{"id":22544,"date":"2016-10-04T22:00:00","date_gmt":"2016-10-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2016\/10\/04\/wendepunkt-aktueller-marktkommentar-der-schwyzer-kantonalbank\/"},"modified":"2016-10-04T22:00:00","modified_gmt":"2016-10-04T22:00:00","slug":"wendepunkt-aktueller-marktkommentar-der-schwyzer-kantonalbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wendepunkt-aktueller-marktkommentar-der-schwyzer-kantonalbank\/","title":{"rendered":"&#8220;Wendepunkt&#8221; \u2013 Leitartikel und aktueller Marktkommentar der Schwyzer Kantonalbank"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Leitartikel<\/strong> : Das Ende naht. Das Ende der Tiefzinsspirale, an deren Ursprung die Notenbanken mit ihrer (unkonventionellen) Geldpolitik sowie das verhaltene, inflationsfreie Wirtschaftswachstum stehen. Die Unsicherheiten bez&uuml;glich des weiteren Konjunktur- und Inflationsverlaufs werden vorerst weiter anhalten (wobei wir diesbez&uuml;glich moderat optimistisch sind)&#8230;.. &nbsp;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Heller, Leiter Research und Chief Investment Officer der SZKB<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hingegen scheinen die Notenbanken eine geistige Kehrtwende zu vollziehen. Auch wenn sie sich alle Optionen offen lassen, geben sie derzeit wenige Anhaltspunkte f&uuml;r weitere geldpolitische Lockerungsmassnahmen. EZB-Chef Mario Draghi liess nach der letzten EZB-Sitzung offen, ob und wie es mit dem Anleihenkaufprogramm (QE) nach M&auml;rz 2017 weitergeht, nachdem er in der Vergangenheit immer fr&uuml;hzeitig noch mehr QE angek&uuml;ndigt hatte. Und die Bank of Japan vermeldete, dass sie anstelle der erwarteten Zinssenkung oder der Ausweitung der Wertpapierk&auml;ufe &#8220;nur&#8221; die Kontrolle der Zinskurve anstrebe. Dagegen betonten die Notenbanker vermehrt, dass auch die Wirtschafts-\/Fiskalpolitk ihren Beitrag zur &Uuml;berwindung der Krise zu leisten habe und appellierten an die politisch Verantwortlichen, Reformen durchzuf&uuml;hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dahinter steckt die Erkenntnis der W&auml;hrungsh&uuml;ter, dass die unkonventionelle Geldpolitik der letzten Jahre an ihre Grenzen st&ouml;sst. Zum einen, was die Praktikabilit&auml;t betrifft (Stichwort &#8220;kaufbares Universum&#8221;). Zum anderen &#8211; und das ist entscheidender -, dass noch tiefere Zinsen keine zus&auml;tzlichen Impulse verleihen. Die Vermutung liegt nahe, dass die tiefen Zinsen wom&ouml;glich mehr Schaden anrichten, als sie n&uuml;tzen. Insbesondere Banken und Versicherungen leiden unter der flachen Zinskurve, aber auch f&uuml;r die Vorsorgesysteme entpuppt sich das Zinsgef&uuml;ge zunehmend als Belastung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der aktuellen Zur&uuml;ckhaltung k&ouml;nnte es sich also somit um mehr als einen Zwischenhalt handeln. Vielmehr k&ouml;nnte sie einen Wendepunkt markieren. Damit wir uns richtig verstehen: Die Geldpolitik bleibt global expansiv. Die Zinsen bleiben auf unbestimmte Zeit tief und es ist mit keinen markanten, abrupten geldpolitischen Bremsman&ouml;vern zu rechnen. Und passiert etwas Unvorhergesehenes, so werden die Notenbanken nicht z&ouml;gern, in altes Fahrwasser zur&uuml;ckzukehren, in die &#8220;vertraute Welt&#8221; der unkonventionellen Geldpolitik. Die Bereitschaft dazu hat aber sp&uuml;rbar abgenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf einen blick:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konjunktur &ndash;&nbsp;Schwacher Aufw&auml;rtstrend<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Weltwirtschaftswachstum h&auml;lt der Aufw&auml;rtstrend an, wenn auch in einem bescheidenen Rahmen. Im August fielen die Konjunkturdaten eher schw&auml;cher aus. Die ersten Septemberdaten lassen die Aussichten hingegen freundlicher erscheinen. Die US-Konjunktur ist zweigeteilt, China zeigt sich gefestigter, in Japan zeigt sich ein schmaler Silberstreifen am Horizont.<br \/> &nbsp;<br \/> <strong>Aktien &ndash;&nbsp;Qual der Wahl &nbsp;&nbsp;<\/strong><br \/> Im September war es an den Aktienm&auml;rkten ruhig, abgesehen von vor&uuml;bergehenden &Auml;ngsten vor h&ouml;heren Zinsen und Sorgen um die Deutsche Bank. F&uuml;r etwas Bewegung k&ouml;nnten die anstehenden Quartalsergebnisse und die US-Wahlen am 8. November sorgen.<br \/> <strong>&nbsp;<\/strong><br \/><strong> Zinsen &ndash;&nbsp;BOJ auf neuen Pfaden<\/strong><br \/> Die Bank of Japan (BoJ) richtet ihre Geldpolitik neu an der Zinskurve aus. W&auml;hrenddessen hat die Fed die Zinsen im September nicht erh&ouml;ht. Ein Zinsschritt im Dezember scheint immer wahrscheinlicher. In Europa d&uuml;rfte vorerst alles beim Status Quo bleiben.<br \/> <strong>&nbsp;<\/strong><br \/><strong> Rohstoffe &ndash;&nbsp;OPEC und US-Wahlen im Fokus &nbsp;<\/strong><br \/> Die OPEC hat am 28. September &uuml;berraschend angek&uuml;ndigt, die &Ouml;l-Produktion zu reduzieren.<br \/> Der unmittelbare Effekt auf das &Ouml;l-Angebot ist trotz kurzfristigem Preisanstieg moderat, denn die Produktion wird von einem hohen Niveau aus gek&uuml;rzt. Zudem ist noch offen, welches OPEC-Mitglied die Produktion wie stark reduzieren muss. Dies soll bis im November ausgehandelt werden.<br \/> &nbsp;<br \/> <strong>Asset Allocation&nbsp;&ndash;&nbsp;Basisszenario unver&auml;ndert &nbsp;<\/strong><br \/> Im August und teilweise September hat sich das Wachstum leicht abgeschw&auml;cht. Die zuletzt wieder positiveren Daten lassen jedoch eine leichte konjunkturelle Belebung zum Jahresende hin erwarten. Unser Basisszenario hat sich entsprechend nicht ver&auml;ndert. Wir halten deshalb an unserer neutralen Aktienpositionierung in den Portfolios fest. Staatsanleihen sind aufgrund der tiefen oder gar negativen Verfallsrendite und drohender Verluste bei steigenden Zinsen unattraktiv. Wir halten an der neutralen Immobilienquote fest. Das &Uuml;bergewicht der Alternativen Anlagen geht zugunsten versicherungsbasierter Anlagen.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp; AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leitartikel : Das Ende naht. 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