{"id":22493,"date":"2015-06-17T09:00:00","date_gmt":"2015-06-17T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/06\/17\/lgt-taktische-asset-allokation-fuer-q3-2015\/"},"modified":"2015-06-17T09:00:00","modified_gmt":"2015-06-17T09:00:00","slug":"lgt-taktische-asset-allokation-fuer-q3-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-taktische-asset-allokation-fuer-q3-2015\/","title":{"rendered":"LGT: Taktische Asset-Allokation f\u00fcr Q3\/2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Q3\/2015: US-Dollar und Aktien weiterhin &uuml;bergewichtet&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>von Mikio Kumada, CIIA, Global Strategist bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das anhaltende Gerangel um Griechenland k&ouml;nnte w&auml;hrend des in den Sommermonaten typischerweise d&uuml;nnen Handels f&uuml;r st&auml;rkere Turbulenzen sorgen. Wir nehmen daher in einigen ausgepr&auml;gten Positionen teilweise Gewinne mit und legen den Erl&ouml;s in Hochzinsanleihen und Cash an. Unsere Konjunktur- und Markteinsch&auml;tzung bleibt allerdings insgesamt positiv: So bleiben wir im US-Dollar und bei Aktien weiterhin &uuml;bergewichtet, vor allem in Japan, Europa und USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konjunkturelles Hauptszenario: bescheidenes, aber ausreichendes Wachstum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere globalen konjunkturellen Haupt- und Risikoszenarien f&uuml;r das kommende Quartal bleiben unver&auml;ndert. Wir rechnen weiterhin mit einem insgesamt ausreichend guten Konjunkturumfeld und sehen nur eine geringe Wahrscheinlichkeit f&uuml;r einen R&uuml;ckfall in eine ausgepr&auml;gte disinflation&auml;re Flaute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die stimulierende Wirkung der k&uuml;rzlich lancierten &laquo;quantitativen Lockerung&raquo; im Euroraum und die schw&auml;chere Konjunkturdynamik in den USA in der ersten Jahresh&auml;lfte haben den Wachstumsvorsprung der USA gegen&uuml;ber Europa in letzter Zeit etwas schrumpfen lassen. Dennoch bleibt die US-Wirtschaft im Kern robust genug, um fr&uuml;hestens irgendwann im Herbst die ersten Zinserh&ouml;hungen der US-Federal Reserve &laquo;verkraften&raquo; zu k&ouml;nnen. Grunds&auml;tzlich wird die Fed in dieser Frage zwar weiter zur Vorsicht neigen, aber einige Fed-Vertreter scheinen doch darauf erpicht zu sein, endlich eine &laquo;gesunde&raquo; Normalisierung der Geldpolitik in Angriff zu nehmen. Davon ist Kontinentaleuropa zwar noch weit entfernt, der j&uuml;ngste starke Anstieg der Staatsanleihenrenditen kann jedoch durchaus dahingehend interpretiert werden, dass der Markt endlich begonnen hat, fortan mit einer zunehmend &laquo;normalen&raquo; Konjunkturentwicklung in der Region zu rechnen &ndash; sprich: mit mehr Wachstum und Inflation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig stellt Griechenlands Aufstand gegen&uuml;ber seinen Gl&auml;ubigern in n&auml;chster Zeit das gr&ouml;sste Ereignisrisiko dar. Am wahrscheinlichsten bliebt immer noch ein Kompromiss, der Athens Staatskasse (zumindest tempor&auml;r) wieder liquide macht und das Land (mehr oder weniger eng) an den Euro gebunden h&auml;lt. Gewiss ist dies jedoch keineswegs. Eine halbwegs vern&uuml;nftige L&ouml;sung k&ouml;nnte zudem erst nach weiteren politischen und finanziellen Turbulenzen, die einen (partiellen) Default Athens einschliessen k&ouml;nnten, konkrete Gestalt annehmen. Und w&auml;hrend diese Verwerfungen in erster Linie Griechenland betreffen w&uuml;rden &#8211; spurlos am globalen Risikosentiment vorbeigehen w&uuml;rden sie sicher auch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien: Beibehaltung der &Uuml;bergewichtung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die &ouml;konomischen, technischen und verhaltenstheoretischen (&laquo;Behavioral Finance&raquo;) Entwicklungen sprechen weiterhin f&uuml;r eine intakte Aktienhausse. Wir bleiben daher bei einem (leicht reduzierten) Aktien&uuml;bergewicht. Auch unsere regionalen Pr&auml;ferenzen haben sich nur in Nuancen verschoben &ndash; wir bevorzugen weiterhin Japan, jetzt gefolgt von Europa und den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugleich haben wir in Europa und Japan einen Teil unserer Gewinne mitgenommen. Neben der (teilweise eingepreisten) Reduktion des Wachstumsdefizits gegen&uuml;ber den USA und dem Griechenland-Risiko spielen auch praktische Aspekte eine Rolle: Die Sommermonate gehen an den M&auml;rkten oft mit relativ tiefen Handelsvolumina einher. In solchen Situationen k&ouml;nnen Schlagzeilen aller Art zu &uuml;bertriebenen Reaktionen f&uuml;hren. Eine Stutzung stark ausgepr&auml;gter Risikopositionen macht daher auch aus diesem Grund Sinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japan gewichten wir bereits seit mehr als zwei Jahren mit &Uuml;berzeugung &uuml;berdurchschnittlich hoch. In den letzten zwei Quartalen lief dieser Markt zudem wieder besonders gut. Die Wirtschaftsdaten haben sich aufgehellt und die Reflations- und Reformpolitik Tokios wird in den Medien und von diversen Experten nun etwas weniger deutlich und oft angezweifelt. Auch deswegen k&ouml;nnte jetzt wieder eine Konsolidierungsphase anstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fortsetzung: Taktische Asset-Allokation f&uuml;r Q3\/2015<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Notenbankchef Haruhiko Kuroda hat jedenfalls k&uuml;rzlich angedeutet, dass die Bank of Japan angesichts der bisher erreichten Reflationsfortschritte derzeit an keine zus&auml;tzlichen Lockerungsschritte mehr denke. Es gibt auch Hinweise, dass sich Japan derzeit der &laquo;Linie&raquo; des Internationalen W&auml;hrungsfonds, der zufolge eine weitere US-Dollar-St&auml;rke problematisch sei, anschliesst. Das impliziert ein Ende der Yen-Schw&auml;che, sowie eine verhaltene Einsch&auml;tzung der Wirtschaft der USA und vieler Schwellenl&auml;nder. Es gibt also genug &laquo;Geschichten&raquo;, mit denen eine Konsolidierung begr&uuml;ndet werden k&ouml;nnte (siehe auch &laquo;W&auml;hrungen&raquo; weiter unten).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Trimmen unseres europ&auml;ischen &Uuml;bergewichts kann einerseits teilweise mit dem Griechenland-Risiko begr&uuml;ndet werden. Dazu kommt auch die inzwischen reduzierte Wachstumsdifferenz zu den USA. Mit der j&uuml;ngsten Stabilisierung des Euro und der Energiepreise haben schliesslich die zwei wichtigsten Stimuli f&uuml;r Europa nachgelassen, wenn auch wahrscheinlich nur vor&uuml;bergehend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem: An dieser Stelle betonen wir noch einmal, dass Japan, Europa und die USA weiterhin die am st&auml;rksten ausgepr&auml;gten taktischen &Uuml;bergewichte darstellen. Asien-Pazifik ohne Japan und die Emerging Markets (EM) bleiben grosso modo unver&auml;ndert positioniert &ndash; in etwa neutral bzw. untergewichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>EM-Aktien: Atempause in Indien, &Uuml;bertreibungen in China<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb der EM z&auml;hlen Indien und China weiterhin zu unseren favorisierten Aktienm&auml;rkten &ndash; mit gewissen Einschr&auml;nkungen: Indien &laquo;verdaut&raquo; seit etwa M&auml;rz die erste Runde der Rallye, ein Prozess, der noch eine Weile anhalten k&ouml;nnte. Da wir aber davon ausgehen, dass Ministerpr&auml;sident Narendra Modi auf Reformkurs bleibt, rechnen wir hier auf Sicht wieder mit weiteren Kursgewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In China sind einige Segmente der von spekulativ agierenden Privatanlegern getriebenen Festlandb&ouml;rsen (A-Aktien) inzwischen sehr hoch bewertet. Das ist jedoch nicht in allen Branchen der Fall. Die in Hongkong in (HKD) gehandelten chinesischen H-Aktien werden zudem immer noch mit einem Abschlag gegen&uuml;ber dem Festland gehandelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch L&auml;nder wie Polen und Korea, die von tieferen Energiepreisen profitieren, sch&auml;tzen wir positiv ein, w&auml;hrend wir Russland und Brasilien, die u.a. mit den Folgen der Rohstoffbaisse sowie politischen Gegenwinden k&auml;mpfen, eher weiterhin meiden w&uuml;rden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fixed Income: Untergewichtung und unterdurchschnittliche &laquo;Duration&raquo; beibehalten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere ad-hoc Entscheidung vor einigen Wochen, die &laquo;Duration&raquo; infolge tempor&auml;rer Verwerfungen etwas zu erh&ouml;hen, hat sich nicht gelohnt. Zugleich hat sich die starke &uuml;bergeordnete Untergewichtung der gesamten Anlageklasse (d.h. sowohl nominaler als auch inflationsindexierter Staatsanleihen) in einem steigenden Zinsumfeld sehr gut bew&auml;hrt. Wir bleiben auch f&uuml;r das kommende Quartal bei dieser unver&auml;ndert deutlichen Untergewichtung (mit entsprechend unterdurchschnittlicher &laquo;Duration&raquo;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Investment Grade-Unternehmensanleihen, Wandelanleihen und EM-Obligationen belassen wir ebenfalls unver&auml;ndert in etwa bei der jeweiligen Neutralposition. EM-Anleihen sp&uuml;ren zwar den Gegenwind der steigenden US-Zinsen, bieten aber gleichzeitig, wie in den Vorquartalen erw&auml;hnt, attraktive Renditen. Auch die in vielen F&auml;llen unterbewerteten EM-W&auml;hrungen d&uuml;rften die eingegangenen Risiken kompensieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bessere Beurteilung von Hochzinsanleihen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Beurteilung von Hochzinsanleihen hat sich leicht verbessert. Die &laquo;Spreads&raquo; haben sich trotz der Volatilit&auml;t an den Staatsanleihenrenditen stabil entwickelt und teilweise sogar verengt (z.B. im US-Energiesektor). Die Bewertungen sind zwar etwas teuer, doch das kann mit tiefen Ausfallraten und den ebenfalls teuer geworden Aktien (insbesondere in den USA) relativiert werden. Wir kaufen in diesem Bereich daher moderat hinzu und reduzieren unser Untergewicht in diesem Segment.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alternative Anlagen: Immobilienaktien bevorzugt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die &laquo;erweiterten Anlageklassen&raquo; bleibet unver&auml;ndert in etwa neutral positioniert, mit Ausnahme des &Uuml;bergewichts von Immobilien-aktien (REITs). Bei Hedgefonds pr&auml;ferieren wir &laquo;Long\/Short Equity&raquo; und &laquo;Global Macro&raquo;-Strategien auf Kosten von &laquo;Relative Value&raquo; &ndash; mit Ausnahme von &laquo;Event-Driven&raquo;-Managern in dieser Kategorie, insbesondere jenen, die sich auf die Arbitragem&ouml;glichkeiten in den verschiedenen Marktsegmenten Chinas konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W&auml;hrungen: Reduktion des USD-&Uuml;bergewichts gegen&uuml;ber Euro<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die USD-Hausse erlebt eine &laquo;Verschnaufpause&raquo; und eine erste Bereinigung in einigen zu einseitig positionierten M&auml;rkten (vor allem im EUR\/USD) hat bereits stattgefunden. Es werden inzwischen auch immer mehr Stimmen &uuml;ber die negativen Auswirkungen der USD-Aufwertung laut (z.B. vonseiten der IWF-Pr&auml;sidentin Christine Lagarde und angeblich sogar US-Pr&auml;sident Barack Obama).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir glauben immer noch, dass wirtschaftliche Fundamentaldaten und divergierende Notenbankstrategien auf l&auml;ngere Sicht den USD wieder st&auml;rken werden. W&auml;hrend der kommenden Sommermonate k&ouml;nnte es aber durchaus zu einer irritierenden (trendlosen) Volatilit&auml;t an den W&auml;hrungsm&auml;rkten kommen (z.B. ausgel&ouml;st durch Schlagzeilen zu Griechenland oder anstehenden Fed-Entscheidungen, usw.). Vor diesem Hintergrund haben wir die H&auml;lfte unserer USD-Position gegen&uuml;ber dem Euro geschlossen. Die Exponierung gen&uuml;ber den anderen W&auml;hrungen bleibt weitgehend unver&auml;ndert.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Q3\/2015: US-Dollar und Aktien weiterhin &uuml;bergewichtet&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4038,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[644],"class_list":["post-22493","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie","tag-lgt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22493"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22493\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}