dieses Gebiet gelockt hatte, schlug das ukrainische Milit\u00e4r nun \u00fcberraschend an v\u00f6llig anderer Stelle, in der Region Charkiw, zu und \u00fcberrannte dort geradezu die russischen Streitkr\u00e4fte. Trotz der Nachricht, dass mit der Stadt Isjum ein Knotenpunkt des russischen Nachschubs und insgesamt binnen sechs Tagen 3.000 Quadratkilometer Territorium zur\u00fcckerobert werden konnten, d\u00fcrfte eine Interpretation dieses Erfolges als m\u00f6glicher Wendepunkt des Krieges verfr\u00fcht sein. Denn nach wie vor steht Russland die M\u00f6glichkeit einer Generalmobilmachung zur Verf\u00fcgung, was binnen kurzer Zeit hohe Zahlen an neuen Soldaten erschliessen w\u00fcrde. Ausserdem ist, gerade im Angesicht einer drohenden russischen Niederlage, die Gefahr eines Einsatzes taktischer Nuklearwaffen nie ganz auszuschliessen. Auch wenn also Nachrichten milit\u00e4rischer Erfolge der Ukraine wie jene aus der Region Charkiw erfreulich sind, sollte nicht vorschnell von einer russischen Niederlage ausgegangen werden. Der Krieg kann noch lange dauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und selbst f\u00fcr den Fall, dass der milit\u00e4rische Konflikt beendet wird, d\u00fcrften bis auf weiteres die wirtschaftlichen Aussichten f\u00fcr Europa und damit die Perspektive f\u00fcr europ\u00e4ische Aktien eher tr\u00fcb sein. Denn die sich abzeichnende Rezession droht, sich in eine Reihe der eher schweren \u00f6konomischen R\u00fcckschl\u00e4ge der letzten 20 Jahre einzuordnen. Schon im August lag die Zahl der Insolvenzen in Deutschland 26% h\u00f6her als vor einem Jahr, Fr\u00fchindikatoren deuten auf eine Kontraktion im produzierenden Gewerbe von 5% und mehr hin. Sollten, was wahrscheinlich ist, Strom- und Gaspreise vorerst weiter steigen, drohen erhebliche Produktionsausf\u00e4lle, Unternehmensschliessungen und eventuell ein schmerzhafter Anstieg der Arbeitslosigkeit. Gerade weil die Schwere der Abschw\u00e4chung noch nicht voll absehbar und auch in offiziellen Prognosen kaum ernsthaft abgebildet ist, k\u00f6nnte sich der Ausblick f\u00fcr Aktienanleger in Europa zun\u00e4chst noch weiter eintr\u00fcben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Man kann nicht wirklich sagen, dass die EZB in den letzten Monaten gute Presse hatte.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21768","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}