{"id":21799,"date":"2020-10-27T10:59:43","date_gmt":"2020-10-27T09:59:43","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=8496"},"modified":"2020-10-27T10:59:43","modified_gmt":"2020-10-27T09:59:43","slug":"blackrock-wie-schlimm-wird-die-zweite-welle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-wie-schlimm-wird-die-zweite-welle\/","title":{"rendered":"BlackRock : Wie schlimm wird die zweite Welle?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Die Aktienm\u00e4rkte standen in der vergangenen Woche sichtbar unter dem Eindruck der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Mitteleuropa verzeichnen nun auch L\u00e4nder, die im Fr\u00fchjahr relativ unbeschadet durch die Pandemie gekommen waren, stark steigende Zahlen von Neuinfektionen, darunter Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich oder Polen. Dazu kommen sehr steile Anstiege der Inzidenz in Frankreich, Spanien und zuletzt auch wieder Italien, wo die Covid-Pandemie im Fr\u00fchjahr besonders heftig gew\u00fctet hatte. Europ\u00e4ische Aktien sind demzufolge auf Tauchstation gegangen, mit einem Minus von 2,2% in Deutschland und 1,8% in der Schweiz. In den USA, wo die Covid- Infektionszahlen ebenfalls weiterhin sehr hoch liegen und bereits 230.000 Menschen an der Krankheit gestorben sind, hellte allenfalls die Aussicht auf ein zweites Konjunkturpaket die tr\u00fcbe Stimmung etwas auf. Der Kursr\u00fcckgang blieb daher mit -0.6% in engeren Grenzen als in Europa, die M\u00e4rkte sind aber bez\u00fcglich der weiteren Entwicklung der Pandemie sowie sonstiger Unw\u00e4gbarkeiten wie etwa der anstehenden Pr\u00e4sidentschaftswahl verunsichert. Das Volatilit\u00e4tsmass VIX verharrte zum Ausgang der Vorwoche bei 28.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Wirtschaft und Finanzm\u00e4rkte ist die zweite Infektionswelle der Worst Case. In einer Kundenpublikation Anfang August hatten wir diesen Fall definiert als einen breit angelegten, also nicht nur von einzelnen Hotspots ausgehenden Anstieg der Fallzahlen, sowohl regional als auch was die Altersschichten der Bev\u00f6lkerung angeht. Genau dieses Ph\u00e4nomen ist angesichts des Infektionsgeschehens jetzt festzustellen. Damit wird die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Abrutschens der Wirtschaftsaktivit\u00e4t, eines sogenannten Double Dip, erheblich gr\u00f6sser. Im Sommer hatten wir dessen Wahrscheinlichkeit auf rund 30% taxiert, versehen mit dem Hinweis, dass das Risiko einer erneuten Wirtschaftsschw\u00e4che eng mit dem Pandemieverlauf verbunden und damit f\u00fcr uns als Nicht- Epidemiologen kaum seri\u00f6s einsch\u00e4tzbar sei. Aus heutiger Sicht liegt wohl die Wahrscheinlichkeit h\u00f6her als die im August taxierten 30%. Die Chance auf eine V-f\u00f6rmige Erholung auf Vorkrisenniveau, der wir damals eine Wahrscheinlichkeit von 20% zugebilligt hatten, d\u00fcrfte inzwischen auf unter 10% gefallen sein. Die gute Nachricht ist, dass nach wie vor eine weitere, wenn auch abgeflacht verlaufende Erholung das am besten begr\u00fcndbare Szenario bleibt. Voraussetzung f\u00fcr einen derartigen \u201aSwoosh\u2018 (angelehnt an das Logo der Sportartikelfirma Nike) ist allerdings, dass nicht ein weiterer tiefer und langer Lockdown die wirtschaftliche Aktivit\u00e4t erneut zum Stillstand bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Chancen hierf\u00fcr stehen mit Blick auf Lerneffekte aus dem Fr\u00fchjahrslockdown trotz der aktuell hohen Fallzahlen gut, aus drei Gr\u00fcnden:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erstens:<\/strong> Das Infektionsgeschehen ist regional sehr unterschiedlich. Es d\u00fcrfte also trotz des oft zu h\u00f6renden Wunsches nach einheitlichen Regeln nicht zielf\u00fchrend sein, einen fl\u00e4chendeckenden Lockdown zu verh\u00e4ngen, wenn etwa die Zahlen in den nordrheinwestf\u00e4lischen Ballungsr\u00e4umen bedrohlich hoch, in den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern dagegen eher entspannt aussehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zweitens:<\/strong> Der erste Lockdown hat gezeigt, dass nicht alle Branchen und Betriebe das gleiche Potenzial haben, zum Superspreader zu werden. So ist es unter vern\u00fcnftigen Hygienekonzepten m\u00f6glich, produzierende Betriebe l\u00e4nger und umfassender laufen zu lassen als etwa personenbezogene Dienstleistungen, wobei auch bei Letzteren Vollschliessungen wie im M\u00e4rz\/April die absolute Ausnahme bleiben m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Drittens:<\/strong> Schulen und Kitas d\u00fcrften ge\u00f6ffnet bleiben. Nur im Fall extrem ansteigender Fallzahlen, bei denen dann nachweislich auch die Schulen zur Verbreitung des Virus beitragen m\u00fcssten, ist eine erneute bundesweite Schulschliessung vorstellbar. Dies erscheint m\u00f6glich, aber sehr unwahrscheinlich. Selbst im Fall weiter exponentiell steigender Infektionen d\u00fcrften punktuelle Schliessungen und Quarant\u00e4nemassnahmen das Instrument der Wahl sein. Dass damit noch einmal Millionen von Erwerbst\u00e4tigen sich monatelang zu Hause um ihre Kinder k\u00fcmmern m\u00fcssen statt ihren Jobs nachzugehen, erscheint Stand heute eher unwahrscheinlich.<\/p>\n<h6><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insofern wird der Ritt auf der zweiten Welle wohl nicht mehr ganz so halsbrecherisch wie noch unter dem Eindruck des ersten Lockdowns bef\u00fcrchtet. Es wird darauf ankommen, die Einschr\u00e4nkung pers\u00f6nlicher Kontakte wirksam durchzusetzen, inklusive Feiern im Familien- und Freundeskreis. Gut m\u00f6glich, dass der Staat hier auch autorit\u00e4rer durchgreifen muss als bisher, indem etwa die Betriebsvorschriften f\u00fcr Gastst\u00e4tten noch weiter versch\u00e4rft und private Feiern rigoros verboten werden. Erfahrungen aus D\u00e4nemark und anderen L\u00e4ndern, die auf stark steigende Fallzahlen mit genau diesen Massnahmen reagiert haben, klingen vielversprechend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus wird auch diesmal die Wirtschaftspolitik Gewehr bei Fuss stehen. <strong>Der EZB-Rat tagt an diesem Donnerstag, und wir halten es f\u00fcr wahrscheinlich, dass eine Ausweitung des PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) \u00fcber Mitte 2021 hinaus beschlossen wird.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Die Aktienm\u00e4rkte standen in der vergangenen Woche sichtbar unter dem Eindruck der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-21799","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21799"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21799\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}