{"id":21772,"date":"2022-11-23T12:24:36","date_gmt":"2022-11-23T11:24:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=15501"},"modified":"2022-11-23T12:24:36","modified_gmt":"2022-11-23T11:24:36","slug":"blackrock-rezession-noch-vermeidbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-rezession-noch-vermeidbar\/","title":{"rendered":"BlackRock: Rezession noch vermeidbar?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock : Steht eine Rezession bevor? Diese Frage besch\u00e4ftigt sp\u00e4testens seit Russlands \u00dcberfall auf die Ukraine Volkswirte und Investoren gleichermassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<br \/>\n<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Und w\u00e4hrend in unserer Region das Gespenst einer \u201eGasmangellage\u201c und damit verbundener Zwangsabschaltung ganzer Industriezweige angesichts voller Gasspeicher weniger bedrohlich erscheint als noch vor wenigen Monaten, bleibt die Aussicht auf eine deutliche Abschw\u00e4chung der \u00f6konomischen Aktivit\u00e4t \u00fcber den Winter sehr konkret. Dabei scheint sich die Erwartung durchzusetzen, dass die Schrumpfung vergleichsweise mild ausfallen d\u00fcrfte, etwa wenn man sie mit dem Covid-bedingten Einbruch Anfang 2020 vergleicht. Vom Tisch zu sein scheinen Prognosen eines Einbruchs beim BIP-Wachstum um mehrere Prozentpunkte. Die meisten Auguren halten einen relativ milden R\u00fcckgang f\u00fcr plausibel, und diese Einsch\u00e4tzung wird bisher von den am st\u00e4rksten beachteten Fr\u00fchindikatoren best\u00e4tigt. Sowohl die Einkaufsmanager- als auch der Ifo-Index, deren Updates am Mittwoch bzw. Donnerstag dieser Woche ver\u00f6ffentlicht werden, sollten allenfalls moderat zur\u00fcckgehen, beim Ifo-Index wird sogar eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau, etwa in der Gr\u00f6ssenordnung eines Indexwertes von 85, erwartet. F\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte ist dies nicht unerheblich, denn sollte sich best\u00e4tigen, dass ein ausreichendes Mass an Pessimismus mit zunehmender Wahrscheinlichkeit eingepreist ist, k\u00f6nnte dies bedeuten, dass der Zeitpunkt einer graduellen Ausweitung von Risikopositionierung n\u00e4her r\u00fcckt. Und im Fokus stehen hierbei naturgem\u00e4ss Wachstum und Inflation. Denn genau diese Makrovariablen haben sich im bisherigen Jahresverlauf so ung\u00fcnstig entwickelt, dass die Performance von Aktien und Anleihen derjenigen eines typischen Stagflationsjahres entspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn sich aber diesbez\u00fcglich die Aussichten derzeit leicht bessern, mit anderen Worten eine Plateaubildung bei der Inflation und vorsichtige Entwarnung an der Rezessionsfront (also die Aussicht auf moderate Abschw\u00e4chung statt massiven Einbruch) zur dominierenden Erwartung von Marktteilnehmern werden, dann sei daran erinnert, dass nach wie vor gravierende Unterschiede zwischen Europa und den USA bestehen. Denn Europa d\u00fcrfte erstens ein l\u00e4ngeres und st\u00e4rkeres Ansteigen der Inflationsraten erleben, und zweitens eine tiefere Rezession. Der Grund liegt, wie an dieser Stelle schon mehrmals geschrieben, erstens in der wesentlich h\u00f6heren Energieabh\u00e4ngigkeit Europas und den damit verbundenen h\u00f6heren Kosten. Bezogen auf das BIP geben Haushalte und Unternehmen in Europa mehr als doppelt so viel f\u00fcr Energie aus wie in den USA. W\u00e4hrend also einiges daf\u00fcr spricht, dass die Preissteigerungsraten in den USA bereits ihren h\u00f6chsten Stand erreicht und abzubr\u00f6ckeln begonnen haben, d\u00fcrften sie in Europa noch \u00fcber mehrere Monate sehr hoch bleiben bzw. weiter steigen. Damit w\u00e4chst auch die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Rezession, weil die Kaufkraft der Haushalte erodiert und die Margen der Unternehmen geschm\u00e4lert werden. Und derweil diese von den Energiepreisen herr\u00fchrende Befeuerung der Inflation Europa st\u00e4rker belastet als die Vereinigten Staaten, verschlechtert sie damit auch die relative Wachstumsperspektive des alten Kontinents. Dies alles, zumal noch als zweiter Faktor die h\u00f6here Abh\u00e4ngigkeit Europas vom Welthandel (und dabei besonders von Ostasien) und als dritter die N\u00e4he des Krieges als belastender Faktor f\u00fcr die Wirtschaftsstimmung dazukommen. Die Aktienm\u00e4rkte jedenfalls beweisen in diesem Jahr einmal mehr ihr Gesp\u00fcr f\u00fcr die unterschiedliche Attraktivit\u00e4t von Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks. Denn wenn Aktien in der Eurozone seit Jahresbeginn um rund 21% an Wert eingeb\u00fcsst haben, betr\u00e4gt der Buchverlust bei ihren US-amerikanischen Pendants w\u00e4hrungsbereinigt weniger als die H\u00e4lfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Russland und seine Wette auf V\u00e4terchen Frost<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Wintermonate d\u00fcrfe sich Russlands Krieg gegen die Ukraine ver\u00e4ndern. W\u00e4hrend sich die russische Armee jenseits der Fl\u00fcsse Siwerski Donez und Dnjepro eingr\u00e4bt, um weitere Vorst\u00f6sse ukrainischer Verb\u00e4nde im Donbass und dem Gebiet um Cherson zu vermeiden, zielt der Kreml zunehmend auf die Zerst\u00f6rung ukrainischer Infrastruktur. Allein in den Tagen des G20-Gipfels in Bali wurden rund 100 Raketen und Marschflugk\u00f6rper abgefeuert, gesch\u00e4tzt 30% davon trafen ihr Ziel. Vor dem Abzug aus Cherson sprengten russische Soldaten Berichten zufolge nahezu die komplette Strom- und Wasserversorgung der Stadt. Noch funktionsf\u00e4hige Aggregaten des Atomkraftwerks Saporischja sind ebenfalls Ziele. Bei alledem setzt Moskau offenbar darauf, mit der winterlichen K\u00e4lte den Widerstand der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zu brechen. Wenn also in den kommenden Wochen der Gefechtsl\u00e4rm abnimmt, sollten Marktteilnehmer dies nicht allzu optimistisch interpretieren. Der Krieg ist noch lange nicht beendet, ein Einlenken Putins nirgends absehbar. F\u00fcr Europa bedeutet dies zweierlei: Erstens wird Solidarit\u00e4t mit der Ukraine auch und gerade dann dringend ben\u00f6tigt, wenn jetzt im Winter der Kanonendonner abnimmt, aber die Temperaturen sinken. Und zweitens heisst es f\u00fcr uns: Nach dem Winter ist vor dem Winter. Anleger sollten sich schon jetzt an den Gedanken gew\u00f6hnen, dass auch das Jahr 2023 von Krieg und Energiekrise bestimmt wird.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Steht eine Rezession bevor? 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