{"id":2261,"date":"2016-09-09T06:00:00","date_gmt":"2016-09-09T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/09\/09\/stoesst-die-konjunkturpolitik-an-ihre-grenzen\/"},"modified":"2016-09-09T06:00:00","modified_gmt":"2016-09-09T06:00:00","slug":"stoesst-die-konjunkturpolitik-an-ihre-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/stoesst-die-konjunkturpolitik-an-ihre-grenzen\/","title":{"rendered":"\u201eSt\u00f6\u00dft die Konjunkturpolitik an ihre Grenzen?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Zu Wochenbeginn hallte das G20-Gipfeltreffen im ostchinesischen Hangzhou nach, welches ganz im Zeichen einer Belebung der Weltkonjunktur stand&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Research&nbsp;<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Z&ouml;gerliche Erholungsphasen im Nachgang von Finanzkrisen sind eher die Regel als die Ausnahme. Gleichwohl f&auml;llt das Expansionstempo der Weltwirtschaft vor dem Hintergrund der enormen geldpolitischen Stimuli &ndash; zuletzt durch die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB), Bank of Japan und Bank of England &ndash; &uuml;berraschend kraftlos aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Euroraum scheinen die umfangreichen EZB-Ma&szlig;nahmen bislang nur in begrenztem Ma&szlig;e Konjunktur und Verbraucherpreisauftrieb anzukurbeln (siehe auch: QE Monitor). So hielt Pr&auml;sident Mario Draghi auf der EZBRatssitzung am Donnerstag verbal die T&uuml;r weit offen f&uuml;r eine zeitliche Verl&auml;ngerung der quantitativen Lockerung &uuml;ber M&auml;rz 2017 hinaus. Dass sich die Konjunktur im Euroraum erfreulicherweise bislang recht unbeeindruckt von dem sich anbahnenden EU-Austritt Gro&szlig;britanniens gezeigt hat, gibt der EZB weitere Bedenkzeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">St&ouml;&szlig;t die Konjunkturpolitik an ihre Grenzen? Angesichts der vergleichsweise flauen Weltkonjunktur &ndash; bei sich gleichzeitig ersch&ouml;pfenden Handlungsspielr&auml;umen der gro&szlig;en Notenbanken &ndash; werden im Kreis der G20 inzwischen die Rufe nach fiskalpolitischen Impulsen und wachstumsf&ouml;rdernden Strukturreformen lauter. Insbesondere letztere w&auml;ren zu begr&uuml;&szlig;en, denn die entt&auml;uschende Dynamik in den Industriel&auml;ndern scheint weniger Ausdruck einer anhaltenden Konjunkturschw&auml;che als Ergebnis nachlassender Wachstumskr&auml;fte zu sein.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zuletzt bleibt neben der geld- auch die finanzpolitische Handlungsf&auml;higkeit in den Industrie- und Schwellenl&auml;ndern angesichts hoher bzw. steigender Staatsschuldenquoten mit einem Fragezeichen versehen. Die Finanzpolitik bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen historisch niedrigen Refinanzierungskosten auf der einen Seite &ndash; etwa 35% des Staatsanleiheuniversums der Industriel&auml;nder sind gegenw&auml;rtig mit einer negativen Umlaufrendite behaftet&ndash; und den Altlasten der Finanzkrise sowie sich abzeichnenden demografischen Lasten f&uuml;r die Staatshaushalte auf der anderen Seite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch eine Normalisierung der Geldpolitik &ndash; die gr&ouml;&szlig;eren Spielraum f&uuml;r k&uuml;nftige Krisen er&ouml;ffnete &ndash; l&auml;sst l&auml;nger auf sich warten. Zur Erinnerung: Seit den 1950er Jahren hatte die US-Notenbank Fed im Falle von Wirtschaftsabschw&uuml;ngen die Zinsen um durchschnittlich &uuml;ber 620 Basispunkte gesenkt (siehe Grafik der Woche). Derzeit ist dagegen ein zweiter Zinsschritt auf ein Zielband von lediglich 50-75 Basispunkten auf der n&auml;chsten Sitzung des US-Offenmarktausschusses am 20.\/21. September angesichts des entt&auml;uschenden ISM-Einkaufsmanagerindex f&uuml;r den Dienstleistungssektor, der auf den niedrigsten Stand seit Februar 2010 fiel, und den zuletzt schw&auml;cheren Arbeitsmarktdaten weniger wahrscheinlich geworden. &bdquo;Ad acta&ldquo; gelegt ist eine Straffung der USGeldpolitik bis Jahresende jedoch nicht. Denn unseres Erachtens reicht ein Besch&auml;ftigungsaufbau au&szlig;erhalb des Agrarsektors von etwa 75.000100.000 Stellen monatlich aus (August: +151.000), um den USArbeitsmarkt stabil zu halten &ndash; gegeben die verhaltene demografische Entwicklung und Arbeitsmarktpartizipation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Risiko, dass die M&auml;rkte die Wahrscheinlichkeit einer USLeitzinserh&ouml;hung noch in diesem Jahr als zu gering einsch&auml;tzen, und damit das R&uuml;ckschlagpotenzial am kurzen Ende der USStaatsanleihenkurve, bleibt daher zumindest gegeben. Der erste volle Zinsschritt von 25 Basispunkten wird gegenw&auml;rtig erst im April 2017 eingepreist. Auf der anderen Seite hat die Fed mit ihrer abwartenden Haltung ein aufs andere Mal bewiesen, dass sie verglichen mit ihren historischen Reaktionsmustern (Taylor Rule) &bdquo;hinter der Kurve&ldquo; zur&uuml;ckbleibt. Gemessen an langj&auml;hrigen Durchschnitten bleibt das Zinsniveau also extrem niedrig &ndash; und d&uuml;rfte sich die Suche der Anleger nach einem ausk&ouml;mmlichen Kapitaleinkommen fortsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Themen k&ouml;nnten sichdar&uuml;ber hinaus in der kommenden Woche als Markttreiber entpuppen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Wochenbeginn richtet sich das Augenmerk der Investoren auf die &Ouml;lmarkt-Monatsberichte der OPEC (Mo) und Internationalen Energieagentur (Di). Kurzfristig wird der Roh&ouml;lpreis von Ger&uuml;chten um m&ouml;gliche Produktionsabsprachen &ouml;lf&ouml;rdernder Staaten beeinflusst, die sich jedoch als schwierig erweisen. Eine weitere Rolle spielen Lagerbest&auml;nde und die Anzahl der US-Bohrl&ouml;cher f&uuml;r Schiefergas. Unseres Erachtens wird der &Ouml;lpreis seine Gleichgewichtssuche auf niedrigem Niveau fortsetzen. Dies st&uuml;tzt weiterhin die Konjunktur netto&ouml;limportierender Regionen wie China und den Euroraum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine F&uuml;lle von Indikatoren f&uuml;r die US-Konjunktur, darunter die Einzelhandelsums&auml;tze, Industrieproduktion, Kapazit&auml;tsauslastung und Stimmungsbarometer wie der Philadelphia-Fed Index (Do) k&ouml;nnten im Wechsel Zinserh&ouml;hungsphantasien erneut entfachen oder ins Gegenteil verkehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bank of England wiederum wird auf ihrer Sitzung (Do) voraussichtlich die F&uuml;&szlig;e still halten, nachdem sie Anfang August ein umfassendes Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndel vorgelegt hatte, um die negativen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung auf die britische Wirtschaft abzufedern. Von Interesse d&uuml;rfte vielmehr die Ver&ouml;ffentlichung der britischen Verbraucherpreise (Di) und Arbeitsmarktdaten (Mi) f&uuml;r August sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Brexit- Votum war gewiss ein Weckruf f&uuml;r die europ&auml;ische Politk. Am Freitag werden die EU-Staats- und Regierungschefs ohne britische Beteiligung zu einem informellen Gipfeltreffen zusammenkommen, um dar&uuml;ber zu beraten, wie weitere Reformen und die Entwicklung der EU mit nur 27 Mitgliedstaaten vorangebracht werden k&ouml;nnen. Erkennbare Reformfreude w&auml;re gewiss eines der positivsten Signale f&uuml;r die M&auml;rkte.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Wochenbeginn hallte das G20-Gipfeltreffen im ostchinesischen Hangzhou nach, welches ganz im Zeichen einer Belebung der Weltkonjunktur stand&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3653,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-2261","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2261"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2261\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}