{"id":21774,"date":"2023-01-31T11:22:48","date_gmt":"2023-01-31T10:22:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=16475"},"modified":"2023-01-31T11:22:48","modified_gmt":"2023-01-31T10:22:48","slug":"blackrock-mini-spiegelbild-des-vorjahres","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-mini-spiegelbild-des-vorjahres\/","title":{"rendered":"BlackRock : Mini-Spiegelbild des Vorjahres"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock :\u00a0<\/strong>Um fast 7% lagen Aktien weltweit Stand Ende letzter Woche im Plus. Globale Anleihen steuerten rund 2,4% zur Rendite eines typischen Portfolios bei, das schwerpunktm\u00e4ssig aus genau diesen beiden Anlageklassen besteht.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit ist der Januar auf dem besten Wege dazu, ein Mini-Spiegelbild des Vorjahres zu werden. Mini deshalb, weil die bisherige Performance nur einen Bruchteil der \u00fcber das Jahr 2022 in Aktien und Anleihen erlittenen Verluste aufholt. Dennoch f\u00e4llt die Parallele ins Auge. Denn noch vor kurzer Zeit schien die Erwartung Konsens zu sein, das stagflation\u00e4re Umfeld, welches das Vorjahr so unerfreulich gemacht hatte, w\u00fcrde uns auch zumindest am Jahresanfang, aber auch weit ins Jahr 2023 hinein erhalten bleiben. D\u00fcrfen wir also aus dem risikofreudigen Januar schiessen, dass die Stagflation vorbei ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz so einfach ist es leider nicht, denn nach wie vor sind ja die Inflationsraten hoch und das Wachstum schwach. Und weil bei einer Stagflation hohe Inflation \u00fcber die Vermutung dann ebenfalls hoher Zinsen die Anleihepreise dr\u00fcckt und gleichzeitig schwaches Wachstum den Ausblick f\u00fcr Unternehmensgewinne und damit Aktienpreise eintr\u00fcbt, k\u00f6nnen wir konstatieren, dass die M\u00e4rkte hier nicht notwendigerweise eine Kehrtwende des fundamentalen Umfeldes einpreisen. Eher d\u00fcrfte die Januarrally eine Mischung aus Erleichterung dar\u00fcber sein, dass alles nicht noch viel schlimmer gekommen ist, und echter Hoffnung auf Besserung in der zweiten Jahresh\u00e4lfte. In der Tat zeigt sich, was die Erleichterung bez\u00fcglich des Wachstums betrifft, die US-Volkswirtschaft robuster als gedacht; im vierten Quartal 2023 ist das BIP mit einer annualisierten Rate von 2,9% gewachsen. Und in Europa ist die bef\u00fcrchtete Gasmangellage ausgeblieben, zus\u00e4tzlich wecken die auch Richtung Ende des Winters hohen Speicherst\u00e4nde (gegenw\u00e4rtig rund 83% in Deutschland) die Hoffnung, dass die Rezession vielleicht sogar ganz ausbleibt. Gleichmassen sinken derzeit die Inflationsraten rapide, was angesichts der enormen Basiseffekte und gesunkener Energiepreise wenig verwunderlich ist. Also alles gut, oder? Moment, da war ja noch die Hoffnung auf Besserung im zweiten Halbjahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle wird deutlich, dass in den verbleibenden 11 Monaten des Jahres noch eine Menge passieren kann. So ist bei weitem nicht klar, dass das Gespenst einer tiefen Rezession Europa und die USA wirklich verschont oder, wenn es doch vorbeikommt, keinen grossen Schaden anrichtet. Angesichts der langen Zeit, die es \u00fcblicherweise braucht, bis die Wirtschaftsdynamik als Folge drastisch versch\u00e4rfter Finanzierungsbedingungen in die Knie geht, ist es f\u00fcr Entwarnung viel zu fr\u00fch. Und die Inflationsentwicklung k\u00f6nnte im Jahresverlauf einen interessanten und geradezu verwirrenden Verlauf nehmen. So ist nicht unplausibel anzunehmen, dass die Zw\u00f6lfmonatsraten der Gesamtindizes unter jene der um Energie- und Nahrungsmittelpreise bereinigten Indizes fallen, mit anderen Worten die Headline- unter der Kerninflation landet. Dann wird es spannend zu beobachten sein, ob mit Zeitverz\u00f6gerung auch die Kernraten anfangen abzuschmelzen, was etwa in Europa an verz\u00f6gert aus dem Index verschwindenden Energiepreisen liegen k\u00f6nnte (Kerninflation ist ja nicht immun gegen Energiepreisver\u00e4nderungen, nur sind die Anpassungen tr\u00e4ger), wogegen in den USA nachlassender Mietpreisdruck den gleichen Effekt ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. Bleibt dieses Abschmelzen auch der Kernraten aber aus, aus welchem Grund auch immer, w\u00fcrde das die Bereitschaft der Notenbanken, schon bald die Zinsen wieder zu senken, vermutlich sp\u00fcrbar d\u00e4mpfen. Insofern ergibt sich ein komplexes Bild, eines, das durchaus auch in weniger erfreuliche Richtungen gehen kann. Von Russlands Krieg gegen die Ukraine und anderen geopolitischen Grossbaustellen ganz zu schweigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Notenbanken in dieser Woche im Fokus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Woche stehen einmal mehr die Notenbanken im Fokus. Relativ klar erscheint, dass die Zeichen auf weitere Zinserh\u00f6hungen hindeuten. Im Falle der am Mittwoch tagenden US-Notenbank preisen die Fed Funds Futures mit 98% Wahrscheinlichkeit einen Zinsschritt um 25 Basispunkte ein, w\u00e4hrend f\u00fcr die tags darauf folgende EZB unter anderem die j\u00fcngsten Einlassungen des niederl\u00e4ndischen Zentralbankchefs Klaas Knot wenig Zweifel an einem 50 Basispunkte-Schritt gelassen haben. Im Fall beider Zentralbanken d\u00fcrfte es dann in den Presserkl\u00e4rungen und -konferenzen vor allem um den weiteren Verlauf ihres Zinsanhebungspfades gehen, bei der EZB zudem um Details zur geplanten Bilanzverk\u00fcrzung (Quantitative Tightening). Die Bank of England k\u00f6nnte am Donnerstag ebenfalls zu einem entschlossenen Zinsschritt neigen, angesichts eines bisher entt\u00e4uschend geringen R\u00fcckgangs der Verbraucherpreisdynamik und kr\u00e4ftig steigender Lohnkosten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock :\u00a0Um fast 7% lagen Aktien weltweit Stand Ende letzter Woche im Plus. 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