{"id":22566,"date":"2017-05-08T22:00:00","date_gmt":"2017-05-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/05\/08\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-die-letzte-chance\/"},"modified":"2017-05-08T22:00:00","modified_gmt":"2017-05-08T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-die-letzte-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-die-letzte-chance\/","title":{"rendered":"BlackRock: Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Die letzte Chance"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das franz&ouml;sische Volk hat gesprochen und Emmanuel Macron als neuen Pr&auml;sidenten in den &Eacute;lys&eacute;ePalast gew&auml;hlt&#8230;.. &nbsp;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>Von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege f&uuml;r Deutschland, &Ouml;sterreich und Osteuropa<\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">W&auml;hlerbefragungen am Sonntag und auch davor haben jedoch gezeigt, dass mehrere Millionen Franzosen ihre Stimme Macron vor allem zugesprochen haben, um Le Pen als Pr&auml;sidentin zu verhindern &ndash; und nicht, weil sie mit seinem Wahlprogramm einverstanden sind. Macrons Regierungsauftrag ist somit wahrlich kein einfacher. Dennoch ist mit der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahl nach den Wahlen in &Ouml;sterreich und den Niederlanden nun auch die dritte Wahl in der Eurozone seit dem Wahlsieg Donald Trumps zu Ungunsten der Populisten ausgegangen. Aus Sicht aller Europabef&uuml;rworter ist dies als positives Signal zu werten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macron wird ein Land &uuml;bernehmen, dessen Wirtschaft in vielen Bereichen gro&szlig;e Probleme hat. Viele Unternehmen im Land leiden unter einer international geringen Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; nicht zuletzt aufgrund der sehr hohen Lohnnebenkosten und der hohen Steuern. Auch die Arbeitslosigkeit ist in den Jahren unter Hollande weiter gestiegen. 80 Prozent der zuletzt neugeschaffenen Jobs sind befristete Jobs &ndash; h&auml;ufig mit Vertr&auml;gen, die nicht einmal ein Jahr laufen. Gerade viele junge Leute finden auf dem wenig flexiblen Arbeitsmarkt keinen ad&auml;quaten Job. Hinzu kommt ein Staat, der hohe Defizite f&auml;hrt und den Schuldenstand des Landes somit in gef&auml;hrliche H&ouml;hen treibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macron wird in den n&auml;chsten Jahren einen schwierigen Spagat bew&auml;ltigen m&uuml;ssen. Er muss auf der einen Seite dringend die genannten Probleme im Land l&ouml;sen &ndash; auch, um letztlich ein weiteres Erstarken des Front National zu verhindern. Er darf dabei aber die doch gro&szlig;e Zahl derer, die sich nicht von ihm repr&auml;sentiert f&uuml;hlen, keinesfalls ignorieren (Marine Le Pen erhielt rund 11 Millionen der Stimmen). Er muss sie zwingend mit ins Boot holen, wobei eines der Probleme darin besteht, dass diese Menschen in der Mehrheit nicht gerade zu den flammendsten Euro-Bef&uuml;rwortern z&auml;hlen. Insofern bedarf es f&uuml;r einen Erfolg Macrons aus unserer Sicht auch und vor allem einer deutschen Bundesregierung, die zusammen mit Frankreich ein verbessertes institutionelles Setup f&uuml;r Europa schafft, das der sehr gro&szlig;en Mehrheit der Europ&auml;er sp&uuml;rbare Vorteile liefert. Eine Grundvoraussetzung hierf&uuml;r k&ouml;nnte sein, dass Deutschland seine recht strenge Haltung in punkto Sparen und Investieren auf europ&auml;ischer Ebene &uuml;berdenkt. Ob man dazu in Berlin jedoch bereit ist, etwa in Form der Schaffung eines Eurogruppen-Budgets, bleibt fragw&uuml;rdig. Die Bundesregierung ist jedoch auch auf einen Erfolg Macrons angewiesen. Denn sollte er scheitern, droht in f&uuml;nf Jahren wom&ouml;glich tats&auml;chlich ein Sieg der Euro-Kritiker. Jedem Europa-Bef&uuml;rworte sollte bewusst sein: Es k&ouml;nnte sich bei Macrons Pr&auml;sidentschaft um die letzte &Uuml;berlebenschance der 5. Franz&ouml;sischen Republik handeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wahl in Schleswig-Holstein am vergangenen Wochenende stand klar im Schatten der Wahl in Frankreich. Einen wichtigen Fingerzeig lieferte sie dennoch. Mit einer deutlichen Niederlage der SPD und einem &uuml;berzeugenden Sieg der CDU um Spitzenkandidat Daniel G&uuml;nther stehen die Sozialdemokraten kurz vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen stark unter Druck. Bleibt der erhoffte &bdquo;Schulz-Effekt&ldquo; am kommenden Sonntag erneut aus, ist es mit der von der SPD erhofften Wechselstimmung im Land wohl nicht weit her. Ob die SPD dann bis September nochmal an Momentum gewinnen kann, ist unwahrscheinlich. Spannend d&uuml;rften hingegen die<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Koalitionsverhandlungen auf L&auml;nderebene werden. In Schleswig-Holstein deutet sich ein B&uuml;ndnis von CDU, FDP und den Gr&uuml;nen an. Auch eine Ampel ist im Gespr&auml;ch. M&ouml;glicherweise auch Modelle f&uuml;r den Bund?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Politik treibt uns also weiter um. Mit dem Wahlsieg Macrons reduziert sich jedoch das politische Risiko in Europa sp&uuml;rbar, sodass der Fokus in den n&auml;chsten Wochen und Monaten nun st&auml;rker auf den wirtschaftlichen Fundamentaldaten liegen d&uuml;rfte. Die gute Nachricht dabei: Wirtschaftlich l&auml;uft es, gerade in Europa, derzeit durchaus rund. Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung in der W&auml;hrungsunion um 0,5 Prozent (im Vergleich zum Vorquartal, Rate nicht annualisiert). Den starken Fr&uuml;hindikatoren wird somit Folge durchaus geleistet. Etwas anders das Bild in den USA: Mit annualisiert gerade einmal 0,7 Prozent legte die Wirtschaftsleistung jenseits des Atlantiks deutlich weniger stark zu als in der W&auml;hrungsunion, sodass die L&uuml;cke zwischen weichen Fr&uuml;h- und den harten Wirtschaftsindikatoren in den USA gro&szlig; bleibt. &Uuml;bertriebene Sorgen scheinen jedoch nicht angebracht zu sein: Die starken Daten vom US-Arbeitsmarkt im ersten und auch zu Beginn des zweiten Quartals sprechen daf&uuml;r, dass es sich (wie in den vergangenen Jahren auch) um einen Ausrutscher im ersten Quartal zu handeln scheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f&uuml;r Anleger?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die deutsche Bundestagswahl im September und die Wahl in UK aus Sicht der allermeisten Investoren keine marktrelevanten Risiken darstellen, k&ouml;nnte sich nach der Frankreichwahl nun bis zur Wahl in Italien &ndash; voraussichtlich im Fr&uuml;hjahr 2018 &ndash; ein Zeitfenster &ouml;ffnen, in dem sich die M&auml;rkte vor allem auf die globale konjunkturelle Erholung konzentrieren k&ouml;nnen. F&uuml;r die Aktienm&auml;rkte und hier vor allem Zykliker- und Value-Titel sind dies sicher keine schlechten Nachrichten. Kurzfristig k&ouml;nnte jedoch eine Einschr&auml;nkung gelten: Nach dem Wahlsieg Macrons ist die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen an den Aktienm&auml;rkten nach dem Motto &bdquo;sell-on-good-news&ldquo; erh&ouml;ht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem reduzierten politischen Risiko und vor dem Hintergrund der starken Wirtschaftsdaten aus Europa k&ouml;nnte zeitnah auch der Druck auf die EZB zunehmen, ihre expansive Geldpolitik zu &uuml;berdenken. Wir halten es zwar f&uuml;r unwahrscheinlich, dass Draghi seinen Auftritt im niederl&auml;ndischen Parlament Mitte dieser Woche f&uuml;r ein erstes Zeichen in Richtung &bdquo;Tapering&ldquo; nutzen wird. Zu fragil bleibt die Inflation in der Eurozone. Dennoch werden die Erwartungen an ein baldiges Ende des Anleiheankaufprogramms in den n&auml;chsten Wochen zunehmen. Deutsche Bundrenditen k&ouml;nnten sich daher durchaus in absehbarer Zeit ihrem Jahreshoch bei knapp 0,5 Prozent ann&auml;hern.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp; AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das franz&ouml;sische Volk hat gesprochen und Emmanuel Macron als neuen Pr&auml;sidenten in den &Eacute;lys&eacute;ePalast gew&auml;hlt&#8230;.. &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4766,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[86],"class_list":["post-22566","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22566"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22566\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}