{"id":21782,"date":"2023-04-24T12:05:51","date_gmt":"2023-04-24T10:05:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=17370"},"modified":"2023-04-24T12:05:51","modified_gmt":"2023-04-24T10:05:51","slug":"blackrock-marktausblick-historische-perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-historische-perspektiven\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick: Historische Perspektiven"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock :\u00a0<\/strong>Dass wir in historisch besonderen Zeiten leben, wird schon beim Blick in die Abendnachrichten deutlich.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck , Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Globale Krisen wie Pandemie und Krieg scheinen sich nahtlos abzul\u00f6sen. Kaum erscheint eine Krise halbwegs beigelegt, erscheint schon die n\u00e4chste am Horizont. Es ist daher nicht \u00fcberraschend, wenn in einem derart unsicheren Umfeld auch Finanzmarktprognosen vorsichtiger ausfallen. Und wenn die Teilnehmer an ebendiesen M\u00e4rkten nach Orientierung suchen, schauen sie auf die Historie. Wie haben sich die Kurse von Aktien, Anleihen und Gold in der Vergangenheit entwickelt, wenn Wachstum und Inflation in diese oder jene Richtung gelaufen sind? Und welche Muster kann man eventuell auf die gegenw\u00e4rtige Situation \u00fcbertragen? Die ern\u00fcchternde Erkenntnis lautet: Man h\u00e4tte die Besonderheiten unserer heutigen Zeit, mit einer gerade \u00fcberstandenen Jahrhundertpandemie, dem brutalsten Angriffskrieg seit dem Zweiten Weltkrieg oder einer Menschheitsherausforderung wie dem Klimawandel \u00fcberhaupt nicht gebraucht, um festzustellen, dass historische Vorbilder zur Ableitung von Finanzmarktprognosen nur begrenzt taugen. Schon der Blick auf die Verwerfungen der letzten Jahrzehnte macht deutlich, dass jede Rezession, jede Krise, jeder Crash ganz eigene Spezifika aufwies, die im aktuellen Kontext in dieser Form nicht gelten. Fakt ist allerdings auch, dass die gegenw\u00e4rtig zusammenkommenden Br\u00fcche noch st\u00e4rker als sonst ein Infragestellen von Kausalketten, die bis dato als allgemein g\u00fcltig erachtet wurden, erfordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die seit l\u00e4ngerem anhaltende Diskussion um das Ob, Wie und Wann einer m\u00f6glichen Rezession in den USA zeigt dies ganz deutlich. Noch im Schlussquartal 2022 galt eine Rezession als ausgemacht. Die Fed hatte seit M\u00e4rz den Leitzins um sagenhafte 4,5 Prozentpunkte angehoben, darunter auf vier Sitzungen hintereinander um jeweils 75 Basispunkte. Dass die US-Wirtschaft diesen steilsten Zinsanstieg seit 1980 ohne Schrumpfung des BIP \u00fcberstehen w\u00fcrde, erschien sehr unwahrscheinlich. Als sich dann Anfang dieses Jahres zeigte, dass die Wirtschaft bis in das vierte Quartal hinein sehr robust geblieben war, fassten Marktteilnehmer Zuversicht. Die Erwartung einer sanften Landung gewann an Unterst\u00fctzung, schien doch der Konsum, mit rund zwei Dritteln Hauptst\u00fctze der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, kaum Anzeichen von Schw\u00e4che abzugeben \u2013 trotz all der Zinsanhebungen. Erst die Verwerfungen um die Silicon Valley Bank im M\u00e4rz machten klar, dass die Versch\u00e4rfung der Finanzierungsbedingungen nicht ohne Folgen bleiben w\u00fcrde. Zwar traten die Bremsspuren der Zinserh\u00f6hungen (und zudem einer markanten Verknappung der Bankenliquidit\u00e4t mittels \u201aQuantitative Tightening\u2018, ein oft untersch\u00e4tzter Zusatzeffekt) an anderer Stelle auf als erwartet. Zwar ging als Folge der monet\u00e4ren Straffung nicht wie gedacht der Konsument als erster in die Knie, sondern besonders exponierte Finanzinstitute. Aber nun war klar, dass h\u00f6here Zinsen und knapperes Geld nicht ohne Folgen bleiben konnten. Und wenn jetzt der Aderlass von Depositen in den Bankbilanzen sich fortsetzt, was angesichts des enormen Unterschiedes zwischen Einlagezinsen von Banken und der Verzinsung etwa von Geldmarktfonds (aktuell sage und schriebe rund vier Prozentpunkte) weiter der Fall sein d\u00fcrfte, dann wird dies zwangsl\u00e4ufig wachstumsd\u00e4mpfende Folgen haben, mit anderen Worten die Rezessionswahrscheinlichkeit erh\u00f6hen. Ganz abgesehen davon, dass der Immobilienmarkt bereits massive Schw\u00e4chesignale aussendet. Die j\u00fcngsten Daten bez\u00fcglich der Baubeginne und -genehmigungen, aber auch der Hypothekenantr\u00e4ge, ver\u00f6ffentlicht in der vergangenen Woche, sind allesamt ins Negative gekippt und deuten auf eine ausgepr\u00e4gte Kontraktion im Baubereich hin. Es w\u00e4re \u00fcberraschend, wenn sich dies \u00fcber die n\u00e4chsten Quartale nicht auch im Ausgabeverhalten der Konsumenten widerspiegeln w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All dies ist keineswegs verwunderlich. Denn in die historische Perspektive eingeordnet zeigt es einmal mehr, dass jede Phase der Wirtschaftsgeschichte ihre eigenen Gesetze hat. Keine Rezession der letzten Jahrzehnte hatte die gleichen Ausl\u00f6ser, keine entsprach dem, was Volkswirte in ihren Lehrb\u00fcchern als das typische Auf und Ab des Konjunkturzyklus beigebracht bekommen. Erinnern wir uns beispielhaft an die Verl\u00e4ufe des Dot Com-Crashs, der grossen Finanzkrise 2008 oder der Corona-Rezession. Sie alle waren v\u00f6llig unterschiedlich. Was Zeitpunkt und Schwere der vermutlich anstehenden Rezession in den USA allerdings noch weniger prognostizierbar macht als in der Vergangenheit ist die Tatsache, dass es Ver\u00e4nderungen im Verhalten der Wirtschaftsakteure geben k\u00f6nnte, die sich aus den grossen Herausforderungen der Zeit (Klimawandel, Neusortierung des Welthandels etc.) ergeben und damit die Wirkungsweise der Fiskal- und Geldpolitik strukturell ver\u00e4ndert haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was holt die M\u00e4rkte aus ihrer entspannten Ruhe?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit w\u00e4ren wir bei der Frage, welches Ereignis die Finanzm\u00e4rkte wieder unruhiger werden lassen k\u00f6nnte. Zuletzt war die Volatilit\u00e4t bemerkenswert niedrig. Aber sowohl Geld- als auch Fiskalpolitik haben Ereignisse in petto, die recht schnell die Risikowahrnehmung wieder hochschnellen lassen k\u00f6nnten. Auf Seiten der Geldpolitik k\u00f6nnte dies weiter hohe Inflation sein, die dazu f\u00fchrt, dass sich Marktteilnehmer von der Aussicht auf baldige Zinssenkungen verabschieden m\u00fcssen. Und bei der Fiskalpolitik droht der Evergreen der US-Schuldengrenze. Schon Ende Juni k\u00f6nnte den US-Beh\u00f6rden das Geld ausgehen, die Steuereinnahmen lagen zuletzt 35% unter dem Vorjahreswert. Angesichts der verh\u00e4rteten Fronten in der US-Politik h\u00e4tte auch das sich abzeichnende Gezerre um das\u201a \u2018Debt Ceiling\u2018 das Zeug, schon in den kommenden Wochen die Unruhe an den M\u00e4rkten zur\u00fcckzubringen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock :\u00a0Dass wir in historisch besonderen Zeiten leben, wird schon beim Blick in die Abendnachrichten deutlich.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21782","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21782"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21782\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}