{"id":21801,"date":"2020-11-10T11:24:22","date_gmt":"2020-11-10T10:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=8628"},"modified":"2020-11-10T11:24:22","modified_gmt":"2020-11-10T10:24:22","slug":"blackrock-schwieriger-neustart-fuer-die-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-schwieriger-neustart-fuer-die-usa\/","title":{"rendered":"BlackRock :  Schwieriger Neustart f\u00fcr die USA"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Am 20. Januar wird Joe Biden als 46. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten vereidigt werden, aber die Spaltung des Landes wird anhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon die enorme W\u00e4hlermobilisierung, die neben dem Herausforderer auch dem bisherigen Pr\u00e4sidenten gelang und mit der er fast acht Millionen Stimmen mehr erzielte als 2016, ist ein Beleg f\u00fcr die Polarisierung zwischen dem \u201eAmerica First\u201c des alten und der progressiven Agenda des neuen Amtsinhabers. In der kurzen Frist d\u00fcrfte sich diese auch nach der Wahl fortgesetzte Spaltung in Unsicherheit bez\u00fcglich der politischen Stabilit\u00e4t des Landes \u00e4ussern. L\u00e4ngerfristig engt sie die Spielr\u00e4ume k\u00fcnftiger Regierungen weiter ein, weil das auf Kooperation statt Konfrontation der grossen Parteien angelegte Institutionengef\u00fcge, das hat die Vergangenheit gezeigt, in Blockadesituationen nur unzureichend funktioniert. Die harten, zunehmend feindseligen Debatten im Kongress besonders seit 2008, der ersten Wahl Obamas, sind ein Warnzeichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt ist das Ergebnis der diesj\u00e4hrigen Wahl viel weniger deutlich ausgefallen als von den Umfrageinstituten prognostiziert. Nicht nur ist ein Erdrutschsieg f\u00fcr die Demokraten im Rennen um das Weisse Haus ausgeblieben, auch die von vielen erwartete Eroberung des Senats ist wohl gescheitert. Zwar wird es am 5. Januar noch Stichwahlen um die beiden Senatssitze des Bundesstaates Georgia geben, aber nur f\u00fcr den Fall, dass beide Sitze an die demokratischen Kandidaten gehen, h\u00e4tte die Partei des neuen Pr\u00e4sidenten im Senat Stimmengleichheit mit der republikanischen Opposition erreicht. In diesem Fall w\u00e4re doch noch die Minimalversion einer \u201eBlauen Welle\u201c geschafft, also der M\u00f6glichkeit des Durchregierens f\u00fcr die neue Administration, denn die neue Vizepr\u00e4sidentin Kamala Harris h\u00e4tte dann die entscheidende Stimme. Nur f\u00fcr diesen Fall w\u00e4re mit weitreichenden Ver\u00e4nderungen bez\u00fcglich Fiskal-, Gesundheits- und Umweltpolitik zu rechnen. Viele Marktteilnehmer, die sich vorsichtshalber schon mit Blick auf ein umfassendes Staatsausgabenprogramm unter der neuen Regierung positioniert und damit die Renditen zehnj\u00e4hriger T-Bonds nach oben getrieben hatten, preisten angesichts des schwachen Abschneidens demokratischer Kandidaten in den Senatswahlen des 3. November einen Teil dieses Renditeanstieges \u00fcber den Verlauf der letzten Woche wieder aus. In der Tat d\u00fcrfte das nun zu erwartende Ausgabenprogramm deutlich kleiner ausfallen, auch Steuer\u00e4nderungen sind ohne Kongressmehrheit f\u00fcr die neue Regierung kaum durchzusetzen, ebensowenig wie der angek\u00fcndigte Um- und Ausbau der allgemeinen Krankenversicherung (Affordable Care Act) oder die Umstellung der Energieversorgung von fossilen auf nachhaltige Energiequellen, welche nach Vorstellungen desdemokratischen Wahlprogramms mit gewaltigen Investitionen verbunden gewesen w\u00e4re (Green Deal).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der schmale Spielraum, welcher der k\u00fcnftigen Regierung vermutlich verbleibt, beschr\u00e4nkt sich daher auf solche Bereiche, in denen die Administration auch ohne Zustimmung des Kongresses erhebliche Gestaltungsm\u00f6glichkeiten besitzt, etwa Regulierung und Aussenpolitik. So d\u00fcrfte die Biden- Administration in Bezug auf fortschrittlichere Umweltpolitik mit Ver\u00e4nderungen im Regelwerk das zu erreichen versuchen, was ihr durch die fehlende Kongressmehrheit in Sachen \u201eGreen Deal\u201c versagt bleibt, n\u00e4mlich eine Besserstellung nachhaltiger gegen\u00fcber fossilen Energiequellen. Und im Bereich Aussenpolitik, in der in den letzten vier Jahren das Thema Handel in den Mittelpunkt ger\u00fcckt ist, d\u00fcrfte eine konstruktivere Haltung gegen\u00fcber Europa ein zentrales Anliegen der neuen Regierung sein, w\u00e4hrend sich die harte Haltung der USA gegen\u00fcber China bestenfalls im Ton, weniger aber in der Sache \u00e4ndern sollte. Insgesamt spricht aber eine weniger globalisierungskritische Haltung der neuen Administration f\u00fcr freundlichere Stimmung im Welthandel. Besonders f\u00fcr Schwellenl\u00e4nder sollte das eine gute Nachricht sein.<\/p>\n<h6><strong>Was das f\u00fcr Anleger bedeutet<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Corona-Welle rast durch Europa und zwingt zahlreiche Regierungen zu \u00e4hnlich drastischen Massnahmen wie im Fr\u00fchjahr. Aber auch in den USA, wo sich in den letzten Tagen pro Tag rund 120.000 Menschen neu infizierten, bleibt die Lage angespannt. Auch wenn wir, wie in fr\u00fcheren Marktausblicken erl\u00e4utert, nicht mit einem Zur\u00fcckfallen auf die Rezessionsniveaus des Fr\u00fchjahrs rechnen, d\u00fcrften die erneuten Einschr\u00e4nkungen die wirtschaftliche Erholung bremsen. Damit erh\u00f6ht sich auch die Gefahr, dass Firmen nicht bis zum Verschwinden der Pandemie \u00fcberleben und dass in deren sp\u00e4ten Phase die Arbeitslosigkeit doch noch stark ansteigt. Auf der anderen Seite halten Zentralbanken und die Fiskalpolitik dagegen, mit allem was sie haben. Wie vergangene Woche auch die Fed andeutete, stehen zun\u00e4chst also die Zeichen auf mehr Stimulus. Sofern sich, wie wir erwarten, der \u00f6konomische Schaden der zweiten Welle in Grenzen h\u00e4lt, d\u00fcrfte dies vom Markt als Zeichen f\u00fcr eine weiterhin risikogeneigte Haltung gelesen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Am 20. Januar wird Joe Biden als 46. 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