{"id":21784,"date":"2020-06-09T11:57:47","date_gmt":"2020-06-09T09:57:47","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7390"},"modified":"2020-06-09T11:57:47","modified_gmt":"2020-06-09T09:57:47","slug":"blackrock-donald-unchained","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-donald-unchained\/","title":{"rendered":"BlackRock : Donald Unchained"},"content":{"rendered":"<p>BlackRock: Seit dem Corona-bedingten Tiefstand am 18. M\u00e4rz hat der DAX bis Ende vergangener Woche um \u00fcber 52% zugelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich  und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr knapp die H\u00e4lfte (gut 24%) dieser bemerkenswerten Aufholjagd ist die Rally seit dem 14. Mai verantwortlich, und allein \u00fcber den Verlauf der Vorwoche hat das deutsche B\u00f6rsenbarometer um knapp 11% zugelegt. Gerade die j\u00fcngere Entwicklung, wie etwa die leichte Outperformance des gesamten deutschen Aktienmarktes (+7,5%) gegen\u00fcber seinem US-Pendant (+5,0%), deutet darauf hin, dass eine zunehmende Zahl an Investoren auf die Wahrscheinlichkeit einer zyklischen Erholung setzt, von der deutsche Unternehmen mit ihrer Abh\u00e4ngigkeit von der globalen Konjunktur besonders profitieren d\u00fcrften. Die starke Entwicklung des Faktors Value spricht ebenfalls f\u00fcr diese Einsch\u00e4tzung. Insgesamt hat auf Jahressicht der amerikanische Aktienmarkt aber gegen\u00fcber Europa noch leicht die Nase vorn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fragt man sich nach den Treibern f\u00fcr die Aktienrally, die angesichts einer keineswegs \u00fcberstandenen Viruspandemie mit inzwischen \u00fcber 400.000 Toten fast grotesk erscheint, wird man bei der Wirtschaftspolitik schnell f\u00fcndig. Noch nie in der j\u00fcngeren Geschichte hat es derart schnelle und massive, teilweise sogar koordinierte Gegenma\u00dfnahmen der Fiskal- und Geldpolitik gegeben. Allein in der vergangenen Woche verk\u00fcndete die EZB, ihr PEPP (Pandemic Emergency Purchasing Programme) um weitere 600 Mrd. Euro auf dann 1.350 Mrd. auszuweiten und dieses statt bis Jahresende nun mindestens bis Mitte 2021 laufen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland flankierte die Bundesregierung diese Breitseite an monet\u00e4rer Expansion durch ein ebenfalls beachtliches F\u00fcllhorn an zus\u00e4tzlichen Stimuli in H\u00f6he von 130 Mrd. Euro f\u00fcr 2020 und 2021. Ob die starke Wette auf eine befristete Mehrwertsteuersenkung, die allein mit rund 20 Mrd. Euro zu Buche schlagen wird, angesichts zur\u00fcckhaltender Konsumenten die gew\u00fcnschten Effekte erzielt, darf bezweifelt werden. Dennoch verdient das Paket Respekt, zumal die Regierung dem Reflex widerstand, wieder einmal diejenigen Lobbygruppen zu bedienen, welche am lautesten schreien (in diesem Fall die Automobilindustrie mit ihrer Forderung nach Kaufpr\u00e4mien sogar f\u00fcr Verbrennungsmotoren). Es ist zu begr\u00fc\u00dfen, dass stattdessen Innovation gef\u00f6rdert wird, was im Autoland Deutschland bedeutet, dass die Regierung weiter auf E-Autos setzt. Dies kann sich zwar angesichts skeptischer Verbraucher, Entwicklungsr\u00fcckstand gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Herstellern und fehlender Ladeinfrastruktur auf Sicht durchaus als Fehler herausstellen, aber der Mut, ein derartiges Konjunkturpaket zukunftsgerichtet zu gestalten und damit Besitzstandswahrung eine Absage zu erteilen, ist positiv zu bewerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen erheblichen Einfluss auf die Aktienrally der letzten Woche hatte nat\u00fcrlich auch die Arbeitsmarktentwicklung in den USA. Statt wie erwartet eine Vernichtung von acht Millionen weiteren Jobs im Mai zu konstatieren, fielen am Freitag die Non-Farm Payrolls \u00fcberraschend positiv aus, mit \u00fcber 2,5 Millionen neugeschaffenen Stellen au\u00dferhalb der Landwirtschaft und einem R\u00fcckgang der Arbeitslosenquote auf 13,7%. Die US-Wirtschaft k\u00f6nnte sich also schneller erholen als erwartet. W\u00e4hrend man sich \u00fcber diese positive Meldung nur freuen konnte, erstickte die uns\u00e4gliche Reaktion aus dem Wei\u00dfen Haus diese Freude im Keim. George Floyd h\u00e4tte sich \u00fcber diese tollen Arbeitsmarktzahlen gefreut, twitterte Donald Trump in einer Mischung aus Zynismus, Menschenverachtung und schlechtem Geschmack. Sein Haussender Fox News setzte noch einen drauf und vermeldete anhand einer Grafik, dass der US-Aktienmarkt in der Vergangenheit noch jedes Mal, wenn ein Afroamerikaner ermordet wurde, eine kr\u00e4ftige Rally hingelegt habe. Derartige Entgleisungen zeigen, dass es dem Pr\u00e4sidenten nicht darum geht, in einer schwierigen Zeit das Land zu einen, sondern Trump im Gegenteil die immer weitere Spaltung zur Radikalisierung seiner Gefolgschaft instrumentalisiert. Inzwischen v\u00f6llig frei von dem Versuch, den Anschein zivilisierten Verhaltens zu wahren, hetzt und giftet der Pr\u00e4sident gegen alles, was dem einzigen Ziel, dem seiner Wiederwahl am 3. November, im Weg stehen k\u00f6nnte. Dabei geht er immer \u00f6fter so weit, seine W\u00e4hlerbasis implizit zur<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Revolte aufzurufen, sollte er am Wahltag Joe Biden unterliegen. In diesem Fall, so Trump, werde er das Ergebnis nicht anerkennen. Seit 1861\/65 waren die USA einem B\u00fcrgerkrieg nie n\u00e4her.<\/p>\n<h6><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies alles spricht daf\u00fcr, dass die zweite Jahresh\u00e4lfte kein sanfter Ritt wird. Dazu kommen noch die f\u00fcr Investoren bekanntlich h\u00f6chst relevanten Handelsscharm\u00fctzel mit China (ebenfalls ein beliebtes Wahlkampfinstrument des US-Pr\u00e4sidenten), dazu die Gefahr eines harten Brexit-Erwachens am  1. Januar 2021 (Ende Juni l\u00e4uft die Verl\u00e4ngerungsoption f\u00fcr die \u00dcbergangszeit ab). Und \u00fcber allem schwebt die Gefahr einer zweiten Pandemiewelle. Gerade im letzteren Fall k\u00f6nnte sich die j\u00fcngste, von Geld- und Fiskalstimuli befeuerte Aktienrally nur als erste Etappe einer wesentlich gravierenden Verschiebung erweisen. Dann n\u00e4mlich, wenn die Globalisierung, immerhin die Erfolgsgeschichte der letzten 40 Jahre, immer weiter zur\u00fcckgedreht wird, sei es durch Trump, Brexit-artige Ereignisse oder Schocks wie Corona, k\u00f6nnten die in den heutigen Gewinnerwartungen abgebildeten Gesch\u00e4ftsmodelle vieler Unternehmen sich als nicht mehr realistisch erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Seit dem Corona-bedingten Tiefstand am 18. 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