{"id":21793,"date":"2020-09-15T12:05:24","date_gmt":"2020-09-15T10:05:24","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=8130"},"modified":"2020-09-15T12:05:24","modified_gmt":"2020-09-15T10:05:24","slug":"blackrock-high-noon-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-high-noon-in-london\/","title":{"rendered":"BlackRock : High Noon in London"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Im kleinen Ort Hadleyville, New Mexico, kommt es zum Showdown, als Sheriff Will Kane im Hollywood- Klassiker \u201eZw\u00f6lf Uhr mittags\u201c dem Schurken Frank Miller im gleissenden Mittagslicht gegen\u00fcbertritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gnadenlos tickt die Uhr, knisternde Spannung, nur die Zikaden zirpen. So \u00e4hnlich f\u00fchlt sich vermutlich der britische Premier Boris Jonhson, seinen Pistoleng\u00fcrtel hat er sich schon umgeschnallt. Darin steckt eine scharf geladene Waffe, die \u201eInternal Market Bill\u201c, eine Gesetzesvorlage, mit der die britische Regierung den Handel innerhalb des K\u00f6nigreiches neu ordnen m\u00f6chte, inklusive Nordirland wohlgemerkt. Dumm nur, dass der mit der EU vereinbarte Exit-Deal von Ende 2019 bereits eine klare Regelung f\u00fcr Nordirland nach dem Brexit vorsieht, und zwar eine, die das erneute Entstehen einer harten Grenze zwischen den beiden irischen L\u00e4ndern verhindert. Die Internal Market Bill w\u00fcrde also internationales Recht brechen, und Boris Johnson riskiert, dass die Verl\u00e4sslichkeit seiner Regierung, vielleicht seines Landes, erheblichen Schaden nimmt. Warum tut er das also? Zwei m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen: In Variante eins pokert Johnson extrem hoch, um am Ende die EU doch noch zum Einlenken zu bewegen. Er w\u00fcrde dann seinen Landsleuten als grossen Erfolg verkaufen k\u00f6nnen, trotz EU-Austritt in einigen Sektoren weiter binnenmarkt\u00e4hnliche Regelungen erhalten zu haben. Der wirtschaftliche Schaden des Brexit w\u00fcrde dann vermutlich geringer ausfallen. Besorgniserregender liest sich Variante zwei. Sie besteht darin, dass Johnson den Hardlinern in seiner Partei, allen voran den Anh\u00e4ngern der rechtsnationalen \u201eEuropean Research Group\u201c, einen radikalen Bruch mit der EU liefern m\u00f6chte, er eigentlich also einen harten No Deal-Brexit anstrebt. Die Motivation k\u00f6nnte darin bestehen, dass sich Johnson in grandioser Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung f\u00fcr eine Art Wiedergeburt von Winston Churchill h\u00e4lt, der einst die Briten im Kampf gegen Nazi-Deutschland einte. So absurd eine derartige Strategie auf den ersten Blick erscheinen mag, besitzt sie doch einen logischen Kern. Angesichts der tiefen Spaltung der britischen Gesellschaft bedarf es m\u00f6glicherweise wirklich eines von aussen kommenden Gegners, um sie wieder zusammenzuf\u00fchren. Johnson hat in der EU diesen Gegner ausgemacht. Und die M\u00e4rkte scheinen diese Variante seiner Motivation f\u00fcr die wahrscheinlichere zu halten. Das Pfund Sterling hat allein zwischen dem 1. und 10. September 4,3 Prozent an Wert gegen\u00fcber dem US-Dollar verloren. In den n\u00e4chsten Wochen d\u00fcrfte die Volatilit\u00e4t von Sterling-denominierten Anlagen hoch bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Winston Churchill, der legend\u00e4re britische Kriegspremier, scheint auch f\u00fcr einen anderen angels\u00e4chsischen Populisten eine attraktive Projektionsfl\u00e4che zu bieten. So hat sich der US-Pr\u00e4sident im Rahmen einer Pressekonferenz allen Ernstes mit Churchill verglichen, als es um Vorw\u00fcrfe einer absichtlichen Verharmlosung der Corona-Krise ging. Er habe eine Panik verhindern wollen, so Trump. Schon im Mai ergab eine Studie der Columbia University, dass bei fr\u00fchzeitigerem Reagieren auf die Pandemie in den USA 36.000 Menschen weniger gestorben w\u00e4ren. Eine j\u00fcngere Untersuchung der Universit\u00e4t Oxford vom August kommt zu dem Ergebnis, dass die Opferzahl bei besserem Management der Krise auf f\u00f6deraler Ebene Stand heute um bis zu 70.000 niedriger liegen k\u00f6nnte. Dies alles beeinflusst aber Trumps Zustimmungswerte nicht. Gesch\u00e4tzt 35 Prozent der W\u00e4hler stehen trotz aller Skandale, trotz allen Irrsinns, trotz allen Fremdsch\u00e4mens zu ihrem Pr\u00e4sidenten, dazu kommen gut 5 Prozent republikanische Anh\u00e4nger, die keine Alternative zu ihm sehen. Von diesen insgesamt rund 40 Prozent ist es in vielen Staaten nicht mehr weit bis zur kritischen Grenze, um die n\u00f6tigen Wahlm\u00e4nner f\u00fcr das Electoral College zu gewinnen. Denn um die geht es, nicht um die Stimmenmehrheit im Land. Letztere hatte Hillary Clinton 2016 auch, sogar um fast drei Millionen Stimmen. Obwohl also Umfrageinstitute angesichts des gegenw\u00e4rtigen Vorsprungs von Joe Biden eine 75 Prozent- Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen Amtswechsel im Weissen Haus sehen, ist es aus vielen Gr\u00fcnden zu fr\u00fch, Trump abzuschreiben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EZB liess vergangene Woche die T\u00fcr f\u00fcr weitere expansive Massnahmen weit offen. Das muss sie wohl auch, denn die Inflationserwartungen ihres \u201eSurvey of Professional Forecasters\u201c verzeichnen auf F\u00fcnfjahressicht nur noch 1,6 Prozent Inflation im Euroraum. Noch nie war dieser Wert so niedrig. Im August sackte die HICP-Inflation auf -0,2 Prozent, und auch die Kerninflationsrate war mit 0,4 Prozent sehr niedrig. Zu Recht betonte Christine Lagarde Sondereffekte, die zu diesen Werten beitrugen, aber die EZB tut gut daran, nicht die Wirkung heutiger Inflationszahlen auf die Erwartungen f\u00fcr die Zukunft zu untersch\u00e4tzen. Und gerade im Hinblick auf den \u201eFed Shift\u201c und die M\u00f6glichkeit eines weiter aufwertenden Euro k\u00f6nnte ihr Job in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten eine echte Herausforderung bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Im kleinen Ort Hadleyville, New Mexico, kommt es zum Showdown, als Sheriff Will Kane im Hollywood- Klassiker \u201eZw\u00f6lf Uhr mittags\u201c dem Schurken Frank Miller im gleissenden Mittagslicht gegen\u00fcbertritt.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21793","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21793"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21793\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}