{"id":22575,"date":"2017-06-27T22:00:00","date_gmt":"2017-06-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/06\/27\/lgt-halbjahresbilanz-ausblick-bleibt-insgesamt-konstruktiv\/"},"modified":"2017-06-27T22:00:00","modified_gmt":"2017-06-27T22:00:00","slug":"lgt-halbjahresbilanz-ausblick-bleibt-insgesamt-konstruktiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-halbjahresbilanz-ausblick-bleibt-insgesamt-konstruktiv\/","title":{"rendered":"LGT: Halbjahresbilanz: Ausblick bleibt insgesamt konstruktiv"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auf den Aufschwung von 2016 folgte eine Stabilisierung. W\u00e4hrend Unternehmensgewinne, B\u00f6rsenkurse und Stimmungsindikatoren neue Hochs erreichten, sanken die Inflationserwartungen weltweit unter die Zielwerte herab. Es ist daher sinnvoll, den Ausblick immer wieder kritisch unter die Lupe zu nehmen. F\u00fcr gr\u00f6ssere Revisionen ist es aber noch zu fr\u00fch&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Mikio Kumada, CIIA bei LGT Capital Partners<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Makrobild blieb im ersten Halbjahr gutartig: Die Developed Markets (DM) verzeichneten gen\u00fcgend Realwachstum, aufgehellte Arbeitsm\u00e4rkte und st\u00e4rker steigende Unternehmensgewinne, w\u00e4hrend die Gesch\u00e4fts- und Konsumentenbarometer mehrj\u00e4hrige H\u00f6chstst\u00e4nde erreichten. In den USA realisierten die Aktienindizes historische Rekorde, in Asien \u00fcbersprangen sie endlich die zuletzt vor der Finanzkrise von 2008 gesichteten Niveaus. Europa und die Emerging Markets (EM) sind zwar nach wie vor am weitesten von diesen Marken entfernt &#8211; doch daf\u00fcr liefen sie dank entsprechenden Aufholpotentiale besser als viele andere M\u00e4rkte. Auch EMAnleihen und die Kreditm\u00e4rkte boten \u00fcberdurchschnittliche Renditen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die auff\u00e4lligste Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber 2016 stellte die Schw\u00e4che der rohstoffexportierenden M\u00e4rkte dar. Schwellenl\u00e4nder, die sich st\u00e4rker auf Industrie- und Konsumg\u00fcter, Infrastrukturinvestitionen und globale Dienstleistungen konzentrieren, zeigten hingegen eine besonders ausgepr\u00e4gte St\u00e4rke (z.B. S\u00fcdkorea, China, Taiwan und Hongkong). Auch die \u00f6stlichen EU-Staaten z\u00e4hlten zu den Outperformern, was den zyklischen Aufschwung des Euroraums und das gest\u00e4rkte politische Vertrauen in die EU unterstreicht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor diesem Hintergrund hob die US Federal Reserve (Fed) im M\u00e4rz und Juni wie erwartet den Leitzins an und konkretisierte zudem ihre Absicht, m\u00f6glichst bald mit der graduellen Reduktion der US-Basisgeldmenge zu beginnen (auch als \u00abBilanznormalisierung\u00bb bzw. \u00abquantitative Straffung\u00bb bekannt). Und genau hierin verbirgt sich ein gewisses Risiko f\u00fcr den Makroausblick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erste potentiell riskante Divergenzen&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst sollten wir festhalten, dass der Fed-Kurs bisher generell zu keiner grossen Reduktion der globalen Wachstumserwartungen gef\u00fchrt hat. Das zeigen die weltweit steigenden Aktienkurse und Gewinnsch\u00e4tzungen. Anderseits sind seit der US-Zinserh\u00f6hung vom M\u00e4rz sowohl die tats\u00e4chlichen als auch die erwarteten Inflationsraten deutlich unter die Zielwerte gefallen, w\u00e4hrend die Zinskurven weiter abgeflacht sind und Rezessionsrisiken suggerieren. Dar\u00fcber hinaus kommt diese Entwicklung zu einer Zeit, in der die Makrodaten generell den teilweise sehr hohen Stimmungsindikatoren eher hinterherhinken. Das alles illustriert, dass zumindest in den Anleihenm\u00e4rkten die Konjunkturskepsis zugenommen hat.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflationsentwicklung sollte in den kommenden Monaten daher verst\u00e4rkt im Auge behalten werden. Sinkende Inflationserwartungen wirken sich negativ auf das nominale Bruttoinlandsprodukt und damit auf die Unternehmensgewinne aus. Sollte sich die Inflation im zweiten Halbjahr nicht wie von der Fed und anderen Zentralbanken erwartet erholen, dann m\u00fcssten wir zuk\u00fcnftig auch mit mehr Entt\u00e4uschungen bei den Unternehmensgewinnen rechnen (insbesondere, wenn die Gewinnerwartungen weiter ansteigen).&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch sch\u00e4tzen wir den B\u00f6rsenausblick insgesamt weiter als positiv ein. Die diesj\u00e4hrigen Kurssteigerungen sind schliesslich durch die Unternehmensgewinne untermauert. Letztere sind in den vergangenen Quartalen sogar generell st\u00e4rker gestiegen als die Aktienkurse, weswegen die Bewertungen heute mehrheitlich sogar etwas tiefer notieren als vor sechs Monaten. Gehen wir davon aus, dass die aktuelle disinflation\u00e4re Entwicklung tats\u00e4chlich tempor\u00e4rer Natur ist (oder, dass die Notenbanken gegebenenfalls ihre Haltung entsprechend anpassen w\u00fcrden), dann haben Aktien aus fundamentaler Sicht nach wie vor ein signifikantes Aufw\u00e4rtspotential. Gleichzeitig bieten die relativ moderaten Marktbewertungen einen gewissen Puffer nach unten, mit dem kurzfristige Unsicherheitsphasen leichter \u00fcberbr\u00fcckt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Charts und weitere Hintergrundinformationen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden zeigen wir die globale Inflationsrate f\u00fcr die gr\u00f6ssten DM (55% der Weltwirtschaft) und EM (28%). In den DM kam der reflation\u00e4re Aufschwung von 2016 im M\u00e4rz zum Stillstand. Seitdem geht es in die Gegenrichtung. Die Kerninflation ist stabil, bleibt aber klar unter dem Zielwert. Auch in den EM ist die Inflation insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufig und tiefer als angepeilt, was gr\u00f6sstenteils auf die Erstarkung der EM-W\u00e4hrungen seit 2015 zur\u00fcckgeht. Geldpolitische Straffungsdiskussionen l\u00f6sen daher teilweise Skepsis aus, was die M\u00e4rkte anf\u00e4lliger f\u00fcr volatile Entt\u00e4uschungen machen k\u00f6nnte. Die aus den M\u00e4rkten f\u00fcr inflationsgebundene Staatsanleihen abgeleiteten erwarteten langfristigen Inflationserwartungen und der Steilheitsgrad der globalen Zinskurve illustrieren diese Skepsis. Die Anleihem\u00e4rkte signalisieren, dass die globale Inflation mittel- bis langfristig das Ziel verfehlen d\u00fcrfte. Der Spread zwischen lang- und kurzfristigen Anleiherenditen ist so tief, wie zuletzt w\u00e4hrend der Rezession von 2008\/2009, was zur Vorsicht mahnt.&nbsp;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4820\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/77739069709b8eec7b80e56da1828176.png\" alt=\"28 06 17 1lgt\" width=\"600\" height=\"470\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die B\u00f6rsenbewertungen sind seit Ende 2016 insgesamt leicht gesunken. Von euphorischen Gewinnwachstumssausichten kann also kaum die Rede sein. W\u00e4ren Anleger optimistischer, dann w\u00fcrden sie bereit sein, mehr pro Gewinnanteil zu bezahlen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4821\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/4c2f17dc11f494815728f52dafa1311f.png\" alt=\"28 06 17 2lgt\" width=\"600\" height=\"217\" \/><\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Aufschwung von 2016 folgte eine Stabilisierung. W\u00e4hrend Unternehmensgewinne, B\u00f6rsenkurse und Stimmungsindikatoren neue Hochs erreichten, sanken die Inflationserwartungen weltweit unter die Zielwerte herab. Es ist daher sinnvoll, den Ausblick immer wieder kritisch unter die Lupe zu nehmen. 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