{"id":22595,"date":"2018-01-17T07:00:00","date_gmt":"2018-01-17T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2018\/01\/17\/carmignac-s-note-anlagestrategie-januar-2018\/"},"modified":"2018-01-17T07:00:00","modified_gmt":"2018-01-17T07:00:00","slug":"carmignac-s-note-anlagestrategie-januar-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/carmignac-s-note-anlagestrategie-januar-2018\/","title":{"rendered":"Carmignac\u2019s Note : Anlagestrategie Januar 2018"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Drei \u00fcberlegungen  f\u00fcr 2018&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><strong>Carmignac\u2019s Note &#8211; Januar 2018<br \/>\n<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><strong>Von Didier Saint-Georges Mitglied des Investmentkomitees Managing Director<\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pr\u00e4zise Vorhersagen zu den M\u00e4rkten sind wenig hilfreich. So war beispielsweise vor einem Jahr die Konsensmeinung der Analysten, dass der Index S&amp;P \u00fcber das Jahr 6% zulegen w\u00fcrde, was er aber bereits nach sechs Wochen tat. Dieselben Analysten erwarteten f\u00fcr das Jahr 2008 einen durchschnittlichen Anstieg des Index um 10%, als er letztendlich um 40% einbrach. 2017 wurden die besten Wertentwicklungen oft von Anlegern erzielt, die zu Jahresbeginn von einem starken Dollar und einem Anstieg der Zinsen ausgingen. Doch sie haben ihre Meinung ge\u00e4ndert, ihre Analyse vergessen und sich den Trends angeschlossen oder hatten das Gl\u00fcck, zwangsl\u00e4ufig gr\u00f6\u00dftenteils in Euro investiert zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Formulierung eines Basisszenarios ist gewiss ein unabdingbarer Ausgangspunkt (wir haben unseres f\u00fcr 2018 in der Carmignac\u2019s Note vom vergangenen Dezember \u201eVergebliche Kassandrarufe?\u201c vorgestellt). Doch ein solches Szenario muss im Zusammenhang einer Analyse der Risiken \u2013 der positiven wie der negativen \u2013 stehen: Es  sollte sich auf das Verst\u00e4ndnis der wichtigsten Faktoren st\u00fctzen, der Faktoren, die bei einer signifikanten Wende einen entscheidenden Einfluss auf die M\u00e4rkte haben k\u00f6nnten, nach oben wie nach unten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Analyse der Risiken und Chancen sollte nicht davon abhalten, opportunistisch zu sein. Das Jahr 2017 hat uns vor Augen gef\u00fchrt, in welchem Ma\u00dfe man es h\u00e4tte viel st\u00e4rker sein m\u00fcssen. Eine Risiko- und  Chancenanalyse hat sich jedoch langfristig als unverzichtbar erwiesen, wenn man \u00fcber Marktzyklen hinweg eine solide Performance erzielen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Faktoren sollten in drei getrennten, wenngleich voneinander abh\u00e4ngigen Bereichen analysiert werden: Konstellation der M\u00e4rkte (Bewertungen, Liquidit\u00e4t, Positionierungen, Vertrauen, Mittelfl\u00fcsse), Wirtschaft (Wachstum, Inflation, Zinss\u00e4tze) und Politik (Risiko staatlicher Kreditnehmer, geopolitisches Risiko, Umschwenken der W\u00e4hlerschaft).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Analyse zeigt: die Finanzm\u00e4rkte werden in diesem Jahr noch st\u00e4rker  als im letzten Jahr von Faktoren abh\u00e4ngen, die noch mehr Wachsamkeit erfordern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Politik <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Bereich ist zu Recht in der Regel nicht der wichtigste f\u00fcr die M\u00e4rkte, denn die Prognosen in diesem Bereich sind noch willk\u00fcrlicher als in der Wirtschaft, was in verst\u00e4rktem Ma\u00dfe auch f\u00fcr ihre Auswirkungen auf die M\u00e4rkte gilt. Da man die durchaus bedeutenden Wahltermine in den USA, Gro\u00dfbritannien und Europa letztendlich vernachl\u00e4ssigen konnte, sind die Anleger nunmehr geneigt, den politischen Bereich nahezu vollst\u00e4ndig au\u00dfer Acht zu lassen. Diese derzeitige Gelassenheit erscheint ungerechtfertigt, und zwar aus den folgenden drei Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst wirken sich die finanziellen und wirtschaftlichen Konsequenzen politischer Ereignisse oft erst mit zeitlichem Verzug aus. Es w\u00e4re daher logisch, dass die britische Wirtschaft die Konsequenzen des Brexit-Referendums in diesem Jahr wesentlich schmerzhafter zu sp\u00fcren bekommt als im letzten Jahr. Der R\u00fcckgang des britischen Pfunds wird aufgrund der damit verbundenen Verteuerung importierter Produkte st\u00e4rker an der Kaufkraft der privaten Haushalte zehren. Gleichzeitig wird die zweite Phase der Verhandlungen zwischen Gro\u00dfbritannien und der Europ\u00e4ischen Kommission mit Blick auf die Bedingungen ihrer k\u00fcnftigen Handelsbeziehungen zus\u00e4tzliche Ungewissheit schaffen: Es ist nach wie vor unsicher, wie die Verhandlungen ausgehen. Dies gilt ebenso f\u00fcr die Zukunft der Regierung May, was f\u00fcr Investitionen im Vereinigten K\u00f6nigreich kaum f\u00f6rderlich ist. Und schlie\u00dflich w\u00fcrde  eine Straffung der Geldpolitik durch die Bank of England zur Verteidigung ihrer W\u00e4hrung die Schw\u00e4che der Wirtschaft weiter versch\u00e4rfen. Vor diesem Hintergrund beginnen wir das Jahr mit einer Verkaufsposition auf das britische Pfund, die sich als gewinnbringend erweisen d\u00fcrfte, sofern eine Abw\u00e4rtsspirale einsetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA wird die protektionistische Rhetorik des Kandidaten Trump, die 2017 in der Agenda des Pr\u00e4sidenten in den Hintergrund ger\u00fcckt war, wahrscheinlich ein Comeback erleben. In diesem Umfeld eines wiederbelebten Kreuzzugs, insbesondere gegen China, w\u00e4re es dann wahrscheinlich, dass ein wettbewerbsf\u00e4higerer Dollar zu den rasselnden S\u00e4beln des amerikanischen Pr\u00e4sidenten geh\u00f6ren wird. Wir gehen daher mit einer sehr breiten Absicherung unserer Anlagen in Dollar gegen das W\u00e4hrungsrisiko in das Jahr 2018. Man beachte, dass diese Aussicht andererseits ein potenzieller Performancetreiber f\u00fcr unsere Anlagen aus dem Schwellenl\u00e4nderuniversum sein d\u00fcrfte, die wir aufgestockt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Grund, der der politischen Komponente im Laufe dieses Jahres  neue Bedeutung verleiht, sind mehrere Wahlen in Mexiko und Brasilien: In beiden L\u00e4ndern werden die Ergebnisse der Parlamentswahlen die Reformkurse best\u00e4tigen oder aber auch nicht. Zudem werden die Bildung einer Regierung in Deutschland sowie die Wahl in Italien im M\u00e4rz sehr konkrete Signale einer Best\u00e4tigung oder einer Zur\u00fcckweisung der neuen europaweiten Reformdynamik senden, die Pr\u00e4sident Macron im vergangenen Jahr in Frankreich angesto\u00dfen hat. Man sollte vor allem sehr genau auf die Zinsen auf Staatsanleihen der Peripheriel\u00e4nder achten. Im Falle eines positiven politischen Ausgangs, was unser Basisszenario ist, d\u00fcrfte die in unseren Portfolios stark \u00fcbergewichtete Einheitsw\u00e4hrung hiervon profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Nahen Osten lauern heute Gefahren der politischen und damit wirtschaftlichen Instabilit\u00e4t, die wir sehr genau im Auge behalten sollten. Die Geschichte zeigt, dass Regime, die lange Zeit autokratisch waren, sich erheblich destabilisieren, wenn sie schlie\u00dflich \u2013 in der Regel unter Druck \u2013 vorsichtige eine Art Entspannungspolitik einleiten. Dies ist eine Gefahr, die Pr\u00e4sident Xi Jinping in China klar erkannt hat und sorgf\u00e4ltig vermeidet. Unsere Positionen bei westlichen Erd\u00f6lproduzenten, insbesondere in den USA, sowie in Goldunternehmen bilden eine Versicherungspolice gegen die Zunahme des politischen Risikos in dieser Region.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaft <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass der weltweite Konjunkturaufschwung eine Verl\u00e4ngerung erlebt und stellte die gro\u00dfe und positive \u00dcberraschung des Jahres 2017 dar. In den USA schloss der von Citibank ver\u00f6ffentlichte \u00dcberraschungsindex auf seinem Allzeithoch, und in der Eurozone erreichte derselbe Indikator \u2013 wenngleich er nicht einen ebenso spektakul\u00e4ren H\u00f6henflug machte \u2013 Ende November 2017 immerhin seinen h\u00f6chsten Stand seit 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne den \u00d6konomen zu nahe treten zu wollen, sei erw\u00e4hnt, dass dieser Index ein recht zuverl\u00e4ssiger kontr\u00e4rer Indikator f\u00fcr k\u00fcnftige \u00dcberraschungen ist. Denn nun, da sich die wirtschaftlichen Prognosen f\u00fcr 2017 als bei weitem zu pessimistisch erwiesen haben, werden sie f\u00fcr 2018 nat\u00fcrlich nach oben korrigiert, und das zu einem Zeitpunkt, in dem die Zuversicht, der Konsum und das Wirtschaftswachstum Spitzenwerte erreichen. Obwohl die Weltkonjunktur im Laufe des Jahres weiterhin solide verlaufen d\u00fcrfte, bleiben Risiken hinsichtlich einer Entt\u00e4uschung bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Aussicht beinhaltet eine Risikokomponente f\u00fcr die Aktienm\u00e4rkte, insbesondere f\u00fcr die zyklischen Sektoren, die bisher von der amerikanischen Steuerreform und vom europ\u00e4ischen Aufschwung unterst\u00fczt wurden. Doch sie er\u00f6ffnet auch Chancen, insbesondere in den USA, wo das Risiko einer Entt\u00e4uschung aus unserer Sicht am h\u00f6chsten ist. Denn indem es die Anf\u00e4lligkeit des Dollars erh\u00f6ht und der Anhebung der Zinsen Grenzen setzt, beg\u00fcnstigt dieses Szenario sehr stark die Bewertung von Wachstumswerten in den USA und den Schwellenl\u00e4ndern, die in unseren Portfolios stark vertreten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konstellation der M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu sagen, dass s\u00e4mtliche Aktienm\u00e4rkte seit nunmehr fast zehn Jahren eine historische Hausse erleben, ist noch vorsichtig ausgedr\u00fcckt. Die Kapitalisierung der Aktienm\u00e4rkte hat sich weltweit seit ihrem Tiefpunkt von 2009 verdreifacht, und noch bemerkenswerter ist, dass diese Performance von einer parallelen Performance der M\u00e4rkte f\u00fcr Staats- und Unternehmensanleihen begleitet wurde. Man muss sich an dieser Stelle das Ausma\u00df der Ironie dieser Kettenreaktion vor Augen f\u00fchren. Denn es war doch das Scheitern der Zentralbanken bei der Ankurbelung der Inflation, das den systematischen Ankauf von Anleihen durch Geldsch\u00f6pfung \u00fcber viele Jahre hinweg gerechtfertigt hat, was unweigerlich den Anstieg aller Anlageklassen wider jegliche wirtschaftliche Vernunft ausgel\u00f6st hat. Der immer schwerer wiegende Einfluss der passiven und auf Algorithmen basierenden Anlagen hat dieses Ph\u00e4nomen noch versch\u00e4rft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gipfel der Verzerrung der Marktpreise wurde im Jahr 2017 gewiss erreicht, als die endlich eingetretene Konjunkturerholung, die den Anstieg der Aktienm\u00e4rkte beschleunigt hat, immer noch keine deutliche Anpassung der Anleihenm\u00e4rkte bewirkt hat. Dieses Jahr k\u00f6nnte in dieser Hinsicht ein bedeutender Wendepunkt sein. Denn obwohl die seit 2009 von den Zentralbanken ausgesch\u00fcttete Menge an Liquidit\u00e4t den M\u00e4rkten 2018 nicht brutal entzogen werden d\u00fcrfte, wird sich dennoch der gesamte monatliche Mittelzufluss allm\u00e4hlich verringern, bis er zum Jahresende wahrscheinlich versiegt sein wird. Und die US-Notenbank wird sich ihrerseits zum ersten Mal im Modus des Nettoentzugs von Liquidit\u00e4t befinden. Diese historische Wende zu steuern, ohne abrupte Korrekturen der M\u00e4rkte auszul\u00f6sen, wird eine  unvergleichliche Herausforderung f\u00fcr die Zentralbanken. Und da selbst die meisten traditionellen \u201eFluchtwerte\u201c f\u00fcr die Anleger teuer geworden sind, wird das Risikomanagement zwangsl\u00e4ufig auf eine aktive Verwaltung des Exposures \u00fcber geeignete Absicherungsinstrumente zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir einleitend bereits erw\u00e4hnt haben, sind diese drei politischen, wirtschaftlichen und technischen Bereiche zwar voneinander getrennt, stehen aber in gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeit. Ein versp\u00e4tetes Wiederaufkommen von Inflationsdruck w\u00fcrde die Zentralbanken dazu veranlassen, die Straffung ihrer Geldpolitik zu beschleunigen, und w\u00fcrde verdeutlichen, wie teuer die Anleihenm\u00e4rkte sind. Andererseits w\u00fcrde eine Entt\u00e4uschung beim Wachstum oder gar der Inflation die Glaubw\u00fcrdigkeit der Zentralbanken auf die Probe stellen. Das Anlegervertrauen, das sich in den Bewertungen und in einer historisch niedrigen Volatilit\u00e4t widergespiegelt hat, wird anf\u00e4llig f\u00fcr die Steuerung der Zentralbanken, aber auch f\u00fcr das politische Umfeld sein. Die M\u00e4rkte bilden ein System, dessen innere Beziehungen ungekannte Verzerrungen aufgrund der Intervention der Zentralbanken erlebt haben. Das gesamte System wird von diesem Jahr an einen weiteren Wandel erleben und v\u00f6llig neue Risiken und Chancen hervorbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anlagestrategie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aktienm\u00e4rkte befanden sich Ende des letzten Jahres 2017 auf der Sonnenseite, was im Dezember von den Schwellenl\u00e4ndern befeuert wurde, insbesondere von Brasilien. Dank unserer Exposures, die dicht an ihren zul\u00e4ssigen Obergrenzen liegen, und unserer \u00dcbergewichtung auf den Schwellenl\u00e4nderm\u00e4rkten konnten wir von dieser Entwicklung profitieren. Auf Sektorebene konnten wir dank unserer ausgewogenen Allokation Gewinnmitnahmen bei bestimmten Technologietiteln durch unsere Positionen in Rohstoffen (Goldminen und Erd\u00f6lproduzenten) abfedern, die \u00fcber den Monat solide Zuw\u00e4chse verzeichneten. Wir setzen im \u00dcbrigen die Diversifizierung unserer Positionen in Technologiewerten fort, indem wir nach neuen Anlageideen suchen, mit denen sich positive Effekte aus den laufenden strukturellen Ver\u00e4nderungen ziehen l\u00e4sst. So haben wir auf unserer j\u00fcngsten Research-Reise in den USA eine Position in Shopify er\u00f6ffnet, eine Multimarken- und Multikanal-Plattform im e-Commerce. Wir haben zudem der in den USA verabschiedeten Steuerreform Rechnung getragen und unser Exposure im amerikanischen Finanzsektor aufgestockt. Wir haben unter anderem eine Position in Synchrony Financial, einem Anbieter von Finanzdienstleistungen f\u00fcr Privatkunden, aufgenommen. W\u00e4hrend der Konjunkturzyklus wahrscheinlich seinen Gipfel erreicht hat, beginnen wir das neue Jahr mit  einer starken Titelauswahl, die aber nach geografischen Regionen und Sektoren gut diversifiziert und ausgewogen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleihen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verabschiedung eines bedeutenden Steuersenkungsprogramms durch den US-Kongress sowie die Entscheidung der Fed, ihren Leitzins ein weiteres Mal anzuheben, hatte der Markt bereits ber\u00fccksichtigt, sodass es zu keinen bedeutenden Zinsbewegungen kam. Die Zinsen auf amerikanische sowie die auf deutsche Staatsanleihen zogen somit \u00fcber den Monat um weniger als 10 Basispunkte an. Dank der geschickten Steuerung durch die Zentralbanken und insbesondere des Engagements Mario Draghis f\u00fcr Geduld und Vorsicht bei der Normalisierung der Geldpolitik der Eurozone konnten sich die Renditen der als Flutwerte geltenden Staatsanleihen im Jahr 2017 insgesamt weitgehend unver\u00e4ndert halten. Das Jahr 2018 wird hingegen f\u00fcr die EZB schwieriger werden, w\u00e4hrend die Fed ihre Normalisierung unbeirrt fortsetzt, was die Beibehaltung unserer Verkaufspositionen auf deutsche Zinsen rechtfertigt. In den Anleihesegmenten, die attraktive Risikopr\u00e4mien bieten, konnten wir dank unserer Diversifizierung die gemischten Entwicklungen im Laufe des Dezembers abfedern. Am Rand der Eurozone profitierten wir von einem massiven Nachgeben der  griechischen Renditen im Dezember, w\u00e4hrend die italienischen Zinsen wieder anzogen. Bei den Schwellenl\u00e4nderschuldtiteln setzten unsere brasilianischen Positionen ihre Rally im Dezember fort, w\u00e4hrend unsere mexikanischen Positionen unter dem geopolitischen Umfeld litten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Euro schloss 2017 im positiven Bereich mit einer Aufwertung gegen\u00fcber dem Dollar von \u00fcber 10% \u00fcber das gesamte vergangene Jahr. Wir erkennen in der Schw\u00e4che der US-W\u00e4hrung strukturelle Elemente, die uns veranlassen, in unserer W\u00e4hrungsstrategie an einer \u00fcberwiegenden Allokation in der Einheitsw\u00e4hrung festzuhalten. Die Dollarschw\u00e4che war ein unterst\u00fctzender Faktor f\u00fcr die Schwellenl\u00e4nderw\u00e4hrungen, mit Ausnahme des mexikanischen Peso, der unter dem heimischen politischen Umfeld und den angespannten Neuverhandlungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) zu leiden hatte. Wir hatten dieses Risiko bei unserer j\u00fcngsten Research-Reise jenseits des Atlantiks erkannt und selektive Absicherungspositionen auf die mexikanische W\u00e4hrung in unseren Schwellenl\u00e4nderfonds aufgenommen. Zum Thema W\u00e4hrungen, die von geopolitischen Risiken beeintr\u00e4chtigt werden k\u00f6nnten, halten wir ebenfalls Absicherungspositionen auf das britische Pfund in unseren weltweiten Fonds.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Source: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei \u00fcberlegungen f\u00fcr 2018&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6284,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[],"class_list":["post-22595","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22595"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22595\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}