{"id":22488,"date":"2015-04-01T09:00:00","date_gmt":"2015-04-01T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/04\/01\/lgt-taktische-asset-allokation-fuer-q2-2015\/"},"modified":"2015-04-01T09:00:00","modified_gmt":"2015-04-01T09:00:00","slug":"lgt-taktische-asset-allokation-fuer-q2-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-taktische-asset-allokation-fuer-q2-2015\/","title":{"rendered":"LGT: Taktische Asset-Allokation f\u00fcr Q2\/2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Europas frisch lancierte quantitative Lockerung hat den globalen Makroausblick aufgehellt, w&auml;hrend der Einbruch der Energiepreise das Inflationsrisiko weltweit zus&auml;tzlich entsch&auml;rft&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Boris Pavlu<br \/><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor diesem Hintergrund erh&ouml;hen wir unser Aktien&uuml;bergewicht weiter, prim&auml;r durch Zuk&auml;ufe in Europa. Zudem steigen wir von teilweise negative Renditen aufweisenden Staatsanleihen auf Unternehmensobligationen hoher Bonit&auml;t um. Der US-Dollar bleibt unsere favorisierte W&auml;hrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weltkonjunktur: Aufhellung ohne Inflationsanstieg<\/strong><br \/> Unter dem Strich hat sich die grosse transatlantische Divergenz im Laufe des letzten Quartals etwas entspannt. Der globale Konjunkturausblick sieht nun vor allem aufgrund der Entwicklungen im Euroraum etwas freundlicher aus, w&auml;hrend sich die Inflation weiterhin weitgehend zahm verh&auml;lt. Wir bekr&auml;ftigen daher unser wirtschaftliches Hauptszenario vom moderaten, inflationsarmen Wachstum, messen aber unserem Risikoszenario eines ausgepr&auml;gten Konjunktureinbruchs eine nunmehr geringere Wahrscheinlichkeit zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Konjunktur bleibt insgesamt recht robust. Der abklingende Energieboom, die (kurzfristigen) Folgen des starken US-Dollars und auch Zufallsfaktoren wie das Wetter haben zuletzt jedoch f&uuml;r konjunkturelle Entt&auml;uschungen gesorgt. Gleichzeitig wollen sich die mittelfristigen Inflationserwartungen immer noch nicht wirklich von ihrer N&auml;he zu mehrj&auml;hrigen Tiefst&auml;nden l&ouml;sen. Letzteres gilt vorerst nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Europa. Mit der Lancierung der quantitativen Lockerung (QE) im Januar ist es der Europ&auml;ischen Zentralbank allerdings sehr wohl gelungen, die Konjunkturstimmung im W&auml;hrungsraum auf breiter Basis aufzuhellen und damit Erwartungen eines allgemeinen Aufschwungs zu sch&uuml;ren &#8211; und zwar nicht nur in den Kernl&auml;ndern (z.B. Gesch&auml;ftsklima in Deutschland), sondern auch in anderen Regionen (Dienstleistungen in Frankreich, verarbeitende Industrie in Italien). Gleichzeitig hat das Szenario einer (mehr oder minder) geordneten Verabschiedung Griechenlands aus dem Euro weitgehend sein Schreckenspotential eingeb&uuml;sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japan entwickelt sich unterdessen besser als ein oberfl&auml;chlicher Blick auf die g&auml;ngigen Konjunkturdaten suggeriert. Aus nominaler Sicht erholen oder beschleunigen sich praktisch alle Wirtschaftssektoren stetig. Japan ist heute sogar das einzige Industrieland, in dem die mittelfristigen Inflationserwartungen seit einigen Jahren steigen &#8211; und zudem nahe der h&ouml;chsten St&auml;nde in einer ganzen Generation notieren (wenn auch unter dem Notenbankziel von 2%). Die Emerging Markets (EM) zeigen sich sehr heterogen: Reformorientierten L&auml;ndern wie Indien und Mexiko geht es relativ gut, w&auml;hrend die Rohstoffbaisse und\/oder politische Themen auf Staaten wie Russland und Brasilien lasten. In Asien-Pazifik exklusive Japan sehen wir insgesamt eine bescheidene Aufhellung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien: Gewichtsverlagerung von den USA nach Europa<\/strong><br \/> Vor diesem Hintergrund erh&ouml;hen wir unsere bereits deutlich &uuml;bergewichtete Aktienquote, prim&auml;r durch eine Quotenverlagerung von den USA nach Europa. Dabei handelt es sich um unseren zweiten Schritt in diese Richtung &#8211; den ersten hatten wir bereits im Januar gesetzt. Vergleichsweise hohe Bewertungen und die bevorstehende Zinswende d&uuml;rften US-Aktien fortan mit Gegenwinden konfrontieren, w&auml;hrend insbesondere der Euroraum viel Erholungspotenzial bietet. In geringerem Ausmass kaufen wir auch in Asien hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Summe bleibt Japan weiterhin unser gr&ouml;sstes &Uuml;bergewicht, jetzt dicht gefolgt von Europa. Die USA bleiben insgesamt leicht &uuml;bergewichtet, w&auml;hrend Asien-Pazifik exkl. Japan nach wie vor nahe der Neutralposition rangiert. In den EM behalten wir unsere langj&auml;hrige Untergewichtung weiter bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei f&uuml;gen wir hinzu, dass wir kurzfristig bei Aktien durchaus ein erh&ouml;htes Risiko tempor&auml;rer R&uuml;ckschl&auml;ge sehen (z.B. im technisch &laquo;&uuml;berkauften&raquo; DAX). Wir glauben allerdings nach wie vor, dass die globale Hausse noch nicht zu Ende ist. Daf&uuml;r mangelt es n&auml;mlich immer noch an den typischen Symptomen einer drohenden Wende &#8211; d.h. hohe Bewertungen in Verbindung mit &uuml;berhitzender Konjunktur, signifikanter Straffung der Geldpolitik sowie &uuml;berschw&auml;nglicher Anlegerstimmung und Positionierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fixed Income: Unternehmensanleihen werden &laquo;zwangsweise&raquo; attraktiver<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Untergewichtung von Staatsanleihen (sowohl nominale als auch inflationsindexierte) wird weiter ausgebaut. Damit sinkt auch das Laufzeitenrisiko in unseren Portfolios. Im Detail haben wir das Gewicht von Staatsanleihen, mit ihren extrem tiefen bzw. teilweise sogar negativen Umlaufrenditen, in Unternehmensanleihen hoher Qualit&auml;t (Investment Grade, oder IG) verlagert. Insgesamt bleiben die Risikoaufschl&auml;ge (Spreads) zwar recht tief, insbesondere in den USA finden sich aber inzwischen attraktive Anlagem&ouml;glichkeiten. Europ&auml;ische Firmenanleihen profitieren zus&auml;tzlich vom QE der EZB, welches die Anleger dazu &laquo;zwingt&raquo;, von Staatsobligationen in das jeweils n&auml;chstbeste Qualit&auml;tssegment zu wechseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bereich IG erh&ouml;ht sich dadurch unsere Quote auf neutral. Im Risikosegment High Yield (HY) bleiben wir untergewichtet, wobei wir vor allem den US-Energiesektor meiden m&ouml;chten. F&uuml;r Wandel- und EM-Anleihen gilt weiter die Neutralposition. Bei Letzteren sind wir der Ansicht, dass die etwaigen Risiken der Folgen steigender US-Zinsen und\/bzw. des starken US-Dollars durch vergleichsweise hohe Umlaufrenditen und fundamental moderate W&auml;hrungsbewertungen in den Schwellenl&auml;ndern kompensiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alternative Investments: REITs noch beg&uuml;nstigt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im alternativen Bereich erfolgt ein bescheidener Ausbau der &Uuml;bergewichtung von Immobilienaktien (Real Estate Investment Trusts, oder REITs). Die Gesamtpositionierung &auml;ndert sich dadurch allerdings kaum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Immobilienaktien in Europa und Asien (inklusive Japan) interessanter&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">REITs profitieren grunds&auml;tzlich weiterhin von den attraktiven Renditen und der Aussicht auf anhaltendes Dividendenwachstum. Die anstehenden ersten Zinserh&ouml;hungen der US-Notenbank d&uuml;rften zwar nach langj&auml;hriger Outperformance die amerikanischen REITs zuk&uuml;nftig doch belasten, daf&uuml;r erscheinen jetzt die europ&auml;ischen und asiatischen M&auml;rkte jetzt interessanter. Die Eurozone und Japan bleiben voraussichtlich noch l&auml;nger auf QE-Kurs, w&auml;hrend im restlichen Asien Spielraum f&uuml;r Zinssenkungen besteht. Da unsere eigene Benchmark bereits diesem regionalen Pr&auml;ferenzmuster entspricht erreichen wir mit der Erh&ouml;hung der REIT-Gesamtquote auch die gew&uuml;nschte Exponierung in den von uns derzeit bevorzugten M&auml;rkten in Europa und Asien (inkl. Japan) erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Edelmetalle: Gold auf neutral reduziert&nbsp;<\/strong><br \/> Der Goldpreis k&ouml;nnte sich im Schlepptau der anhaltenden geopolitischen Konflikte (Russland\/Ukraine, Naher Osten) in n&auml;chster Zeit vor&uuml;bergehend von den aktuellen Niveaus erholen. Das &uuml;bergelagerte und wichtigere Thema der aufgehellten (aber inflationsarmen) Weltkonjunktur und der damit verbundenen US-Zinserh&ouml;hungen d&uuml;rfte etwaige Goldrallyes jedoch in Grenzen halten. Das Edelmetall wird daher auf Neutralposition reduziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W&auml;hrungen: USD bleibt weiter Favorit<\/strong><br \/> Nach einer l&auml;ngeren Abwertungsphase erleben wir im Euro derzeit eine Gegenbewegung &#8211; technisch auch &laquo;Retracement&raquo; genannt. Von einer Trendwende kann jedoch angesichts der letztlich doch signifikanten Divergenz der geldpolitischen Marschrichtungen der Notenbanken noch nicht die Rede sein. Wir bleiben daher bei unserer Pr&auml;ferenz f&uuml;r den US-Dollar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings haben wir beschlossen, den kanadischen Dollar (CAD) nicht mehr abzusichern. Damit reduziert sich unsere Untergewichtung im Segment &laquo;Sonstige\/EM&raquo; etwas. Zur Erinnerung: Die Wechselkursrisiken, die sich aus der Positionierung in den verschiedenen Anlageklassen und Regionen ergeben, werden in unseren Portfolios grunds&auml;tzlich immer abgesichert. Die Positionierungen in den Emerging Markets stellten dabei die Ausnahme dar, weil eine Absicherung in diesem Segment vergleichsweise schwierig und teuer ist. Folglich sichern wir Positionen in kanadischen, australischen und neuseel&auml;ndischen Dollars sowie in skandinavischen Kronen ab. Inzwischen betrachten wir die kanadische W&auml;hrung allerdings gegen&uuml;ber dem US-Dollar aus fundamentaler Sicht als unterbewertet. Zudem k&ouml;nnte sich der CAD &#8211; gemeinsam mit den Roh&ouml;lpreisen &#8211; auch aus technischer Sicht tempor&auml;r erholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch das britische Pfund bewerten wir aus fundamentaler Sicht grunds&auml;tzlich nach wie vor positiv. Nachdem Sterling aber seit Ende 2013 schon um rund 20% gegen&uuml;ber dem Euro aufgewertet hatte, beschlossen wir, die Position kurzfristig zu schliessen und Gewinne mitzunehmen. Die kommenden britischen Wahlen Anfang Mai d&uuml;rften einige (spekulative) Fragen &uuml;ber die k&uuml;nftige Wirtschaftspolitik Londons und m&ouml;glicherweise sogar die Mitgliedschaft Grossbritanniens in der Europ&auml;ischen Union aufwerfen. All das sind Faktoren, die das Pfund derzeit belasten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschliessend f&uuml;gen wir hinzu, dass sich unsere Cash-Position nach all den oben beschriebenen Ver&auml;nderungen reduziert hat.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europas frisch lancierte quantitative Lockerung hat den globalen Makroausblick aufgehellt, w&auml;hrend der Einbruch der Energiepreise das Inflationsrisiko weltweit zus&auml;tzlich entsch&auml;rft&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":3959,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[],"class_list":["post-22488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22488"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22488\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}