{"id":21780,"date":"2023-03-28T12:06:51","date_gmt":"2023-03-28T10:06:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=17032"},"modified":"2023-03-28T12:06:51","modified_gmt":"2023-03-28T10:06:51","slug":"blackrock-marktausblick-illusion-separationsprinzip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-illusion-separationsprinzip\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick: Illusion Separationsprinzip"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock :\u00a0<\/strong>Den Zentralbanken ist daran gelegen, bei der Inflationsbek\u00e4mpfung Kurs zu halten, wodurch Risse entstehen, allen voran im Bankensektor.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Carina von Riegen, Kapitalmarktstrategin bei BlackRock<br \/>\n<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sahen erst k\u00fcrzlich, dass Turbulenzen in den USA rund um die Silicon Valley Bank auftraten, gefolgt von der \u00dcbernahme der Credit Suisse durch die UBS und auch den spekulativen Verwerfungen in Deutschland. Die letzten Tage wurde es ruhiger. Die M\u00e4rkte sind dabei, sich ein Bild zu machen und die aktuelle Lage zu verdauen. Es gilt, das Trauma der grossen Finanzkrise 2008 nicht wiederaufleben zu lassen. Insbesondere der Bankensektor, bei dem es um Geld geht und somit das Vertrauen an erster Stelle steht, erlebt st\u00fcrmische Zeiten. Die Marktnervosit\u00e4t ist an allen Ecken und Enden zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Innerhalb gerade mal eines Jahres haben die Mehrheit der Notenbanken, unter Vorreiterschaft der Fed, sich in ein restriktives Zinsumfeld begeben.<\/strong> Es ist unwahrscheinlich, dass die Zentralbanken damit aufh\u00f6ren werden, solange die Inflationsraten zu hoch und keine schweren St\u00f6rungen von Wachstum und Besch\u00e4ftigung zu konstatieren sind. Gleichzeitig stellt sich f\u00fcr die Zentralbanken ein l\u00e4ngerfristiges Problem, denn der Neustart nach der Covid-Pandemie hat die Inflation zur\u00fcckgebracht. Anders als in den vergangenen Dekaden hat expansive Geldpolitik somit sichtbare Nebenwirkungen. Und weil mit dem demographischen Wandel Arbeitskr\u00e4fte knapper werden, die Energiewende f\u00fcr Preisdruck sorgt und Produktionskosten aufgrund neu ausgerichteter Lieferketten steigen, k\u00f6nnte Inflation strukturell erh\u00f6ht bleiben. Das Dilemma der Notenbanken besteht nun darin, ihre Geldpolitik dieser post-Covid-Realit\u00e4t strukturell h\u00f6herer Inflation anzupassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bisher bestand in dieser Situation ihre Reaktion darin, auf die Bremse zu treten.<\/strong> Der derzeitige Zinsanstieg war der schnellste und st\u00e4rkste seit 1980. Aktuell sehen wir bereits die Verlangsamung auf dem Immobilienmarkt, aber die Verbraucher geben immer noch Geld aus. Sie haben w\u00e4hrend der Coronavirus-Krise riesige Geldsummen angespart und geben sie weiterhin aus. Gleichzeitig verursacht eine derart starke monet\u00e4re Bremsung fast notwendigerweise Belastungen im Finanzsystem. Der Zusammenbruch der SVB ist eine fast direkte Folge der Massnahmen der Zentralbanken, vor allem der stark gestiegenen Zinsen. Das konkrete Problem dort wurde zwar durch das Bank Term Funding Programme (BTFP) gel\u00f6st, aber der mit der Krise verbundene Vertrauensverlust d\u00fcrfte sich negativ auf die Kreditversorgung der Industrie auswirken. Das Vertrauensproblem ist auch in Europa angesichts der Turbulenzen um verschiedene Grossbanken zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Notenbanken zwischen Inflationsbek\u00e4mpfung und Finanzstabilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Werden die Zentralbanken angesichts der Turbulenzen im Bankensektor mit den Zinserh\u00f6hungen zeitnah aufh\u00f6ren?<\/strong> Unwahrscheinlich. Sie k\u00e4mpfen gegen die weiterhin zu hohe Inflation. Vor zwei Wochen ging die EZB voran mit einem Zinsschritt von 25 Basispunkten. Letzte Woche folgten die US-Notenbank Fed und die Bank of England (BoE) mit jeweils 25 Basispunkten. Die SNB erh\u00f6hte den Leitzins um glatte 50 Basispunkte. In der Pressekonferenz der Fed letzte Woche versuchte der Vorsitzende Powell zu suggerieren, dass die Fed den Spagat schafft zwischen den schwierigen Inflationsbedingungen, einem starken Arbeitsmarkt und einem Bankensystem, das in weiten Teilen durch einen raschen Anstieg der Zinss\u00e4tze belastet wird. Das sogenannte \u201eSeparationsprinzip\u201c suggeriert, dass die Zentralbanken die Tools besitzen, mit denen sie auf der einen Seite die Finanzmarktstabilit\u00e4t durch gen\u00fcgend Liquidit\u00e4t aufrecht halten und auf der andere Seite die Preisstabilit\u00e4t durch h\u00f6here Zinsen wahren. Nur: Ist diese Separation glaubw\u00fcrdig?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neben der letztw\u00f6chigen Leitzinserh\u00f6hung um 25 Basispunkte hat die Fed tats\u00e4chlich die Liquidit\u00e4t im System gehalten (sie hat ihre Bilanz im M\u00e4rz bisher um knapp 300 Mrd. USD aufgestockt) , gleichzeitig ihre Sch\u00e4tzung f\u00fcr den Leitzins zum Jahresende unver\u00e4ndert bei 5,1% belassen.<\/strong> Dar\u00fcber hinaus deutete der Fed-Vorsitzende Powell an, dass die Fed sich dem Ende des Zinserh\u00f6hungszyklus n\u00e4hert. Man ist sich also dar\u00fcber im Klaren, dass es an der Zeit sein k\u00f6nnte, die restriktiven Zinss\u00e4tze mit der erwarteten langen und variablen Verz\u00f6gerung in das System einfliessen zu lassen. Allein die in den letzten Wochen zu verzeichnenden Spannungen im Finanzsystem d\u00fcrften, so Powell in der Pressekonferenz, in ihrer restriktiven Wirkung einen weiteren Zinsschritt ersetzen. Eventuell sogar mehrere. Was das \u00fcbersetzt bedeutet, ist klar: Die vielbeschworene Separation zwischen Geldpolitik und Finanzstabilit\u00e4t ist eine Illusion.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock :\u00a0Den Zentralbanken ist daran gelegen, bei der Inflationsbek\u00e4mpfung Kurs zu halten, wodurch Risse entstehen, allen voran im Bankensektor.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":17034,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21780","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21780","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21780"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21780\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21780"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21780"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21780"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}