{"id":22539,"date":"2016-09-25T22:00:00","date_gmt":"2016-09-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/09\/25\/ubs-ist-die-party-vorbei\/"},"modified":"2016-09-25T22:00:00","modified_gmt":"2016-09-25T22:00:00","slug":"ubs-ist-die-party-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ubs-ist-die-party-vorbei\/","title":{"rendered":"UBS : Ist die Party vorbei?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die herbstlichen Tage werden k&uuml;hler, aber die Debatte unter den geldpolitischen Entscheidungstr&auml;gern ist hitziger geworden. Der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, ist sogar so weit gegangen anzudeuten, dass die Negativ zinspolitik der &laquo;falsche&raquo; Weg gewesen sei&#8230;.. &nbsp;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>UBS House View Monthly September 2016<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Mark Haefele Global Chief Investment Officer Wealth Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bank of Japan (BoJ) hat bei ihrer Sitzung im September beschlossen, die Zinsen nicht weiter in den negativen Bereich zu senken. Zugleich pr&auml;sentierte sie neuartige Stimulierungsmassnahmen, sodass negative Zinss&auml;tze aus der Mode kommen k&ouml;nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allm&auml;hlich scheint man sich dar&uuml;ber einig zu werden, dass eine Welt mit einer aktiveren Fiskalpolitik, in der die Finanzminister sich st&auml;rker um eine &ouml;konomische Steuerung bem&uuml;hen, ein &laquo;Gegenentwurf&raquo; zu den Versuchen der Geldpolitik sein k&ouml;nnte, das Wachstum anzukurbeln. Selbst in Europa ist das Konzept der Defizitfinanzierung nicht mehr v&ouml;llig tabu. Der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission, JeanClaude Juncker, arbeitet angeblich an Pl&auml;nen, den Stabilit&auml;ts&shy; und Wachstumspakt aufzuweichen und zu vereinfachen &ndash; also jene Haushaltsregeln, welche die Ausgaben in den EU&shy;Mitglied staaten begrenzen sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aussicht, dass die Debatte &uuml;ber die Wirksamkeit der geldpolitischen Impulse dazu f&uuml;hren k&ouml;nnte, dass die Zentralbanken diese abbauen und &laquo;die Party daher vorbei ist&raquo;, hat nach den ruhigen Sommerwochen zu einem Anstieg der Volatilit&auml;t an den M&auml;rkten gef&uuml;hrt. Aus Portfoliosicht bedeutsam ist, dass dadurch auch die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen zugenommen hat. Die Korrelationen haben nun fast die h&ouml;chsten St&auml;nde seit f&uuml;nf Jahren erreicht (Abb. 1), sodass die Portfolios anf&auml;lliger f&uuml;r eine h&ouml;here kurzfristige Volatilit&auml;t sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anleger reagierten darauf unter anderem damit, dass sie Sicherheit in Cash&shy;Anlagen suchten. Deren durchschnittlicher Anteil ist laut der neuesten Umfrage von BAML unter Fondsmanagern von 5,4% auf 5,5% gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zentralbanken machen weiter, aber anders<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer glaubt, dass die Zentralbanken demn&auml;chst die Stimulierungsmassnahmen aufgeben werden, f&uuml;r den sind ein gut getimter Ausstieg aus einer diversifizierten Verm&ouml;gensallokation und ein Einstieg in Cash&shy;Anlagen sinnvoll. Ich bin der Ansicht, dass das Hinterfragen ihrer geldpolitischen Massnahmen die Zentralbanken dazu anregen wird, neue, nicht aber weniger Stimulierungsmassnahmen zu ergreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich zu investieren begann, war &laquo;Vorsicht&raquo; einer Zentralbank mit ihrer Bereitschaft gleichzusetzen, die Zinss&auml;tze eher fr&uuml;her als sp&auml;ter anzuheben. Heute bedeutet &laquo;Vorsicht&raquo; nach Aussage der Fed&shy;Gouverneurin Lael Brainard, dass die Zinss&auml;tze l&auml;nger niedrig gehalten werden &ndash; eine Strategie, welche die Fed mit ihrem Entscheid bei der geldpolitischen Sitzung im September, die Zinss&auml;tze unver&auml;ndert zu lassen, auch weiterhin verfolgt. Die Entscheidungstr&auml;ger stellen die Wirksamkeit einiger eher unorthodoxer Massnahmen &ndash; darunter Negativzinsen und die quantitative Lockerung (QE) &ndash; zwar zurecht infrage, jedoch werden die Zentralbanken an dieser und anderen Massnahmen festhalten. So hat die BoJ neuartige Massnahmen vorgestellt, zum Beispiel die Zusage, &uuml;ber das Inflationsziel von 2% &laquo;hinauszuschiessen&raquo; und die Renditen der 10&shy;j&auml;hrigen Anleihen bei 0% festzuzurren. So wird m&ouml;glicherweise die &laquo;Party beendet&raquo; &ndash; aber erst wenn die Sake&shy;Becher geleert sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Schwelle zu einer m&ouml;glicherweise neuen Phase von Stimulierungsmassnahmen sollten die Anleger wenigstens zwei wichtige Aspekte beachten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstens ist der weltweite Krieg der Politik gegen Barbest&auml;nde noch l&auml;ngst nicht vor&uuml;ber. Die Anleger sollten im Falle einer steigenden Inflation auf noch negativere reale Renditen von Barmitteln gefasst sein. Da ein erneuter &Ouml;lpreisr&uuml;ckgang um 35% wie im letzten Jahr unwahrscheinlich ist und die USA fast Vollbesch&auml;ftigung erreicht haben, kann die Inflation zulegen. Die meisten US&shy;Inflationskennzahlen liegen bereits im Bereich ihrer 20&shy;Jahres&shy;Durchschnitte oder dar&uuml;ber. F&uuml;hrende Verm&ouml;gens verwalter, die in diesem Monat an unserem Investor Forum teilnahmen, waren &uuml;berzeugt, dass in n&auml;chster Zeit mit einer h&ouml;heren Inflation zu rechnen ist. Bemerkenswert ist auch, dass einige seri&ouml;se &Ouml;konomen den Krieg gegen Barbest&auml;nde auf andere Weise intensivieren wollen und die Abschaffung des Bargelds fordern. Auf diese Weise sollen die Geldpolitik und auch die Strafverfolgung effektiver werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4571\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/75966e7d6868931e910417b5198fcf02.png\" alt=\"26 09 16 1ubs\" width=\"445\" height=\"248\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens scheinen die Risiken bei Anleihen weiter zuzunehmen. Die Rally bei erstklassigen Anleihen in diesem Jahr wurde durch negative Zinss&auml;tze und die Massnahmen im Rahmen der QE unterst&uuml;tzt, die nun an ihre Grenzen stossen k&ouml;nnten. In den letzten Wochen waren massive Verk&auml;ufe zu beobachten, besonders in Grossbritannien und Japan (zwei L&auml;nder, die Anleihenk&auml;ufe t&auml;tigen, in denen den Zentralbankchefs aber eindeutig unwohl ist beim Gedanken, diesen Kurs weiterzuverfolgen). Diese Marktbewegungen zeigen die potenziellen Risiken f&uuml;r Anleihen auf, falls die lockere Geldpolitik ihren Blick von Anleihen auf andere Anlageklassen oder Massnahmen richtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was sind die Alternativen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Barmittel und Anleihen sind traditionell wichtige Bestandteile eines diversifizierten Portfolios, doch nun k&ouml;nnte es noch teurer werden, sie als eine Art &laquo;Versicherung&raquo; im Portfolio zu halten. In einer Welt, in der Barmittel und Anleihen niedrige bis negative Renditen erbringen, wird es schwieriger, eine geringere Volatilit&auml;t, Diversifikation und\/oder h&ouml;here Ertr&auml;ge zu erzielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F&uuml;r eine geringere Volatilit&auml;t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F&uuml;r Anleger, die eine geringere Volatilit&auml;t und einen h&ouml;heren erwarteten Ertrag als bei Cash&shy;Anlagen anstreben, haben wir zwei systematische Ans&auml;tze entwickelt, mit denen sie sich in ertragreicheren Anlagen engagieren und zugleich Strategien f&uuml;r das Management der Verlustrisiken nutzen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste ist unser Ansatz zur systematischen Absicherung. Dieser strebt einen kosteng&uuml;nstigen Schutz vor Verlusten an den gr&ouml;ssten Aktienm&auml;rkten mittels g&uuml;nstigerer Absicherungen in weniger renommierten, aber korrelierenden Indizes an. Der zweite ist unser Ansatz zur systematischen Allokation, bei dem unter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verwendung eines hauseigenen Aktienmarktsignals das Aktienengagement in einem Portfolio erh&ouml;ht oder verringert wird, wie dies mit Blick auf die Marktbedingungen als angemessen angesehen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F&uuml;r die Portfoliodiversifikation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F&uuml;r Anleger, die in einer Welt, in der Anleihen massive Verluste drohen k&ouml;nnten, nach Diversifikation und Ertr&auml;gen streben, k&ouml;nnen sich alternative Anlagen &ndash; Hedge Funds und die Privatm&auml;rkte &ndash; unserer Ansicht nach lohnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hedge Funds werden wahrscheinlich nicht mehr so hohe Ertr&auml;ge erbringen wie vor der Finanzkrise; die Branche ist gewachsen und der Wettbewerb um Alpha ist intensiv. Gleichwohl erm&ouml;glichen sie nach wie vor eine effektive Portfoliodiversifikation, und die Ertr&auml;ge schneiden in einer strategischen Allokation im Vergleich zu anderen Anlageklassen immer noch gut ab. Wir erwarten, dass Hedge Funds in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren Renditen von 5% j&auml;hrlich erzielen werden, bei einer erwarteten j&auml;hr lichen Volatilit&auml;t von 6%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die besten Manager sind nach wie vor in der Lage, in eher undurchsichtigen M&auml;rkten und sogar bei seitw&auml;rts oder schw&auml;cher tendierenden M&auml;rkten Chancen zu nutzen. Unser CIO&shy;Team f&uuml;r kurzfristige Anlagen durchforstet den Markt auch nach Preis anomalien, die ausgenutzt werden k&ouml;nnen, um die Ertragsaussichten &uuml;ber einen Zeithorizont von weniger als sechs Monaten zu verbessern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manager von Privatmarktfonds verf&uuml;gen &uuml;ber die Flexibilit&auml;t, Verm&ouml;genswerte an illiquiden M&auml;rkten zu erwerben und Mehrwert zu schaffen. Sie k&ouml;nnen fehlbewertete Verm&ouml;genswerte leichter nutzen, da bestimmte Informationen unter Umst&auml;nden nicht ohne weiteres verf&uuml;gbar sind oder den durchschnittlichen Anle gern gegen&uuml;ber nicht offengelegt werden. Die Privatm&auml;rkte haben zudem bewiesen, dass sie die Renditen in turbulenten Aktienmarktphasen diversifizieren k&ouml;nnen: Die Privatmarkt&shy;Indizes waren im Vergleich zum Durchschnitt der zehn gr&ouml;ssten Verluste von b&ouml;rsennotierten Aktien im letzten Jahrzehnt robuster (Abb. 2, es ist jedoch anzumerken, dass die Renditen an der B&ouml;rse und am Privatmarkt angesichts der unterschiedlichen Branchenstandards f&uuml;r die Darstellung der Performance nicht direkt miteinander vergleichbar sind). Wir gehen davon aus, dass eine diversifizierte Allokation am Privatmarkt &uuml;ber einen Anlagehorizont von zehn Jahren bei einer Volatilit&auml;t von 9% bis 12,5% eine j&auml;hrliche Rendite von 8,5% bis 12% erzielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere L&ouml;sung, die in Erw&auml;gung gezogen werden sollte, sind unsere langfristigen Anlagethemen, die unter anderem auf den unab&auml;nderlichen Trends des Bev&ouml;lkerungswachstums, der Urbanisierung und der Alterung beruhen. Zu den attraktiven aktuellen Themen z&auml;hlen Firmen, die im Sicherheits&shy; und Schutz bereich t&auml;tig sind, und Unternehmen, die sich auf die Automatisierung und Robotik konzentrieren. Da diese Themen Aktien und Privatanlagen umfassen, die oft nicht in den g&auml;ngigen Benchmarks enthalten sind, k&ouml;nnen sie die Diversifikations vorteile erh&ouml;hen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Taktische Verm&ouml;gensallokation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&Uuml;ber unseren Anlagehorizont von sechs Monaten beurteilen wir risikoreiche Anlagen weiterhin positiv. Aufgrund der hitzigeren geldpolitischen Debatte sowie der bevorstehenden politischen und wirtschaftlichen Risiken ist die Volatilit&auml;t kurzfristig gestiegen. Wie der Schock infolge des Brexit&shy;Votums gezeigt hat, d&uuml;rften sich die geldpolitischen Massnahmen und das Wirtschaftswachstum mittelfristig jedoch als st&auml;rkere Markttreiber erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung beobachten wir die chinesischen Konjunkturdaten und die Geldpolitik der Fed weiterhin genau. In China war das Gesamtwachstum zwar erfreulich, die Bilanzen stehen jedoch weiterhin unter Druck. Die Verschuldung nimmt zu, in einigen St&auml;dten wird ein extremer Anstieg der Hauspreise verzeichnet und die Druckpunkte des Finanzsektors r&uuml;ckten im Zuge der steigenden Interbankens&auml;tze in Hongkong wieder in den Vordergrund. Unseres Erachtens d&uuml;rfe die Fed auf lange Sicht weiterhin eine vorsichtige Hal tung einnehmen. Die unterschiedliche Interpretation des geldpolitischen Kurses der Fed k&ouml;nnte jedoch &ndash; &auml;hnlich wie in den letzten Wochen &ndash; kurzfristig f&uuml;r h&ouml;here Volatilit&auml;t sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4572\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/d12688da0806f9af0941bf5413666a82.png\" alt=\"26 09 16 2ubs\" width=\"448\" height=\"308\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausserdem gibt es bis zum 19. Parteitag der Kommunistischen Partei in China im n&auml;chsten Jahr noch eine Reihe von politischen Risiken. Das gr&ouml;sste davon sind die Wahlen in den USA. Ein Wahlsieg von Donald Trump ist an den M&auml;rkten nicht eskomptiert und d&uuml;rfte kurzfristig eine betr&auml;chtliche Volatilit&auml;t verursachen. Ein solcher Wahlausgang entspricht nicht unserem Basisszenario. Wir werden die US&shy;Wahl kampagne in unserer Reihe ElectionWatch weiterverfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz dieser und anderer Risiken sind wir in US&shy;Aktien gegen&uuml;ber erstklassigen Anleihen &uuml;bergewichtet, da sie unseres Erachtens g&uuml;nstiger und weniger anf&auml;llig sind und ein gr&ouml;sseres Aufw&auml;rtspotenzial besitzen. Die Gewinnrendite von Aktien war nur in 16% des Zeitraums seit 1956 h&ouml;her als jene von Staatsanleihen (Abb. 3). Die aktuellen Massnahmen wie Anleihenk&auml;ufe werden zunehmend hinterfragt, daher k&ouml;nnten den erstklassigen Anleihen gr&ouml;ssere Verluste drohen. Zudem erkennen wir klare Impulse f&uuml;r steigende Kurse von US&shy;Aktien. Die belastende Wirkung der niedrigeren &Ouml;lpreise und des st&auml;rkeren US&shy;Dollar auf die Gewinne in den USA nimmt ab. Ausserdem erwarten wir ein Gewinnwachstum von insgesamt 3% f&uuml;r dieses Jahr, das im n&auml;chsten Jahr auf 6,5% steigen d&uuml;rfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind in Aktien aus Schwellenl&auml;ndern gegen&uuml;ber Schweizer Aktien &uuml;bergewichtet. Nach einer mehrj&auml;hrigen Schw&auml;chephase stabilisieren sich die Gewinne in den Schwellenl&auml;ndern allm&auml;hlich. Die Gewinnwende d&uuml;rfte durch die zunehmende Konjunkturdynamik unterst&uuml;tzt werden. Gesch&auml;ftsaktivit&auml;tsindizes lassen erkennen, dass die Aktivit&auml;ten in der Industrie zunehmen. Da sich die Fed weiterhin zur&uuml;ckh&auml;lt, sind Schwellenl&auml;nderw&auml;hrungen gestiegen, wodurch der Inflationsdruck und die Notwendigkeit einer restriktiveren Geldpolitik weiter gemindert werden. Die Schweizer Aktienindizes sind hingegen st&auml;rker auf defensive Sektoren ausgerichtet und d&uuml;rften daher von einem globalen Gewinnanstieg in eher zyklischen Sektoren weniger stark profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind in der norwegischen Krone gegen&uuml;ber dem Euro &uuml;bergewichtet. Norwegen ist wohl bereits einige Schritte weiter als die meisten anderen Regionen, hat es doch eine hohe Inflation von derzeit 4% herbeigef&uuml;hrt. Das bedeutet unserer Ansicht nach, dass der Lockerungszyklus der Zentralbank eindeutig vor&uuml;ber ist. Diese These wird auch durch die restriktiveren Kommentare der Norges Bank an ihrer September&shy;Sitzung unterst&uuml;tzt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4573\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/c90d07abafdd6dc482914609130ba26f.png\" alt=\"26 09 16 3ubs\" width=\"446\" height=\"234\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir er&ouml;ffnen eine &uuml;bergewichtete Position in einem Korb von Schwellenl&auml;nderw&auml;hrungen (russischer Rubel, brasilianischer Real, s&uuml;dafrikanischer Rand, indische Rupie) gegen&uuml;ber einer Auswahl von G10&shy;W&auml;hrungen (australischer Dollar, kanadischer Dollar, schwedische Krone). Ziel dieser Position ist es, das Zinsgef&auml;lle zwischen diesen L&auml;ndern zu nutzen, das derzeit bei rund 8% j&auml;hrlich liegt. Wir bevorzugen einen W&auml;hrungskorb, um das Gesamtrisiko der Transaktion zu begrenzen. Durch das Eingehen einer &uuml;bergewichteten Position zu einer Zeit, in der sich die Wirtschaftsbedingungen verbessern, wird die Gefahr r&uuml;ckl&auml;ufiger Kurse der Schwellenl&auml;nderw&auml;hrungen eingeschr&auml;nkt. Wir haben uns f&uuml;r eine Untergewichtung von Niedrigzinsw&auml;hrungen der Industriel&auml;nder entschieden, die in hohem Masse von Rohstoffen und\/oder dem globalen Konjunkturzyklus abh&auml;ngen. Daher sollten diese Niedrigzinsw&auml;hrungen das Risiko des Schwellen l&auml;nderw&auml;hrungskorbs diversifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Debatte &uuml;ber das richtige Gleichgewicht zwischen Geld&shy; und Fiskalpolitik hat sich in den letzten Monaten zugespitzt, was zur h&ouml;heren Volatilit&auml;t beigetragen hat. Die geldpolitische Unterst&uuml;tzung d&uuml;rfte auf absehbare Zeit solide bleiben, selbst wenn sich die Umsetzung ver&auml;ndern sollte. Cash und Anleihen k&ouml;nnten in diesem Umfeld Risiken drohen, und die Anleger werden nach kreativeren M&ouml;glichkeiten Ausschau halten m&uuml;ssen, die langfristig Sicherheit und Diversifikation bieten. Kurzfristig beurteile ich risikoreiche Anlagen nach wie vor positiv. Die lockere Geldpolitik und das Gewinnwachstum d&uuml;rften die potenziellen Risiken kompensieren. In unserer globalen taktischen Verm&ouml;gensallokation bleiben wir daher in Aktien gegen&uuml;ber Anleihen &uuml;bergewichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;Quelle:&nbsp; AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die herbstlichen Tage werden k&uuml;hler, aber die Debatte unter den geldpolitischen Entscheidungstr&auml;gern ist hitziger geworden. 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