{"id":22597,"date":"2020-01-10T17:58:13","date_gmt":"2020-01-10T16:58:13","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=5422"},"modified":"2020-01-10T17:58:13","modified_gmt":"2020-01-10T16:58:13","slug":"robeco-aktien-haben-ihren-hochststand-moglicherweise-noch-nicht-erreicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/robeco-aktien-haben-ihren-hochststand-moglicherweise-noch-nicht-erreicht\/","title":{"rendered":"Robeco : Aktien haben ihren H\u00f6chststand m\u00f6glicherweise noch nicht erreicht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Robeco: Eine auffallende Schiefe der historischen Verteilung der Aktienrenditen deutet darauf hin, dass der globale Aktienmarkt noch etwas Potential nach oben haben k\u00f6nnte..<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Peter van der Welle &#8211;  Robeco<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>In aller K\u00fcrze<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">&#8211; Der MSCI World Index ist 2019 bereits um 30 % gestiegen \u2013 kann diese Kursrally weiter anhalten?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">&#8211; Research belegt eine Schiefe der Renditeverteilung in Form aufeinanderfolgender sehr guter Aktienjahre<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die Skeptiker k\u00f6nnten kapitulieren, allerdings gibt es auch d\u00e4mpfende Faktoren wie den Iran-Konflikt<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einige Anleger bef\u00fcrchten, dass der derzeitigen Bullenmarkt nicht weiter anhalten kann.<\/strong> Ein ganzer Schwung neuer geopolitischer Probleme, vor allem die M\u00f6glichkeit eines Krieges mit dem Iran und die Gefahr einer \u00fcberf\u00e4lligen Rezession, k\u00f6nnten letztlich weitere Aktienmarktrekorde vereiteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Research zeigt jedoch, dass auf ein Jahr mit herausragenden Aktienertr\u00e4gen \u2013 im Jahr 2019 stieg der MSCI World Index um 30 % \u2013 aufgrund einer Reihe positiver Faktoren h\u00e4ufig ein weiteres folgt. Demnach k\u00f6nnte sich 2020 ungeachtet bremsender Faktoren als ein ebenso erfolgreiches Aktienjahr herausstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit der T\u00f6tung des iranischen Generals Qassem Soleimani hat die geopolitische Unsicherheit neuen Schub bekommen\u201c,<strong> sagt van der Welle, Strategieexperte im Global Macro Multi-Asset-Team von Robeco. \u201e<\/strong>Gleichzeitig scheinen die Aussicht auf ein \u201ePhase 1\u201c-Handelsabkommen zwischen den USA und China sowie eine anschliessende Erholung der globalen Industrieproduktion bereits vollst\u00e4ndig in den Kursen eingepreist zu sein.\u201c<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die H\u00f6chstst\u00e4nde liegen noch vor uns<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnser Basisszenario ist weiterhin, dass wir die H\u00f6chstst\u00e4nde der Aktienkurse im derzeitigen Bullenmarkt noch nicht erreicht haben. Wie wir bereits in den vergangenen Monaten dargelegt haben, rechnen wir etwa im zweiten Quartal 2020 mit einer Erholung der Unternehmensgewinne. Unterdessen leisten die Notenbanken mit ihrer lockeren Geldpolitik Unterst\u00fctzung und kompensieren so die verz\u00f6gerte Erholung der Fundamentaldaten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBullenm\u00e4rkte enden typischerweise dann, wenn der Euphorie an den B\u00f6rsen durch \u00fcberm\u00e4ssige Straffung der Geldpolitik der Boden entzogen wird. Auch wenn in einigen Segmenten \u00dcbertreibungen zu beobachten sind, scheinen die Notenbanken derzeit nicht gewillt zu sein, die geldpolitischen Z\u00fcgel wieder zu straffen. Obwohl sich die Inflation in der zweiten H\u00e4lfte des Jahres 2020 als Risiko f\u00fcr die M\u00e4rkte erweisen k\u00f6nnte, ist es unwahrscheinlich, dass sie die Aufw\u00e4rtsdynamik bei riskanten Assets bereits jetzt ins Gegenteil verkehrt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiger Anlass zum Optimismus ist die \u201eSchiefe\u201c der Verteilung der Aktienrenditen \u2013 ein Ph\u00e4nomen, das sich bis ins Jahr 1900 zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst. Seither haben globale Aktien im Durchschnitt eine j\u00e4hrliche Rendite von 8 % erzielt. Doch weist die historische Verteilung der Renditen eine ausgepr\u00e4gte Schiefe auf. So waren seit Beginn des 20. Jahrhunderts in 20 % der F\u00e4lle Renditen von mehr als 20 % pro Kalenderjahr zu beobachten.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Der \u201eCluster\u201c-Effekt<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eInteressanterweise scheinen positive Ertr\u00e4ge einseitig geh\u00e4uft aufzutreten\u201c, sagt van der Welle. \u201eIn den 24 Kalenderjahren seit 1900, in denen Renditen von mehr als 20 % erzielt wurden, fielen auch in den Folgejahren hohe Ertr\u00e4ge an. Beispielsweise folgte auf den Wertzuwachs von 27,5 % im Jahr 1921 ein Zuwachs von 27,7 % im Jahr 1922. Analog dazu kam es im Anschluss an den Gewinn von 36,1 % im Jahr 1985 zu einem Wertzuwachs von 38,2 % im Jahr 1986.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eZudem wiesen die Jahre mit einer H\u00e4ufung von Aktienrenditen oberhalb von 20 % eine Gemeinsamkeit auf: in dem Jahr, das diesen \u201eCluster\u201c voranging, hatte sich der Aktienmarkt typischerweise negativ entwickelt, einzige Ausnahme war 1927. Beispielsweise ergab sich 1920 ein Verlust von 26,8 % und 1984 bewegten sich die Kurse mit -0,1 % ann\u00e4hernd seitw\u00e4rts.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBetrachtet man alle Zeitr\u00e4ume mit einer Kombination aus einem Jahr mit unter dem historischen Durchschnitt liegender Rendite (nicht unbedingt negative Entwicklung) und einem hervorragenden Aktienjahr mit Zuw\u00e4chsen von \u00fcber 20 %, ergab sich im zweiten Jahr ein Durchschnittsertrag von 14,5 %.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWenn globale Aktien im Jahr 2019 mehr als 20 % abgeworfen haben und die Rendite im vorangegangenen Jahr 2018 unter dem historischen Durchschnitt lag, war der Ertrag von 30 % des MSCI World Index also nicht aussergew\u00f6hnlich. Tats\u00e4chlich liegt er nahe am durchschnittlichen Wert, wie er seit 1900 in solchen Konstellationen auftrat. Des Weiteren ist nicht auszuschliessen, dass auch 2020 ein Jahr mit \u00fcber dem historischen Durchschnitt liegenden Aktienertr\u00e4gen wird.\u201c<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Reimt sich die Geschichte?<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reimt sich demnach die Geschichte im Jahr 2020 in Form eines weiteren Kalenderjahrs mit Renditen im zweistelligen Prozentbereich, wie das die Historie in solchen Situationen nahelegt? \u201eMan muss hier vorsichtig sein, da die Zahl der beobachteten F\u00e4lle recht gering ist und keine zwingenden Schl\u00fcsse zul\u00e4sst\u201c, warnt van der Welle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDennoch st\u00fctzt die historische Schiefe der Renditeverteilung unser Basisszenario, wonach es wahrscheinlich zu neuen H\u00f6chstst\u00e4nden am Aktienmarkt kommt, bevor eine globale Rezession einsetzt. Naturgem\u00e4ss versuchen Anleger ihre Portfolios auf Assets auszurichten, die \u00fcber Aufw\u00e4rtspotential verf\u00fcgen und dementsprechend ein asymmetrisches Auszahlungsprofil aufweisen. Infolgedessen sind Anleger bereit, einen Kursaufschlag f\u00fcr Assets mit Aufw\u00e4rtspotential (positive Schiefe der Renditeverteilung) zu zahlen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas Aufw\u00e4rtspotential hat sich aus dem ausgepr\u00e4gten Kursr\u00fcckgang im vierten Quartal 2018 ergeben. 2019 waren Anleger offenbar bereit, f\u00fcr Aufw\u00e4rtspotential eine Pr\u00e4mie zu zahlen. Deutlich wird dies daran, dass sich der Grossteil des gesamten Aktienertrags aus dem Anstieg der Bewertungen ergab. Es k\u00f6nnte nun der Eindruck entstehen, dass der Markt zu weit vorausgelaufen ist. Doch wie im Jahr 1921 handelte es sich um ein Jahr, in dem im Wesentlichen die Verluste des Vorjahres wieder aufgeholt wurden.\u201c<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Fundamentaldaten nicht ausser Acht lassen<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anleger sollten g\u00e4ngige Gr\u00f6ssen wie Bewertung, Fundamentaldaten und Stimmungsindikatoren ebenfalls ber\u00fccksichtigen, so van der Welle. \u201eZum einen liegt die globale Aktienrisikopr\u00e4mie aus relativer Bewertungsperspektive nach wie vor \u00fcber ihrem historischen Durchschnitt. Unter dem Aspekt der Aktienrisikopr\u00e4mie sind europ\u00e4ische und japanische Aktien besonders attraktiv\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eZweitens ist die Positionierung der Marktteilnehmer mit Blick auf die Stimmung nach wie vor unproblematisch. So sind US-Privatanleger und Hedgefonds weniger pessimistisch geworden. Das zur\u00fcckliegende Jahr herausragender Aktienertr\u00e4ge hat in diesem Anlegersegment und dar\u00fcber hinaus m\u00f6glicherweise die Bef\u00fcrchtung gen\u00e4hrt, etwas zu verpassen. Eine fortschreitende Kapitulation der Skeptiker unter den Anlegern k\u00f6nnte die Aktienkurse 2020 weiter nach oben treiben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas bedeutet aber nicht, dass ein weiteres Jahr mit sehr guten Aktienrenditen garantiert ist. Risiken f\u00fcr unser optimistisches Basisszenario sind die hoch erscheinenden Bewertungen am US-Aktienmarkt sowie die m\u00f6glicherweise wieder zunehmenden geopolitischen Gefahren, wie wir es zum Jahreswechsel erwartet hatten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie zuletzt \u00fcberraschend negative Entwicklung des ISM-Index f\u00fcr die Stimmung in der Industrie (R\u00fcckgang auf 47,2), die auf eine Schrumpfung hindeutet, l\u00e4sst bereits vermuten, dass ein Konjunkturaufschwung 2020 kein Selbstl\u00e4ufer sein d\u00fcrfte. Von daher k\u00f6nnten optimistische Erwartungen hinsichtlich einer Erholung der Fundamentaldaten in n\u00e4chster Zeit erneut auf den Pr\u00fcfstand kommen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robeco: Eine auffallende Schiefe der historischen Verteilung der Aktienrenditen deutet darauf hin, dass der globale Aktienmarkt noch etwas Potential nach oben haben k\u00f6nnte..<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5424,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[136],"class_list":["post-22597","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie","tag-robeco"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22597"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22597\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}