{"id":2199,"date":"2016-07-29T06:00:00","date_gmt":"2016-07-29T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/07\/29\/war-etwas\/"},"modified":"2016-07-29T06:00:00","modified_gmt":"2016-07-29T06:00:00","slug":"war-etwas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/war-etwas\/","title":{"rendered":"\u201eWar etwas?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Politische B&ouml;rsen haben kurze Beine&ldquo;, sagen B&ouml;rsianer, wenn politische Ereignisse zwar deutliche Auswirkungen an den Finanzm&auml;rkten haben, diese aber von kurzer Dauer sind&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenige Wochen nach dem BREXITVotum scheint die Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen diese B&ouml;rsenweisheit zu best&auml;tigen (siehe unsere Grafik der Woche). Nicht nur Titel aus den Schwellenl&auml;ndern scheinen unbeeindruckt, trotz des festeren US-Dollars. Auch in den Industriel&auml;ndern zeigen die B&ouml;rsenbarometer durchweg nach oben, nachdem das Ergebnis des britischen Referendums zun&auml;chst Kursrutsche an den Aktienm&auml;rkten ausgel&ouml;st hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Rolle d&uuml;rfte dabei spielen, dass die Ernennung Theresa Mays als neue Premierministerin bereits Mitte Juli das entstandene Machtvakuum in Gro&szlig;britannien f&uuml;llte. Denn die M&auml;rkte m&ouml;gen klare Linien. So manchem Beobachter stellt sich allerdings die Frage, ob die B&ouml;rsen die Implikationen des Votums &ndash; etwa die mit einem langwierigen, z&auml;hen Verhandlungsprozess verbundene Unsicherheit &ndash; bereits vollkommen verdaut haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geldpolitisch befinden wir uns derweil im Euroraum und in den USA inmitten eines &bdquo;Sommers des Abwartens&ldquo;. Sowohl die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank Fed hielten auf ihren j&uuml;ngsten Sitzungen wie erwartet die F&uuml;&szlig;e still. Dagegen ist in Japan eine weitere Lockerung in Sicht, nicht nur fiskalpolitisch &ndash; Ministerpr&auml;sident Shinzo Abe bezifferte das geplante Konjunkturpaket j&uuml;ngst auf ein Volumen von mehr als 28 Bio. Yen. Die Markterwartungen an die zum Wochenausklang tagende Bank of Japan sind &auml;u&szlig;erst hoch. Ein entt&auml;uschter Nachhall ist daher nicht auszuschlie&szlig;en, wenn die B&ouml;rsen am kommenden Montag er&ouml;ffnen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar&uuml;ber hinaus starten die Anleger mit den Ergebnissen des EU-weiten Bankenstresstests in die neue Handelswoche, die am sp&auml;ten Freitagabend bekanntgegeben werden. Im breiten Aktienmarktindex MSCI Europa bildet der an den B&ouml;rsen abgestrafte Finanzsektor mit einem Anteil von etwa 17 &frac12; % immerhin die gr&ouml;&szlig;te Branche. Seit Monaten haben die Aufsichtsbeh&ouml;rden untersucht, wie belastbar die gr&ouml;&szlig;ten Bankh&auml;user im Falle von Schocks sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Durchschnitt d&uuml;rften die Resultate &ndash; etwa die gestressten Eigenkapitalquoten &ndash; best&auml;tigen, dass die Herausforderung f&uuml;r das europ&auml;ische Bankensystem nicht in der Solvenz liegt, sondern in der Profitabilit&auml;t. Im Gegensatz zum Gesundheitscheck von 2014 und zum US- Stresstest wurde diesmal allerdings keine zu erzielende Mindestkapitalquote festgelegt. Ein hartes &bdquo;Durchfallen&ldquo; oder &bdquo;Bestehen&ldquo; gibt es nicht. Vielmehr m&uuml;ssen bankspezifische Ziel-Kapitalquoten erreicht werden, die eine wichtige Gr&ouml;&szlig;e f&uuml;r den weiterf&uuml;hrenden Aufsichtsprozess sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3842\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/29-07-16_FRIDAY.png\" alt=\"29 07 16 FRIDAY\" width=\"373\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/29-07-16_FRIDAY.png 373w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/29-07-16_FRIDAY-300x232.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Ob die Institute ihre individuellen Zielquoten erreicht haben, wird wohl zu Wochenbeginn noch offen bleiben. Unabh&auml;ngig davon d&uuml;rfte f&uuml;r Investoren jedoch interessant sein, wie Banken im Stressszenario im Vergleich zu ihren Konkurrenten abschneiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Dagegen schaffen die Ergebnisse eine weitere Grundlage f&uuml;r die Verhandlungen zwischen Rom und Br&uuml;ssel &uuml;ber den Umgang mit einzelnen maroden italienischen Bankh&auml;usern. Es gilt, eine Kompromissl&ouml;sung zu finden, wie etwaige Kapitall&uuml;cken geschlossen werden k&ouml;nnen, ohne die Glaubw&uuml;rdigkeit der Bankenunion zu unterlaufen &ndash; der zufolge ein &bdquo;Bail-In&ldquo; der Aktion&auml;re und Fremdkapitalgeber die Regel sein sollte und ein &bdquo;Bail-out&ldquo; durch den Staat die Ausnahme &ndash; und die gleichzeitig die politische und finanzielle Stabilit&auml;t Italiens wahrt. Ein Balanceakt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politische Kapriolen k&ouml;nnten also weiterhin f&uuml;r ein Auf- und Abtrippeln an den B&ouml;rsen f&uuml;hren. Wirkliche Trends an den M&auml;rkten erkennt man aber am besten, wenn man sich auf die <strong>&ouml;konomischen Fakten<\/strong> konzentriert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. <strong>Berichtssaison:<\/strong> Von den etwa 160 US-Unternehmen aus dem S&amp;P 500, die ihr Zahlenwerk f&uuml;r das zweite Quartal bereits auf den Tisch gelegt haben, &uuml;bertrafen bisher rund 71 % die (traditionell zuvor nach unten revidierten) Analystenerwartungen, mehr als im Vorjahresquartal (68,3 %). In Japan belastet dagegen der in den vergangenen Monate erstarkte Yen-Wechselkurs das Gewinnwachstum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. <strong>Konjunkturperspektiven<\/strong>: Dass der britische Entscheid voraussichtlich bedeutsame regionale Auswirkungen hat, aber kein globales BREsaster darstellt, d&uuml;rften die Stimmung der Einkaufsmanager in China (Mo, Mi) sowie die ISM-Indizes (Mo, Mi) und der Auftragseingang in der Industrie (Do) in den USA unterstreichen. Hinweise darauf, ob der private Konsum auch in der zweiten Jahresh&auml;lfte den entscheidenden Wachstumsimpuls liefert, gibt der US-Arbeitsmarktbericht f&uuml;r Juli (Fr).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. <strong>Geldpolitik:<\/strong> Das spannendste Ereignis f&uuml;r Notenbankbeobachter wird die Sitzung der Bank of England (BoE) sein, in deren Rahmen Gouverneur Mark Carney den viertelj&auml;hrlichen Inflationsbericht vorstellt (Do). Eine St&uuml;tze f&uuml;r die britische Konjunktur ist wahrscheinlich, wenngleich Carney den Leitzins bei 0,5 % belassen und auf Liquidit&auml;tsspritzen wie das &bdquo;Funding for Lending Scheme&ldquo; zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnte, bei dem Banken in Abh&auml;ngigkeit von ihrer Kreditvergabet&auml;tigkeit Finanzmittel bereitgestellt werden. Denn der binnenwirtschaftliche Druck auf die Verbraucherpreise wird zwar angesichts der zu erwartenden Konjunkturdelle abnehmen. Der bereits sehr schwache Pfund-Wechselkurs l&auml;sst jedoch daran zweifeln, dass die BoE an der Zinsschraube drehen wird. Im Vorjahresvergleich hat das Pfund gegen&uuml;ber den wichtigsten Handelspartnern um mehr als 14 % abgewertet, dies verteuert Einfuhren von G&uuml;tern aus dem Ausland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar&uuml;ber hinaus gibt die EZB Details zu ihren Wertpapierk&auml;ufen im Juli bekannt (Mo). Bedenken, dass sich das f&uuml;r die Bundesbank erwerbbare<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Staatsanleiheuniversum noch vor dem Programmende im M&auml;rz 2017 ersch&ouml;pfen wird, k&ouml;nnten erneut Aufwind erhalten (siehe auch: &bdquo;QE Monitor&ldquo;). F&uuml;r Erleichterung sollte dagegen sorgen, dass die negativen Beitr&auml;ge der Energiekomponente zur Gesamtinflationsrate allm&auml;hlich auszulaufen scheinen. Denn der gefallene Roh&ouml;lpreis hatte der EZB einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch die Erzeugerpreise f&uuml;r Juni (Di) k&ouml;nnten best&auml;tigen, dass die Inflation im Euroraum allm&auml;hlich Abstand von der Nullmarke gewinnt. Wir d&uuml;rfen also gespannt sein, wann fundamentale Renditetreiber an den (Anleihe-)M&auml;rkten ihr Comeback erleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Politische B&ouml;rsen haben kurze Beine&ldquo;, sagen B&ouml;rsianer, wenn politische Ereignisse zwar deutliche Auswirkungen an den Finanzm&auml;rkten haben, diese aber von kurzer Dauer sind&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3653,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-2199","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2199"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2199\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}