{"id":21785,"date":"2020-06-16T11:56:40","date_gmt":"2020-06-16T09:56:40","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7402"},"modified":"2020-06-16T11:56:40","modified_gmt":"2020-06-16T09:56:40","slug":"blackrock-realitaetscheck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-realitaetscheck\/","title":{"rendered":"BlackRock : Realit\u00e4tscheck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Fed-Chef Jerome Powell gab letzte Woche den Spielverderber. Indem er aussprach, was viele ohnehin schon seit geraumer Zeit bef\u00fcrchten, n\u00e4mlich, dass die US-Wirtschaft noch lange&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei BlackRock<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeit brauchen wird, um zu der Verfassung von vor der Corona-Krise zur\u00fcckzukehren, schickte er die M\u00e4rkte auf Talfahrt. Mit einem erwarteten Minus von 6,5 Prozent in diesem Jahr steht der US-Wirtschaft auch aus Sicht der Fed ein historisch schlechtes Jahr ins Haus. Man habe, so Powell, deshalb auch nicht einmal dar\u00fcber nachgedacht dar\u00fcber nachzudenken, die Zinsen anzuheben. Bis mindestens Ende 2022 gilt diese neue \u201eForward Guidance\u201c. Gleichzeitig erteilte Powell jedoch auch weiteren Zinssenkungen indirekt eine Absage, womit die Fed nun auch wie die EZB in Sachen Zinspolitik mit dem R\u00fccken zur Wand zu stehen scheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wom\u00f6glich k\u00f6nnte die US-Notenbank aber schon bald wieder als Impulsgeber gefragt sein, denn nach wie vor h\u00e4lt das Coronavirus die USA in Atem. Gef\u00fchlt kommen die Lockerungsma\u00dfnahmen in vielen Bundesstaaten viel zu fr\u00fch. In gleich einem Dutzend Staaten \u2013 darunter Texas und Florida \u2013 lag die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen letzte Woche auf einem neuen Allzeithoch. Der Wettlauf darum, welcher Gouverneur unter hohem wirtschaftlichem Druck m\u00f6glichst rasch die umfangreichsten Lockerungsma\u00dfnahmen beschlie\u00dft, erh\u00f6ht in den USA die Gefahr einer zweiten Welle (beziehungsweise einer anschwellenden ersten Welle in einigen Bundesstaaten) ganz erheblich \u2013 und damit auch die Gefahr weiterer negativer Auswirkungen f\u00fcr die US-Wirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zuletzt aufgrund eines wenig vorbildlichen Handlings der Pandemie in den USA wird die US-Wirtschaft nicht nur lange brauchen, um die negativen Auswirkungen der Krise abzusch\u00fctteln. Aller Voraussicht nach werden die USA auch mehr Zeit ben\u00f6tigen als die meisten europ\u00e4ischen Staaten. Diese Ansicht ist mittlerweile offenbar auch an den M\u00e4rkten mehrheitsf\u00e4hig, was wiederum in Teilen die Outperformance europ\u00e4ischer gegen\u00fcber US-amerikanischer Risikoaktiva seit Mitte Mai erkl\u00e4rt. Um mehr als f\u00fcnf Prozentpunkte hat der MSCI Eurozone seit Mitte Mai besser abgeschnitten als der MSCI USA. Zwischenzeitlich lag das Plus seit Mitte Mai sogar bei acht Prozentpunkten \u2013 und das, obwohl der Euro in derselben Phase im Vergleich zum US-Dollar deutlich aufgewertet hat, was normalerweise eher Gegenwind f\u00fcr Eurozonenaktien bedeutet.<\/p>\n<h6><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzfristig d\u00fcrfte die Aussicht darauf, dass Europa schneller aus dem Corona-Tief herauskommt, europ\u00e4ischen Risikoaktiva gut zu Gesicht stehen. Schlie\u00dflich gibt die Erwartung, wie stark die Corona-Krise die einzelnen Volkswirtschaften trifft, aktuell klar den Takt an den M\u00e4rkten vor. Europ\u00e4ische Aktien k\u00f6nnten somit durchaus noch eine Weile die Nase gegen\u00fcber ihren US-Pendants vorne haben \u2013 insbesondere dann, wenn sich die Weltwirtschaft ganz generell weiter erholt, was traditionell wiederum eher \u201ezyklischen\u201c Regionen wie der Eurozone mehr R\u00fcckenwind verleiht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer jetzt das gro\u00dfe Comeback europ\u00e4ischer Aktien ausruft, k\u00f6nnte jedoch bald eines Besseren belehrt werden. Schlie\u00dflich s\u00e4gt die Corona-Krise an genau jenem Ast, auf dem gro\u00dfe Teile der europ\u00e4ischen Wirtschaft sitzen: einer integrierten Weltwirtschaft. Vermutlich werden wir in zehn oder zwanzig Jahren auf die aktuelle Zeit zur\u00fcckschauen und sie als den gro\u00dfen Wendepunkt der Globalisierung ausmachen. Keine Frage: Der Trend der De-Globalisierung hat sich bereits vor der Corona-Krise breit machen k\u00f6nnen. Durch die Krise erf\u00e4hrt er jedoch eine dramatische Beschleunigung, die viele \u00fcber Jahre etablierte Wertsch\u00f6pfungsketten schon sehr bald auseinanderrei\u00dfen d\u00fcrfte. In einer Umfrage gaben 89 Prozent der CFOs in den USA an, aufgrund der Corona-Krise die Wertsch\u00f6pfungsketten ihrer jeweiligen Unternehmen widerstandsf\u00e4higer machen zu wollen \u2013 und das sogar recht bald, was wiederum fast zwangsl\u00e4ufig auf Kosten der Effizienz gehen wird. \u201eJust-in-time\u201c wird also zu \u201ejust-in-case\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denkt man diese Entwicklung zu Ende, landet man recht schnell bei der Erkenntnis, dass jene Regionen, die besonders stark von einem Funktionieren des Welthandels und an international integrierten und effizienten Wertsch\u00f6pfungsketten abh\u00e4ngen, st\u00e4rker unter den Sp\u00e4tfolgen der gegenw\u00e4rtigen Krise leiden werden. Zu diesen Regionen z\u00e4hlt zweifelsohne Europa. Da die Corona-Krise auch den Megatrend der Digitalisierung befeuert, von dem Europa ebenfalls weniger stark profitieren d\u00fcrfte als die USA mit ihren gro\u00dfen Tech-Giganten, spricht langfristig wenig f\u00fcr eine nachhaltige Outperformance europ\u00e4ische Aktien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch viel h\u00f6her als in Europa d\u00fcrfte der strukturelle Schaden der Krise allerdings in den Schwellenl\u00e4ndern ausfallen. Die letzten 40 Jahre haben den Emerging Markets einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg beschert. Wird die Globalisierung zur\u00fcckgedreht, leiden spiegelbildlich wohl ganz besonders die verl\u00e4ngerten Werkb\u00e4nke Chinas und der westlichen Welt, die in den letzten Jahrzehnten dank der Globalisierung ihren Wohlstand betr\u00e4chtlich steigern konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Fed-Chef Jerome Powell gab letzte Woche den Spielverderber. 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