{"id":22563,"date":"2017-04-05T22:00:00","date_gmt":"2017-04-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/04\/05\/unnoetiger-stimulus-aktueller-marktkommentar-der-schwyzer-kantonalbank\/"},"modified":"2017-04-05T22:00:00","modified_gmt":"2017-04-05T22:00:00","slug":"unnoetiger-stimulus-aktueller-marktkommentar-der-schwyzer-kantonalbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/unnoetiger-stimulus-aktueller-marktkommentar-der-schwyzer-kantonalbank\/","title":{"rendered":"&#8220;Unn\u00f6tiger Stimulus&#8221; \u2013 aktueller Marktkommentar der Schwyzer Kantonalbank"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die expansive, unkonventionelle Geldpolitik der vergangenen Jahre hat nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Das hat unter anderem damit zu tun, dass sich die Akteure (z.B. Unternehmen und Konsumenten) nur bedingt an das Drehbuch der Notenbanker gehalten haben und damit das angestrebte Endergebnis teilweise konterkarieren&#8230;.. &nbsp;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Heller, Leiter Research und Chief Investment Officer der SZKB<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA gibt es seit einigen Monaten eine auff&auml;llige Diskrepanz zwischen den starken Fr&uuml;hindikatoren (u.a. Einkaufsmanagerindizes, Leading Economic Index) und den &#8220;harten&#8221; Fakten wie beispielsweise der Industrieproduktion oder der Investitionst&auml;tigkeit.&nbsp; K&ouml;nnte ein Stimulierungspaket, wie es Donald Trump angek&uuml;ndigt hat, der Konjunktur auf die Spr&uuml;nge helfen? Nur bedingt bzw. es ist nicht n&ouml;tig. Die US-Konjunktur l&auml;uft n&auml;mlich trotz der skizzierten Diskrepanz ansprechend und es herrscht Vollbesch&auml;ftigung. In einem solchen Umfeld sorgen Stimulierungsmassnahmen in erster Linie f&uuml;r eine anziehende Inflation. Ausserdem liesse die zeitliche Verz&ouml;gerung zwischen Beschluss und Umsetzung ohnehin kaum eine rasche Wirkung zu. Sie w&uuml;rde im Gegenteil dazu f&uuml;hren, dass der Stimulus prozyklisch wirkt. Das heisst, dass er zu greifen beginnt, wenn die Konjunktur von selber bereits wieder an Fahrt gewinnt. Dies gilt insbesondere f&uuml;r nachfrageorientierte Massnahmen, bei welchen der Staat oder &#8211; &uuml;ber entsprechende Anreize &#8211; der private Sektor als Nachfrager auftreten. Zudem kommt es in solchen F&auml;llen &ouml;fters zu sogenannten Mitnahmeeffekten, z.B. bei Pr&auml;mien f&uuml;r den Kauf eines neuen Autos, das man sowieso gekauft h&auml;tte. Dies limitiert die Effektivit&auml;t des Stimulus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rascher umsetzen lassen sich angebotsseitige Massnahmen wie beispielsweise Steuersenkungen f&uuml;r Haushalte und Unternehmen. Die Unternehmenssteuern sind in den USA im internationalen Vergleich hoch. Tiefere Steuern k&ouml;nnten hier tats&auml;chlich Investitionsanreize schaffen. Die gesamte Fiskalquote (Steuereinnahmen und Sozialversicherungsabgaben im Verh&auml;ltnis zum Bruttoinlandprodukt) geh&ouml;rt in den USA allerdings bereits heute zu den tiefsten weltweit. Weitere Steuersenkungen w&uuml;rden das Wachstum wom&ouml;glich nicht im gew&uuml;nschten Umfang antreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Einsparungen bei der Gesundheitsreform h&auml;tten die geplanten Mehrausgaben zumindest teilweise kompensieren sollen. Diese ist nun aber vorerst gescheitert. Trotz misslungenem Startschuss wird die neue USRegierung in Sachen Fiskalstimulus nachlegen. Die Auswirkungen auf Konjunktur und M&auml;rkte: Das Wirtschaftswachstum wird anziehen, der Konjunkturzyklus dadurch verl&auml;ngert, die Inflation und die Zinsen werden steigen. Die Aktienm&auml;rkte werden es zun&auml;chst weiter wohlwollend aufnehmen. Der Kater folgt sp&auml;ter. Die Rechnung in Form von h&ouml;heren Schulden, h&ouml;heren Zinsen und wieder steigenden Steuern zahlen die USA erst, wenn bereits der n&auml;chste Pr&auml;sident im Weissen Haus sitzt.<\/p>\n<p><b>Auf einen blick<\/b><\/p>\n<p><b>Anleihen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Konjunkturbild, die Inflationsaussichten sowie die restriktivere USGeldpolitik sprechen f&uuml;r h&ouml;here Zinsen. Diese Faktoren halten sich zurzeit noch die Waage mit den politischen Risiken. L&auml;ngerfristig d&uuml;rften sich die fundamentalen Faktoren durchsetzen, was leicht h&ouml;here Zinsen bedeutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Aktien<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Sicht der n&auml;chsten Monate d&uuml;rften sich die Aktienm&auml;rkte seitw&auml;rts entwickeln. Zwar sorgt die Wachstumsbeschleunigung f&uuml;r bessere Gewinnaussichten. Doch die Geldpolitik liefert kaum mehr Impulse, die Obligationenzinsen d&uuml;rften steigen und die Bewertungen sind recht hoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Immobilien Schweiz<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der nach wie vor tiefen Zinsen und der hohen Aussch&uuml;ttungsrenditen sind Immobilienanlagen noch immer interessant. Die hohen Bewertungen, ansteigende Zinsen und h&ouml;here Leerst&auml;nde bleiben 2017 die Herausforderungen f&uuml;r die Immobilienanlagen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Rohstoffe<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die OPEC und Russland haben die Produktion gek&uuml;rzt. Daf&uuml;r nimmt bei einem Preis &uuml;ber USD 50 das Angebot der US-Fracker zu. Dies spricht insgesamt f&uuml;r eine Seitw&auml;rtsbewegung zwischen USD 40 und 55. Beim Gold ist mit einer Seitw&auml;rtsentwicklung zu rechnen, solange die Risiken (z.B. Politik in USA und der Eurozone) nicht &Uuml;berhand nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>W&auml;hrungen vs. CHF<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unerwartet verhaltenen Kommentare der Fed nach der M&auml;rz-Sitzung haben dem US-Dollar zugesetzt. Ohne neue Antriebsfaktoren (z.B. EuroProbleme) ist das Aufwertungspotenzial f&uuml;r den Greenback limitiert. Die SNB versucht weiterhin, eine zu schnelle und deutliche Aufwertung des Schweizer Franken zu verhindern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp; AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die expansive, unkonventionelle Geldpolitik der vergangenen Jahre hat nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Das hat unter anderem damit zu tun, dass sich die Akteure (z.B. 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